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In seinem Vortrag über „Denken und Wirken Houston Stewart Chamberlains im deutschen Kaiserreich“ am vergangenen Donnerstag im Historischen Bahnhof Friedrichsruh leuchtete der Historiker Dr. Sven Fritz eine dunkle Seite des Kaiserreichs aus: Chamberlain avancierte 1899 mit seiner Publikation „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“ zu einem einflussreichen Vordenker des modernen, rassisch begründeten Antisemitismus. Dr. Fritz skizzierte Lebenslauf, Weltanschauung und Wirken dieses Publizisten und veranschaulichte damit den Einfluss, den seine Aussagen auf die Öffentlichkeit ausübten.

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Der Hof Ludwigs XV. beim Spiel in Schloss Versailles. Kolorierter Stahlstich von James Baylis Allen, nach Charles Aubry, Großbritannien, 1839, Papier (Otto-von-Bismarck-Stiftung, Inventar-Nr.: ZSg 2733)

Betrug, Diebstahl, Gotteslästerung – die absolutistischen Herrscher Frankreichs verboten das Glücksspiel, drohte es doch ihrer Ansicht nach die soziale Ordnung zu gefährden. Allerdings gab es eine aufsehenerregende gesetzliche Ausnahme: Alle Glücksspiele, die durch die königlichen Verordnungen untersagt waren, wurden am eigenen Hofe ungestraft gespielt.

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Zusam[m]enkunft der National-Versammlung im Ballspielhause zu Versailles den 19. Jun. 1789, Kupferstich von Paul Jakob Laminit (1773 – 1831), Deutschland, 1794, Papier (Otto-von-Bismarck-Stiftung, Inventar-Nr.: ZSg 2738)

In loser Folge stellen wir ausgewählte Darstellungen und Objekte aus dem Katalog der Sonderausstellung „1870/71. Reichsgründung in Versailles“ vor:

Am 5. Mai 1789 erfolgte die Einberufung der Generalstände durch König Ludwig XVI. im Großen Saal des Hôtel des Menus Plaisirs du Roi, einem Verwaltungsgebäude des königlichen Hofes in Versailles. Bei den Generalständen handelte es sich um eine Versammlung von rund 1.200 gewählten Vertretern aus Adel, Geistlichkeit und Bürgertum. Die Generalstände sollten Steuerreformen genehmigen. Stattdessen legten sie dem König einen Katalog mit Wünschen und Beschwerden vor.

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