Schlagwortarchiv für: Geschichtspolitik

Die sechste Sektion über die „Erinnerung“ an Reichsgründung und Kaiserreich wird im Historischen Bahnhof (1. Stock) präsentiert. (Foto: Otto-von-Bismarck-Stiftung / Jürgen Hollweg).

Die Sonderausstellung „1870/71. Reichsgründung in Versailles“ veranschaulicht in ihrer sechsten und letzten Sektion die Pfade, auf denen sich die Erinnerung an Reichsgründung und Kaiserreich in den verschiedenen Phasen der deutschen Geschichte seit 1870/71 bewegt. Sichtbar werden Kontinuitäten, Wandel und Brüche in den Erzählungen. Zu erkennen ist auch, wie in Wilhelminismus und Weimarer Republik, während des NS-Regimes und nach 1945 in den beiden deutschen Teilstaaten versucht wurde, die Vergangenheit politisch zu vereinnahmen. Die zum Abschluss präsentierten Objekte und Fotografien zeigen, dass die wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten auch in der Gegenwart anhalten.

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Vor 175 Jahren wurde auf Barrikaden und in der ersten deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche für die Demokratie gekämpft und gestritten. Diesen historischen Marksteinen wird in den beiden Jubiläumsjahren 2023 und 2024 bei zahlreichen Veranstaltungen gedacht. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte in einer Festrede „Märzrevolution und Paulskirche“ als „große und folgenreiche Ereignisse in der deutschen Freiheits- und Demokratiegeschichte“. Prof. Dr. Manfred Hettling (Universität Halle) diskutiert in seinem Vortrag, welche geschichtspolitische Aussage mit einer ausschließlich positiven Deutung der Revolution 1848/49 als Beginn der deutschen Demokratiegeschichte getroffen wird. Welche historischen Fakten geraten damit aus dem Blick?

Abb.: Aufbahrung der Märzgefallenen, Gemälde von Adolph Menzel, 1848 (Kunsthalle Hamburg) – auf der Liste derjenigen, die bei den Barrikadenkämpfen in Berlin den Tod fanden, finden sich namentlich auch elf Frauen.


Ihre Anmeldung nehmen wir gerne ab dem 6. Juni telefonisch unter der Nummer 04104 / 97710 oder per E-Mail an info@bismarck-stiftung.de entgegen.