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Das besondere Exponat

Objekt: Grenzkolorierter Stahlstich, gestochen von W. Kratz und F. Kern (Terrain), nach Heinrich Johann Samuel Kiepert und Adolf Gräf (Kartographen), Geographisches Institut Weimar, Deutschland, um 1870 – Maße (Blatt): Höhe: 56 cm, Breite: 70,7 cm Material: Papier – Herkunft: Leihgabe aus Privatbesitz

2020/21 jähren sich zum 150. Mal der Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges im Sommer 1870 sowie die Gründung des Deutschen Kaiserreichs zu Beginn des Jahres 1871. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung nimmt diese Ereignisse zum Anlass, mit diversen Veranstaltungen und Bildungsangeboten an die Errichtung des kleindeutschen Nationalstaates zu erinnern. Hierzu gehört auch die Präsentation von Exponaten mit Bezug zum Deutsch-Französischen Krieg und zur Reichsgründung unter der Rubrik „Das besondere Exponat“. Die an dieser Stelle in loser Abfolge vorgestellten Objekte bieten einen Überblick über zentrale Ereignisse des Konfliktes zwischen Frankreich und Preußen-Deutschland, während dessen Verlauf sich das Deutsche Kaiserreich als von vielen Deutschen langersehnter kleindeutscher Nationalstaat konstituierte.

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Solinger Bürger schenkten Otto von Bismarck diesen aufwendig bearbeiteten Offizierspallasch.

Neben den imposanten Stulpenstiefeln und dem namensgebenden Schutzpanzer darf natürlich auch der Pallasch als charakteristische Waffe der Kürassiere in dieser kleinen Kleider- und Ausrüstungs-Trilogie nicht fehlen. Bevor aber einer der beiden Ehrenpallasche, die in derselben Vitrine wie sein Körperpanzer hängen – Otto von Bismarck hatte selbstverständlich nicht nur einen zu seiner Ausrüstung gehörenden Offizierspallasch, sondern mehrere Waffen dieser Art – genauer betrachtet werden soll, wird die Traditionswaffe der schweren Kavallerie vorgestellt.

Der Begriff Pallasch stammt aus dem türkisch-ungarischen Raum, dessen Bedeutung der Duden mit „schwerer (Korb-)Säbel“ angibt. Verwandt ist die Waffe sowohl mit Säbel als auch Degen, wobei auf eine genaue Auflistung der Unterschiede bzw. Darstellung der Entwicklung des Pallaschs verzichtet werden soll.

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Deutschland, 1922, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert Ernst Wichert (1885 – 1953), auf dem Keilrahmen betitelt „Geburtsort Bismarcks“, 78 x 98 cm (mit Rahmen), Dauerleihgabe Christian Thielemann, Berlin.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung wird immer wieder mit Schenkungen oder Dauerleihgaben von Kunstwerken und Büchern bedacht, die inhaltlich einen Bezug zum ersten Reichskanzler aufweisen. Die jüngste Dauerleihgabe, die Friedrichsruh erreichte, ist ein Gemälde, das einen Blick auf Schönhausen bietet.

Das 1922 entstandene Bild zeigt das zwischen 1695 und 1700 durch August II. von Bismarck (1666 – 1732) auf den Grundmauern eines 1642 abgebrannten Vorgängerbaus errichtete Geburtshaus des späteren Reichskanzlers Otto von Bismarck in Schönhausen/Elbe in der Altmark. Das Gebäude wurde 1958 auf Anordnung der SED gesprengt. Der Blick des Betrachters geht vom Rand des Schlossparks aus auf das Hauptgebäude des Schlosses, vorbei an einem von mehreren im Park aufgestellten Geschützen mit französischen Bronzerohren aus dem 18. Jahrhundert.

An das Hauptgebäude schließt sich links ein Seitenflügel an, der die Sprengung von 1958 überstanden hat und in dem sich seit 1998 ein Bismarck-Museum befindet. Es wird von der Gemeinde Schönhausen unterhalten und im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit der Gemeinde sowie dem Land Sachsen-Anhalt von der Otto-von-Bismarck-Stiftung wissenschaftlich betreut.

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