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Bei Stephen King musste man in einem 1991 verfilmten Horror-Klassiker vor Wiedergängern schlottern. Im nächtlichen Sachsenwald sind sie dagegen gelegentlich sogar sehr willkommen. Zumindest wenn sie in Gestalt unseres langjährigen Museumspädagogen Dr. Andreas von Seggern erscheinen.

Der nach Oldenburg ans Stadtmuseum gewechselte ehemalige gute Geist des Hauses war mit einem Vortrag zu Gast.

Mit Ironie und Witz entführte er die zahlreichen Gäste in die Geschichte eines Bundestaats des Deutschen Reiches: „Bismarck und Oldenburg“ war dabei natürlich eines der Leib- und Magenthemen des Redners, dem er mit etlichen einprägsamen Abbildungen und Bonmots amüsante Facetten über seine niderdeutschen Landsleute und deren Verhältnis zum preußischen Politiker Bismarck entlockte.

Im Anschluss wurde noch lange angeregt über das Gehörte diskutiert und bei Wasser und Wein über Erlebnisse aus der Ära „von Seggern und Friedrichsruh“ nachgesonnen.

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Freitag, den 05. August 2016 um 11:56 Uhr

Die Klimageschichte könnte weiterhelfen bei der Frage, ob der Erfinder einer Massage gegen Sommersprossen im Veröffentlichungsjahr seiner Werbe-Anzeige (1898) ein gutes Geschäft gemacht hat oder nicht. Im Sommer 2016 hätte er seine fragwürdigen Dienste nur selten anbieten können, denn bisher sind die Sommersprossen herauskitzelnden Strahlen selten gewesen – zumindest hier im Norden.

Wenn Sie vermuten, dass Nachrichten wie diese ein eindeutiger Indikator für das jährliche Sommerloch sind, liegen Sie völlig richtig. Bevor wir noch mehr Ephemeres aus dem Bildbestand unserer Sammlungen heraussuchen, verabschieden wir uns lieber in einen hoffentlich sonnigen August. Aber nur virtuell: Die Standorte der Stiftung bleiben natürlich weiter geöffnet! Zum Beispiel mit einer Sonderausstellung über „Li Hongzschang – ein Bismarck des Fernen Ostens?“ in Friedrichsruh.

Auf dem Sprung in die Sommerpause muss es nach langer Zeit einfach mal wieder raus: Ein großes Lob an unsere studentischen Hilfskräfte! Von der Museumsaufsicht, über die Besucherführung und die Tagungsbegleitung bis zur handfesten Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit: alles würde länger dauern und wäre mühsamer, wenn sich nicht fast täglich fleißige Helfer aus der Stadt aufmachen würden in den Wald, um dem „Kernteam“ der Bismarck-Stiftung unter die Arme zu greifen.

Da sich die Kommilitonen aber nur selten sehen, weil ihre Arbeitszeiten im Tagesgeschäft über die Wochentage verteilt sind, gibt es selten Gelegenheiten für ein gemeinsames Bild. Aufgenommen an einem der bisher noch raren Hochsommertage hier im Norden zeigt das Foto neben zwei schon etwas länger exmatrikulierten Historikern (v.l.n.r) die aufstrebenden Rayk Unger, Sedef Karakan, die Chefeinteilerin der Studis Gaby Wurl, Tobias Köhler (von der Stud. HK zu Wiss. HK aufgestiegen), Dorothee Cordes und Katharina Reissmann.

Ihnen und dem hier nicht abgebildeten Hannes Mühlbock herzlichen Dank für Ihren Einsatz in Friedrichrsuh und einen schönen und hoffentlich erholsamen Sommer!

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 18. Juli 2016 um 15:11 Uhr

… wie wenig verschlafen Friedrichsruh und der Sachsenwald sind, im Gegenteil, wie sehr man unter den rauschenden Buchenkronen jeweils zeitgenössisch à jour ist, dass wussten die Zeitgenossen Bismarcks in ihrer uns fernen Gegenwart ebenso wie die Kolonialrevisionisten der Zwischenkriegszeit oder die Terroristen der RAF, die hier Waffen und Geld versteckten.

Da ist uns eine der neuesten Entwicklungen lieber: Pokémon Go ist da, hier im Wald, live und in Farbe. Wenn man denn den virtuellen Monstern etwas abgewinnen kann und sie überhaupt sieht. Wer das tut, kann hier auf ungefährlichere Art und Weise auf die Jagd gehen als in der Stadt, wo man mit stierem Blick auf das Smartphone leicht mal unter die Räder kommen oder sogar erschossen werden kann.

Hier läuft man höchstens gegen einen Baum. Zumindest so lange wie, der elektronische Zeitvertreib aus Japan „in“ und „hip“ und nicht selbst schon wieder Zeitgeschichte ist. Dann sind wir gespannt auf den nächsten in Echtzeit hier eintreffenden Wahnsinn kommender Gegenwarten.

…heißt ein berühmtes Buch Friedrich Nietzsches. Im Alltag geht dieses schöne Schlagwort oft verschütt unter Anträgen, Fristen, Formularen, Sitzungen und sonstigen Pflichtterminen und Widrigkeiten des Forscherlebens.

Dass es auch mal anders gehen kann und zwar sogar unter der Woche, bewiesen gestern 12 neugierige Wissenschaftler aus dem Team Jürgen Zimmerers vom Historischen Seminar der Universität Hamburg. Die Doktoranden und Post-Docs seines Lehrstuhls und der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung“ hatten sich trotz besten norddeutschen Regenwetters auf Erkundungsreise in den Sachsenwald gemacht.

Nachdem Friedrichsruh ausgiebig besichtigt und als Erinnerungsort kontextualisiert war, ging es bei sommerlichen 15 Grad an den Grill und an die Kaltgetränke. „Fröliche Wissenschaft“ eben!

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 27. Juni 2016 um 09:35 Uhr

Man glaubt es kaum, aber der Wettergott hatte ein Einsehen und verschonte uns vor den momentan üblichen Regengüssen. So kam ausgelassene Stimmung auf beim diesjährigen Sommerfest der Bismarck-Stiftung. Zahlreiche Gäste strömten am 26. Juni in den Sachsenwald, um mit den Mitarbeitern der Stiftung, Vertretern der Gremien und dem Förderverein zu feiern.

Außer unseren „Standards“ (Live-Musik, Kinderprogramm, Bücher-Flohmarkt, Kuchenbüffet, Grillwürstchen und mehr) gab es diesmal zwei besondere Programm-Punkte: 1. Die Vernissage einer Sonderausstellung „Li Hongzhang – ein Bismarck des Fernen Ostens. Das Reich der Mitte und Deutschlands Hinwendung nach Ostasien 1860-1914“ und 2. – auch das glaubt man kaum – die Erinnerung an die Gründung der Otto-von-Bismarck-Stiftung vor 20 Jahren. Eine Diashow und eine Pressesammlung zeigten die vielfältigen Aktivitäten der Stiftung seit 1996.

Allen fleißigen Helfern und Unterstützern vor und hinter den Kulissen sei für die ausgezeichnete Arbeit der vergangenen beiden Jahrzehnte gedankt – heute natürlich ganz besonders im Zusammenhang mit der spannenden neuen Sonderausstellung im Bismarck-Museum und dem rundum gelungenen Sommerfest im und vor dem historischen Bahnhofsgebäude. Auf die nächsten 20 (Jahre – Feste – Ausstellungen)!

Geschrieben von Dr. Maik Ohnezeit am Mittwoch, den 15. Juni 2016 um 11:13 Uhr

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung feiert am Sonntag, den 26. Juni 2016 ihr 20jähriges Bestehen und lädt ein zum Sommerfest nach Friedrichsruh!

Der Festtag beginnt um 11.00 Uhr mit einem Festvortrag zur Eröffnung der Sonderausstellung „Li Hongzhang – ein Bismarck des Fernen Ostens? Das Reich der Mitte und Deutschlands Hinwendung nach Ostasien 1860 – 1914“.

 

 

 

 

 

Nach der Ausstellungseröffnung erwarten folgende Attraktionen unsere (kleinen und großen) Gäste:

– Schreiben mit Feder und Tinte

– Glücksrad

– Buttons selbst gestalten

– Melli’s Kinderschminken

– Suchspiel durch die Dauerausstellung für Kinder

– Bücherflohmarkt

Ab 15.00 Uhr beschallt die Band „RundFunk“ aus Reinbek mit ihrem „Funky Sound“ den Sachsenwald – zumindest einen kleinen Teil davon!

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: Es gibt Kaffee und Kuchen, Kaltgetränke und Würstchen vom Grill.

Das Team der Otto-von-Bismarck-Stiftung lädt hiermit herzlich zu einem Besuch im historischen Bahnhof von Friedrichsruh ein und freut sich schon jetzt über regen Zuspruch!

Geschrieben von Dr. Maik Ohnezeit am Montag, den 13. Juni 2016 um 13:03 Uhr

Im Juni 2016 jährt sich zum 120. Mal der Besuch des chinesischen Vizekönigs Li Hongzhang ( 1823 – 1901) im Rahmen einer Europareise bei Otto von Bismarck in Friedrichsruh. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung nimmt dies zum Anlass, mit einer Sonderausstellung im Bismarck-Museum von Friedrichsruh an dieses Ereignis zu erinnern und es in einen größeren historischen Kontext einzuordnen. Die Visite des hochrangigen chinesischen Militärs und Staatsmannes, in Friedrichsruh bietet eine Gelegenheit, dessen Person, sein Wirken, die Situation Chinas um 1900 sowie die deutsche Chinapolitik zwischen 1860 und 1914 zu hinterfragen und einem breiten Publikum vorzustellen. Anhand der präsentierten Objekte beleuchtet die Sonderausstellung Aspekte der preußisch-deutsch-chinesischen Beziehungen im 19. und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung wurde gefördert mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie dem Verein zur Förderung der Otto-von-Bismarck-Stiftung e. V.

Laufzeit: 26. Juni bis 22. Dezember 2016

Bismarck-Museum, Am Museum 2, 21521 Friedrichsruh, Tel.: 04104/96 39 344. Führungen nach Absprache.

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Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Donnerstag, den 02. Juni 2016 um 15:56 Uhr

Passend zum Sommerwetter lädt die phantastische App „Entdeckerrouten“ nun auch zu einem Wander- und Fahrradausflug in den Sachsenwald. Nach anderen Trips in Grüne ist ein Rundgang von Aumühle nach Friedrichsruh gund zurück enau das Rcihtige für alle, die Natur und Kultur verbinden und vor dem Toren der Stadt einmal tief durchatmen wollen. Vier Kilometer sind keine lange Strecke, aber bei zehn verzeichneten Zielorten rechts und links des Wegs vergeht die Zeit schnell.

Also los geht’s: Auf der Homepage der Entdeckerrouten oder in einem App-Store die kostenlose App herunterlade und ab in die Wald. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung ist natürlich dabei und übrigen neun Points of Interest sind nicht weniger spannend!

Geschrieben von Dr. Maik Ohnezeit am Donnerstag, den 12. Mai 2016 um 08:58 Uhr

Am Sonntag, 22. Mai 2016, feiern die Museen in Deutschland den 39. Internationalen Museumstag. Unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ steht in diesem Jahr die Vernetzung der Museen in ihrem (kulturellen) Umfeld im Mittelpunkt. Die Schirmherrschaft hat der Präsident des Bundesrates und Ministerpräsident des Landes Sachsen, Stanislaw Tillich, übernommen. Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai weltweit ausgerufene Tag macht auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam. In Deutschland wird der Internationale Museumstag maßgeblich von den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und in enger Kooperation mit den Museumsorganisationen und Beratungsstellen auf Bundesebene und in den Ländern umgesetzt.

Wie bereits in der Vergangenheit beteiligen sich auch in diesem Jahr wieder die Otto-von-Bismarck-Stiftung und das Bismarck-Museum in Friedrichsruh am Internationalen Museumstag. Um 11.00 Uhr findet eine öffentliche Führung durch das Bismarck-Museum Friedrichsruh statt. Der Rundgang vermittelt anhand einer Vielzahl von originalen Exponaten aus dem Nachlass Otto von Bismarcks einen anschaulichen Überblick über das Leben des ersten Reichskanzlers, sein politisches Wirken sowie sein Nachleben in der kollektiven Erinnerung der Deutschen.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung bietet um 14 Uhr eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im historischen Bahnhofsgebäude Friedrichsruh (Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh) an. Während des rund einstündigen Rundgangs wird ein Überblick über Herkunft, Werdegang, Innen- und Außenpolitik Otto von Bismarcks sowie die wichtigen Ereignisse seiner Zeit vermittelt.

Der Eintritt in die Ausstellungen und die Teilnahme an den o.g. Führungen sind kostenlos!

Um 15.00 Uhr lädt Nikolaj Müller-Wusterwitz schließlich zu einem ca. dreistündigen Rundgang durch Friedrichsruh und seine historischen Orte ein (mit kleiner Pause) – es gilt „Friedrichsruh zu entdecken“. Startpunkt ist das Bismarck-Museum (Am Museum 2, 21521 Friedrichsruh). Die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 Euro.

Weitere Informationen zum Internationalen Museumstag 2016 finden Sie hier.

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