Kapitol der Vereinigten Staaten von Amerika (Capitol of the United States at Washington), Fotografie, USA, um 1906, Abzug auf Papier, Pappe, Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/088

Die Fotografie zeigt die Ostseite des Kapitols der Vereinigten Staaten von Amerika in Washington, D.C., den Sitz des US-Kongresses. Dieser setzt sich aus dem Senat (Senate) und dem Repräsentantenhaus (House of Representatives) zusammen. Das im klassizistischen Stil gehaltene Parlamentsgebäude steht auf dem Capitol Hill, wobei sich der Haupteingang auf der Westseite befindet.

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Otto von Bismarck pflegte zu einigen ihm unliebsamen Reichstagsabgeordneten ein verbal robustes Verhältnis und schreckte auch nicht davor zurück, sie zu diskreditieren. Nicht immer waren seine Machtspiele erfolgreich. So unterlag sein Sohn Herbert 1878 ausgerechnet im heimatlichen Wahlkreis Lauenburg dem liberalen Gegenkandidaten. Es lief also nicht immer alles nach den Vorstellungen des ersten Reichskanzlers, der dennoch – ohne alle Folgen vorhergesehen zu haben – die Entwicklung des deutschen Parlamentarismus im 19. Jahrhundert entscheidend vorantrieb. Bismarck hatte das allgemeine, gleiche Männerwahlrecht auf Reichsebene durchgesetzt, dass das Parlament – den Reichstag – zu einem wichtigen Ort der Politik werden ließ.

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Für die Grußworte und das Podiumsgespräch hatten wir in den Gutspark Schönhausen eingeladen. Fotos: Otto-von-Bismarck-Stiftung / Jürgen Hollweg

Der historische Speicher hat sein Debüt als Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude gegeben: Am 7. Juni haben wir am zukünftigen Standort des Bismarck-Museums in Schönhausen/Elbe unsere Sonderausstellung „Volkes Stimme! Parlamentarismus und demokratische Kultur im Deutschen Kaiserreich“ eröffnet. Mit uns haben knapp 90 Gäste die Einweihung gefeiert.

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Parlamentspalast (Palacio de las Cortes), Fotografie, Spanien, um 1910, Abzug auf Papier (Reproduktion), Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/087

Das Parlament des Königreichs Spanien (Cortes Generales) setzt sich bis heute aus zwei Kammern zusammen: dem Abgeordnetenkongress (Congreso de los Diputados) als Unterhaus und dem Senat (Senado de España) als Oberhaus. Während sich der Sitz des Senats (Palacio del Senado) an der Plaza de la Marina Española in Madrid befindet, tagt das Abgeordnetenhaus im Palacio de las Cortes.

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Macht ist eine menschliche Konstante und ohne Machtverhältnisse findet keine Gesellschaft zusammen, lautet in diesem Vortrag die Grundannahme von Prof. Dr. Jörg Baberowski, Lehrstuhlinhaber für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Verwandelt sich die Macht in Herrschaft, kann sich ein Staatswesen konstituieren. Sind die staatlichen Institutionen stark, verzichtet der Staat weitestgehend auf Zwangsmaßnahmen gegenüber seinen Bürgern; ist er schwach, bleibt er auf die Anwendung von Gewalt angewiesen.

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Parlamentsgebäude, Athen, Fotografie, Griechenland, 1912, Abzug auf Papier, Otto-von-Bismarck-Stiftung (Reproduktion), Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/092

Das Alte Parlament (Παλαιά Βουλή) an der historischen Athener Straße Odós Stadíou (Οδός Σταδíου) mit seinem von vier ionischen Säulen getragenen Portikus blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. So wurde vor dessen Stufen am 13. Juni 1905 der griechische Ministerpräsident Theodoros Deligiannis (1820 – 1905) ermordet, und am 25. März 1924 wurde dort die Zweite Hellenische Republik proklamiert. Heute ein Museum, diente es von 1875 bis 1935 als Parlamentsgebäude für den neugriechischen Staat.

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Landeshaus (Országház), Budapest, von der Donau aus gesehen; Fotografie, Ungarn, vermutlich um 1910, Abzug auf Papier (Reproduktion), Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/086

Die gegenwärtig 199 Abgeordneten der Nationalversammlung (Országgyűlés) tagen im drittgrößten Parlamentsgebäude der Welt. Dieses Landeshaus (Országház) liegt direkt an der Ostseite der Donau. Es ist ein Wahrzeichen der ungarischen Hauptstadt Budapest und das größte Gebäude der Republik Ungarn. Die historische Fotografie zeigt den imposanten Bau mit seiner zentralen Kuppel vom westlichen Donauufer aus. Weiterlesen

Otto von Bismarcks Selbstinszenierung als „ehrlicher Makler“, die Enttäuschung und Wut des russischen Zaren Alexander II. über das Verhandlungsergebnis und ein Fürstentum Bulgarien, das auf Dauer mit wesentlich engeren Grenzen als zunächst angestrebt auskommen musste – der Vertrag, mit dem der Berliner Kongress 1878 beendet wurde, sollte langfristige Folgen im europäischen Machtgefüge entfalten. Aber lassen sich die langen historischen Linien bis in die Gegenwart ziehen?

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft übernommen, die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte den Programmaufruf gestartet und auch wir sind an unseren beiden Standorten in Friedrichsruh und Schönhausen mit jeweils einer Veranstaltung dabei: In diesem Jahr wird der 18. März zum ersten Mal bundesweit als Tag der Demokratiegeschichte ausgerufen.

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