Beiträge

Unser Kalender zeigt für den April den Druck „Die Kapitulation von Sedan. Die Verhandlungen in Donchery vom 1. zum 2. September 1870“, nach einer Farbskizze Anton von Werners (um 1895), Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung, Inventar-Nr.: ZSg 689.

Nach dem Sieg der deutschen Truppen in der größten Schlacht dieses Krieges bei Gravelotte am 18. August 1870 zogen sich starke französische Verbände in die Festung Metz zurück. Zwei französische Armeen scheiterten nahe der Grenze zu Belgien mit dem Versuch, die Eingeschlossenen zu entsetzen. Der 3. und der 4. Armee gelang es in der Folge, rund 130.000 auf Metz vorrückende französische Soldaten bei Sedan einzukesseln. Die Schlacht von Sedan am 1./2. September 1870 endete mit einer vollständigen Niederlage der Franzosen.

Weiterlesen

Am 29. März 1890 veröffentlichte die Londoner Satirezeitschrift „Punch“ die wohl international bekannteste Bismarck-Karikatur: „Dropping the pilot“. John Tenniel (1820 – 1914) popularisierte damit eine Bildsprache, die bis heute lebendig ist. Die sprichwörtlich gewordene deutsche Übersetzung „Der Lotse geht von Bord“ trifft allerdings weder die Aussage des Zeichners noch das historische Geschehen auf den Punkt. Es ist zu vermuten, dass die „preußische Zensur damals bei der Übersetzung leise die Feder mitgeführt haben“1 könnte.

Kaiser Wilhelm II. ist als scheinbar passiver Beobachter zu sehen, der an der Reling lehnt und entspannt den Abgang Otto von Bismarck beobachtet. John Tenniel dürfte den scheidenden Kanzler dabei aber tatsächlich weniger als Lotsen gesehen haben denn als Steuermann (wie „pilot“ auch übersetzt werden kann), der das „Staatsschiff“ verlassen muss2 – „dropping“ kann allgemein durchaus mit „fallenlassen“ übersetzt werden, in der Fachsprache der Seefahrt lässt man damit jemanden von Bord gehen.

Der erste deutsche Reichskanzler hatte am 18. März 1890 sein Rücktrittsgesuch schließlich nur unwillig eingereicht. Zweimal war er dazu von Kaiser Wilhelm II. aufgefordert worden, und zwar aus vielfältigen Gründen: Zum einen lehnte er den repressiven Kurs des Reichskanzlers gegenüber der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung ab. Zum anderen empfand er dessen Versuch, sämtliche Kommunikation der Minister mit ihm zu kontrollieren, als inakzeptabel. Bismarck, der nach den Ergebnissen der Reichstagswahl im Februar 1890 zudem keine Mehrheiten mehr für die Unterstützung seiner Politik finden konnte, musste sich schließlich geschlagen geben. Sein Rücktritt stand dennoch nicht für eine politische Richtungsentscheidung, wie Lothar Gall in seiner Bismarck-Biografie schreibt: Bei dessen „Sturz ging es von Seiten derer, die ihn stürzten, in Wahrheit um keine Zukunft, um keine vorwärtsweisende Alternative, sondern fast ausschließlich um das, woran sich auch der alternde Kanzler so sehr klammerte: um die Macht als solche und nicht zuletzt um ihren äußeren Schein und ihre Insignien.“3

Weiterlesen

Auch Konrad Adenauer ist ein Beitrag gewidmet. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzler 1963 blieb er als Parlamentarier und CDU-Vorsitzender politisch aktiv, das Regierungsgeschehen unter seinem Nachfolger Ludwig Erhard kommentierte er wiederholt polemisch. Foto: Adenauer besuchte auf seiner Wahlkampfreise 1953 auch Friedrichsruh (© Otto-von-Bismarck-Stiftung).

Otto von Bismarck, Willy Brandt und Michail Gorbatschow weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie verzichteten mehr oder weniger unfreiwillig auf ihr Amt. Sie stehen damit in einer Reihe namhafter Politiker des 19. und 20. Jahrhunderts, die nach dem Verlust der Macht für sich eine neue Rolle finden mussten. Aus ihnen wurden ungebetene Ratgeber, Intriganten und Elder Statesmen – mit zahlreichen Zwischenstufen, wie die Herausgeber Michael Epkenhans und Ewald Frie in der Einleitung des Sammelbandes „Politiker ohne Amt. Von Metternich bis Helmut Schmidt“ schreiben. In insgesamt 14 Beiträgen werden die Wege ausgewählter Staatsmänner im Unruhestand aus individualbiografischer Perspektive erörtert. Dem Band zugrunde liegt eine Konferenz der Otto-von-Bismarck-Stiftung im Jahr 2017.

Die Betrachtungen eint ein roter Faden aus einigen Leitfragen: Warum glaubten Politiker ohne Amt, sich weiterhin einmischen zu müssen? Welcher Strategien bedienten sie sich dabei? Auf welche Kreise in Politik und Gesellschaft konnten sie sich stützen? Welche Reaktionen riefen ihre Aktivitäten hervor und waren diese überhaupt erfolgreich?

Die Studien verdeutlichen nachdrücklich, dass die Motive der Staatsmänner außer Diensten ebenso wie deren Wahrnehmung durch Politik und Gesellschaft hochgradig variierten. Otto von Bismarck, der nach Meinung der Herausgeber dem Typus des Politikers ohne Amt für das 20. Jahrhundert Konturen verlieh, wird von Dr. Christoph Nonn, Professor für Neueste Geschichte an der Universität Düsseldorf, wenig schmeichelhaft charakterisiert: „Der von Geltungs- und Rachsucht getriebene Altkanzler im Unruhestand lieferte ein Paradebeispiel und Vorbild für diese Praxis politischer Untugend, wenn er sich auf vernichtende Kritik in der Presse beschränkte, sein Reichstagsmandat aber nie ausübte.“ (51) Politische Kurskorrekturen in seinem Sinne habe er so nicht erzielen können.

Weiterlesen

Deutschland, 1922, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert Ernst Wichert (1885 – 1953), auf dem Keilrahmen betitelt „Geburtsort Bismarcks“, 78 x 98 cm (mit Rahmen), Dauerleihgabe Christian Thielemann, Berlin.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung wird immer wieder mit Schenkungen oder Dauerleihgaben von Kunstwerken und Büchern bedacht, die inhaltlich einen Bezug zum ersten Reichskanzler aufweisen. Die jüngste Dauerleihgabe, die Friedrichsruh erreichte, ist ein Gemälde, das einen Blick auf Schönhausen bietet.

Das 1922 entstandene Bild zeigt das zwischen 1695 und 1700 durch August II. von Bismarck (1666 – 1732) auf den Grundmauern eines 1642 abgebrannten Vorgängerbaus errichtete Geburtshaus des späteren Reichskanzlers Otto von Bismarck in Schönhausen/Elbe in der Altmark. Das Gebäude wurde 1958 auf Anordnung der SED gesprengt. Der Blick des Betrachters geht vom Rand des Schlossparks aus auf das Hauptgebäude des Schlosses, vorbei an einem von mehreren im Park aufgestellten Geschützen mit französischen Bronzerohren aus dem 18. Jahrhundert.

An das Hauptgebäude schließt sich links ein Seitenflügel an, der die Sprengung von 1958 überstanden hat und in dem sich seit 1998 ein Bismarck-Museum befindet. Es wird von der Gemeinde Schönhausen unterhalten und im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit der Gemeinde sowie dem Land Sachsen-Anhalt von der Otto-von-Bismarck-Stiftung wissenschaftlich betreut.

Weiterlesen

Otto von Bismarck am 6. Juli 1891 mit Hut auf der Terrasse seines Friedrichsruher Schlosses, in den Garten blickend, zu seinen Füßen die beiden Doggen Tyras II und die zweite Rebekka, „Beckchen“ genannt, die aufmerksam den Fotografen ansehen: Es handelt sich um eines der bekanntesten Bilder des Alt-Reichskanzlers. Bis zum 19. April 2020 ist es aus dem Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung an das Bayerische Nationalmuseum in München verliehen und wird in der Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen“ gezeigt.

Otto von Bismarck ließ sich sein Leben lang von Hunden begleiten. Schon als Student in Göttingen hielt er sich eine Dogge namens Ariel und die Vorliebe für diese großen Tiere hielt an, auch in seiner Zeit als Reichskanzler – sie firmierten schließlich im öffentlichen Sprachgebrauch sogar als „Reichshunde“. Auf vielen Fotografien und Zeichnungen, die ihn vor allem privat zeigen, ist einer seiner Hunde abgebildet, und in zahlreichen Büchern, die Bismarck gewidmet sind, finden sich Aufzählungen seiner vierbeinigen Begleiter und Anekdoten über deren Klugheit. Ein Beispiel:

Weiterlesen

Die Universitätsbibliothek in Eichstätt ist in diesem Jahr die erste Station unserer Wanderausstellung „Otto von Bismarck: Mensch – Macht – Mythos“, zu sehen ist sie dort vom 23. Januar bis zum 21. Februar 2020. Gastgeber ist der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte von Prof. Dr. Friedrich Kießling. Auf zwölf Rollups werden Leben und Werk des ersten Reichskanzler aus wissenschaftlicher Sicht dargestellt – dazu gehört auch die Dekonstruktion des Mythos vom genialen Staatsmann und nationalen Helden.

Die Ausstellung „wandert“ seit dem Jubiläumsjahr 2015 zum 200. Todestag Bismarcks zum wiederholten Mal durch Deutschland und ist in ihrer englischen, französischen und russischen Fassung auch schon in den USA, England und Schottland, Frankreich und Russland zu sehen gewesen. Neben Herkunft und Werdegang werden zentrale Aspekte der Politik des preußischen Ministerpräsidenten und ersten deutschen Reichskanzlers kritisch ausgeleuchtet. Dazu zählen der Verfassungskonflikt der 1860er-Jahre, die sogenannten Einigungskriege und die Reichsgründung, die Außen- und Kolonialpolitik sowie die Konfrontationen, die Bismarcks Innenpolitik prägten. Eine weitere Tafel ist den Sozialreformen gewidmet, gefolgt von einer kritischen Darstellung der Bismarckverehrung im Kaiserreich und seinem Mythos nach dessen Ende.

Weiterlesen

Unser Kalender zeigt für den Januar eine Farblithografie nach einer Zeichnung von Otto Wisnieski (1870), Verlag, Druck und Kolorit von Hermann Oeser, Neusalza, Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung, Inventar-Nr.: L 1999/076.

Als Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes, preußischer Ministerpräsident und Außenminister war Otto von Bismarck Leiter der zentralen zivilen politischen Entscheidungsinstanzen und damit Angehöriger des Großen Hauptquartiers, der mobilen strategischen Kommandozentrale des preußischen Heeres und der Streitkräfte der verbündeten süddeutschen Staaten im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Daher befanden sich Bismarck und seine ihn begleitenden Mitarbeiter während des gesamten Feldzugs in unmittelbarer Nähe Wilhelms I. sowie des preußischen Generalstabs. Je nach Standort des Großen Hauptquartiers musste auch für das „Bundeskanzleramt im Felde“ eine Unterkunft gefunden werden, die häufig nur den einfachsten Ansprüchen genügte. Während dem „Chef“ (Bismarck) in der Regel ein eigenes Arbeits- und Schlafzimmer zur Verfügung stand, mussten sich dessen Begleiter nicht selten Räumlichkeiten teilen, in denen gearbeitet, gegessen und geschlafen wurde. Die Gesamtzahl der Personen des mobilisierten Bundeskanzler- und Auswärtigen Amts betrug zum Ende des Krieges um die zwanzig Mitarbeiter, angefangen von den Räten bis hin zu den Kanzleidienern.

Weiterlesen

Richard Neuhauss (1855–1915): Otto Lilienthal am Fliegeberg in Lichterfelde (Berlin), 1895, Silbergelatineabzug (Otto-Lilienthal-Museum, Anklam).

Die Eisenbahn war seit den 1830er-Jahren als Selbstverständlichkeit ins Leben Otto von Bismarcks getreten: Ihr Ausbau hatte einen wesentlichen Anteil an den preußischen Siegen in den sogenannten Einigungskriegen. Die seit 1846 bestehende Verbindung zwischen Hamburg und Berlin sorgte für eine hochmoderne Anbindung des Alterswohnsitzes Bismarcks in Friedrichsruh, von wo er in die Reichshauptstadt pendelte und wohin Besucher zu ihm dampften. So weit, so erwartbar, war Bismarck (1815-1898) doch ein Kind des sprichwörtlichen Eisenbahnzeitalters, das sich im Laufe seines Lebens auch noch an die Telegraphie und das elektrische Licht gewöhnte.

Die Professionalisierung einer nicht weniger bahnbrechenden Erfindung fällt in seine letzten Lebensjahre, aber nach allem, was wir wissen, nahm er sie nicht oder kaum zur Kenntnis – gemeint ist das Fliegen. Dieses substantivierte Verb fehlt in den gängigen Bismarck-Zitatensammlungen ähnlich wie die Begriffe Vogel, Montgolfière, Luftfahrt, Ballonfahrt und, man ahnt es, auch der Name Otto Lilienthal.
Dabei gelangen dem Flugpionier seine spektakulären Gleitflüge noch zu Bismarcks Lebzeiten, ja er verlor sein Leben 1896 sogar zwei Jahre vor seinem 33 Jahre älteren Namensvetter. Ob Bismarck davon Notiz nahm, ist nicht überliefert. Durch Zeitungsartikel oder in Gesprächen mag er davon erfahren haben, belegen lässt sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema nicht.

Weiterlesen

Der Ehrenbürgerbrief der Stadt Bad Kissingen

Insgesamt 71 Wochen seines Lebens kurte Otto von Bismarck in Bad Kissingen und hoffte dabei auf Linderung seiner gesundheitlichen Beschwerden ebenso wie auf ein gewisses „geistiges Stumpfwerden“ zwecks allgemeiner Entspannung. Dabei war er ein so gerngesehener Gast, dass er einmal nach seiner Ankunft klagte, die jubelnde Bevölkerung habe ihn zu „armermüdender Grüßarbeit“ genötigt.

Ganz ohne Arbeit kamen diese Kuraufenthalte ohnehin nicht aus. Solange Bismarck seine Regierungsämter innehatte, erledigte er seine Aufgaben überall dort, wo er sich gerade aufhielt. Der Stadt Bad Kissingen wurde dabei die besondere Ehre zuteil, Namensgeberin eines seiner wichtigsten Dokumente zu werden: Im „Kissinger Diktat“ hielt er 1877 Leitlinien seiner künftigen Außenpolitik fest.

Weiterlesen

Wie ist zu erklären, dass sogar noch in den Anfangsjahren der Berliner Republik in den Reden in- wie ausländischer Politiker ein Nachhall der Politik des ersten Reichskanzlers zu vernehmen war? „Ein Grund für das anhaltende Interesse an Bismarck dürfte daran liegen, dass er eine außergewöhnliche, vielleicht einzigartige Verbindung von Staatsdenker und Staatslenker war“ (7), schreiben Prof. Dr. Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung, und Dr. Ulf Morgenstern, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung, im Vorwort des Sammelbandes Überzeugungen, Wandlungen und Zuschreibungen. Das Staatsverständnis Otto von Bismarcks. Erschienen ist dieser in der renommierten Reihe „Staatsverständnisse“, die Prof. Dr. Rüdiger Vogt seit vielen Jahren mit dem Ziel herausgibt, nicht nur (politische) Philosophen anzusprechen, sondern auch zum allgemeinen Diskurs beizutragen.

Diesem Anspruch folgt dieser thematisch breit aufgestellte Band, der mit einem Beitrag über das Staatsverständnis des jungen Otto von Bismarck beginnt und sogleich das wichtigste Charakteristikum seiner Politikauffassung erkennen lässt: Er bekannte sich zu Pragmatismus und Flexibilität, es gab „[k]ein Festklammern am Alten“ (17), schreibt Hans-Christoph Kraus (Universität Passau). Dass diese Haltung allein einem klaren Ziel dienen sollte, wird in den „Positionsbestimmungen“ im Hauptteil des Bandes deutlich. Ob mit Blick etwa auf „Bismarcks Staatsdenken in europäischen und globalen Bezügen“ (Beitrag von Ulrich Lappenküper), das Verfassungssystem (Beitrag von Martin Otto, Fernuniversität Hagen) oder die Wirtschaft (Beitrag von Michael Epkenhans, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam), stets zielte Bismarck auf „die Stärkung, dann die Sicherung der preußischen und später der preußisch-deutschen Macht“ (143), wie Ewald Frie (Universität Tübingen) in Übereinstimmung mit allen Autoren des Bandes feststellt.

Weiterlesen

Veranstaltungen

Otto von Bismarck reiste als neuer preußischer Gesandter im April 1859 nicht unvorbereitet an den Hof des Zaren in St. Petersburg. Autodidaktisch hatte er sich bereits der russischen Sprache genähert und die kyrillische Schrift gelernt. Bald nach seiner Ankunft begann er bei dem Jura-Studenten Wassili Alexejew Sprachunterricht zu nehmen, mit einem eindeutigen Motiv: Er habe sich entschlossen, „allmählich die Dolmetscher, die Alles hören und sehen, was man thut, loszuwerden“.

Prof. Dr. Werner Lehfeldt hat sich intensiv mit Bismarcks Erfahrungen mit und Fortschritten in der russischen Sprache beschäftigt. Auf einen ersten Aufsatz von 2002 zu diesem Thema folgte 2019 ein Buch, in dem er nun auch die Aufzeichnungen auswertete, die Bismarck beim Spracherwerb niedergeschrieben hatte und die im Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung aufbewahrt werden.

Prof. Dr. em. Werner Lehfeldt hat am Seminar für Slavische Philologie der Georg-August-Universität Göttingen gelehrt und ist u. a. zum Dr. h.c. des Vinogradov-Instituts der russischen Sprache an der Russischen Akademie der Wissenschaften zu Moskau ernannt worden.

Veröffentlichungen zum Thema

Werner Lehfeldt
Bismarck und die russische Sprache
Berlin 2019

Wassili Alexejew
Erinnerungen des ehemaligen russischen Sprachlehrers des Fürsten Otto von Bismarck
St. Petersburg, Leipzig 1895


Abbildung: „Rennthier-Schlittenfahrt auf der Newa. Nach der Natur aufgenommen von F. Teichel in St. Petersburg“, erschienen in „Die Gartenlaube“, Leipzig 1862. – In dieser Zeit hatte sich auch Bismarck in der Stadt aufgehalten und war in den winterlichen Wäldern auf die Jagd gegangen.

Führung durch das Bismarck-Museum:

Im Bismarck-Museum, das im „Landhaus Friedrichsruh“ beheimatet ist, werden historische Erinnerungsstücke und persönliche Gebrauchsgegenstände Otto von Bismarcks, Darstellungen bedeutsamer Ereignisse und Personen sowie wichtige Schriftstücke gezeigt. Entlang dieser Ausstellungsstücke lässt sich erzählen, welche historische Bedeutung dem ersten Reichskanzler in der kollektiven Erinnerung der Deutschen zugekommen ist.

Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen, die Teilnahmegebühr versteht sich inklusive des Museumseintritts.

Abbildung: Handschriftliche Korrekturen an den „Gedanken und Erinnerungen“, den Memoiren des ersten Reichskanzlers, © Otto-von-Bismarck-Stiftung.

Öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung um 10 und 14 Uhr:

„Der Mensch kann den Strom der Zeit nicht schaffen und nicht lenken, er kann nur darauf hinfahren und steuern“, erklärte Otto von Bismarck 1895 in einer Ansprache vor Studenten. Wie er dieses Politikverständnis angesichts der großen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche des 19. Jahrhunderts umsetzte, steht bei diesen beiden Führungen im Mittelpunkt.

Foto: Blick in die Dauerausstellung, © Otto-von-Bismarck-Stiftung

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung:

Die politische Biografie Otto von Bismarcks ist eng mit den politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts verwoben. Die politischen Erfolge des ersten Reichskanzlers können ebenso wie seine Misserfolge daher nur in ihrem historischen Kontext verstanden werden. Die Führung durch die Dauerausstellung bietet Einblicke in diese Zusammenhänge.

Abbildung: Historische Postkarte aus dem Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung

Diese Veranstaltung muss leider entfallen.