Macht ist eine menschliche Konstante und ohne Machtverhältnisse findet keine Gesellschaft zusammen, lautet in diesem Vortrag die Grundannahme von Prof. Dr. Jörg Baberowski, Lehrstuhlinhaber für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Verwandelt sich die Macht in Herrschaft, kann sich ein Staatswesen konstituieren. Sind die staatlichen Institutionen stark, verzichtet der Staat weitestgehend auf Zwangsmaßnahmen gegenüber seinen Bürgern; ist er schwach, bleibt er auf die Anwendung von Gewalt angewiesen.

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Parlamentsgebäude, Athen, Fotografie, Griechenland, 1912, Abzug auf Papier, Otto-von-Bismarck-Stiftung (Reproduktion), Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/092

Das Alte Parlament (Παλαιά Βουλή) an der historischen Athener Straße Odós Stadíou (Οδός Σταδíου) mit seinem von vier ionischen Säulen getragenen Portikus blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. So wurde vor dessen Stufen am 13. Juni 1905 der griechische Ministerpräsident Theodoros Deligiannis (1820 – 1905) ermordet, und am 25. März 1924 wurde dort die Zweite Hellenische Republik proklamiert. Heute ein Museum, diente es von 1875 bis 1935 als Parlamentsgebäude für den neugriechischen Staat.

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Landeshaus (Országház), Budapest, von der Donau aus gesehen; Fotografie, Ungarn, vermutlich um 1910, Abzug auf Papier (Reproduktion), Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/086

Die gegenwärtig 199 Abgeordneten der Nationalversammlung (Országgyűlés) tagen im drittgrößten Parlamentsgebäude der Welt. Dieses Landeshaus (Országház) liegt direkt an der Ostseite der Donau. Es ist ein Wahrzeichen der ungarischen Hauptstadt Budapest und das größte Gebäude der Republik Ungarn. Die historische Fotografie zeigt den imposanten Bau mit seiner zentralen Kuppel vom westlichen Donauufer aus. Weiterlesen

Otto von Bismarcks Selbstinszenierung als „ehrlicher Makler“, die Enttäuschung und Wut des russischen Zaren Alexander II. über das Verhandlungsergebnis und ein Fürstentum Bulgarien, das auf Dauer mit wesentlich engeren Grenzen als zunächst angestrebt auskommen musste – der Vertrag, mit dem der Berliner Kongress 1878 beendet wurde, sollte langfristige Folgen im europäischen Machtgefüge entfalten. Aber lassen sich die langen historischen Linien bis in die Gegenwart ziehen?

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft übernommen, die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte den Programmaufruf gestartet und auch wir sind an unseren beiden Standorten in Friedrichsruh und Schönhausen mit jeweils einer Veranstaltung dabei: In diesem Jahr wird der 18. März zum ersten Mal bundesweit als Tag der Demokratiegeschichte ausgerufen.

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Parlamentsgebäude (House of Parliament, Ottawa), Fotografie, Kanada, um 1914, Abzug auf Papier (Reproduktion), Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/089

1858 bestimmte Königin Victoria (1819 – 1901) Ottawa zur zukünftigen Hauptstadt der britischen Provinz Kanada, 1865 wurde diese Festlegung formell vollzogen. Im folgenden Jahr begann auf dem Barracks Hill (nun: Parliament Hill) der Bau der Parlaments- und Regierungsgebäude.

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Von 1815 bis 1866 trafen in Frankfurt am Main wie in keiner anderen Stadt deutsche und europäische Diplomaten aufeinander. Sie waren bei der Bundesversammlung, dem ständig tagenden Gesandtenkongress des Deutschen Bundes, akkreditiert, wohnten oftmals nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und feierten zusammen auf Bällen. Unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Luisa Götz erläutert in ihrem Vortrag zunächst die außenpolitische Bedeutung des Deutschen Bundes und die Zusammensetzung der Bundesversammlung. Die Nachbarschaften der Diplomaten werden dann auf historischen Stadtplänen veranschaulicht. Deutlich wird, dass insbesondere kleine Fürstentümer, die sich keine eigenen Gesandten in anderen Ländern leisten konnten, von dieser räumlichen Nähe politisch profitierten.

Startbild unter Verwendung von: „Ansicht des Römerbergs, um 1840“, in: Historische Ortsansichten, Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

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Stephan Weinholz, Hans-Jürgen Otto, Silke Weerts, Dr. Pauline Puppel, Georg Motschmann und Friederike Teetz mit unserem Geschäftsführer Dr. Ulf Morgenstern (v.l.n.r.)

Der Verein zur Förderung der Otto-von-Bismarck-Stiftung e. V. ist gestern zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung zusammengekommen. Es wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt, wobei die Vorsitzende Dr. Pauline Puppel im Amt bestätigt wurde.

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Kapitol des Staates Alabama (State Capitol at Montgomery, Alabama), Fotografie, USA, um 1903, Abzug auf Papier (Reproduktion), Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/091

Das Alabama State Capitol (auch First Confederate Capitol) wurde von 1849 bis 1851 auf den Grundmauern des zuvor abgebrannten Vorgängerbaus auf dem Capitol Hill (auch Goat Hill, Ziegenhügel) errichtet. Der Entwurf im Stil des Neoklassizismus stammt von dem Architekten Barachias Holt (1815 – 1888).

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