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Otto von Bismarcks erste Wahlrede, gehalten in Rathenow. Er kandidierte für das neu geschaffene Preußische Abgeordnetenhaus, das im Februar 1849 zum ersten Mal zusammentrat (Zeichnung von Johann Bahr).

Als Ministerpräsident Preußens und Kanzler des Deutschen Reiches ging Otto von Bismarck in die Geschichte ein. Dass seine politische Karriere als Parlamentarier begann, ist weithin in Vergessenheit geraten. Nicht selten stempeln Wissenschaft und Öffentlichkeit ihn gar zum Gegner des Parlamentarismus und halten ihm vor, die Parlamentarisierung des Kaiserreichs blockiert zu haben. Doch die Wahrheit ist, wie so oft im Falle Bismarcks, vielschichtig und ambivalent.

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Friedrichsruh ist bis heute untrennbar mit Otto von Bismarck verbunden. Er hatte 1871 Teile des Sachsenwaldes von Kaiser Wilhelm I. als Dank für seine Verdienste um die Reichsgründung erhalten und sich in dem beschaulichen Ort an der Bahnlinie Hamburg – Berlin niedergelassen. Mit der Ruhe war es dort dann allerdings bald vorbei.

Wir zeigen im letzten Video unserer Reihe „Bismarck und seine Zeit“, dass Friedrichsruh nach dem Zuzug des ersten Reichskanzlers zahlreiche Anhänger anzog – aus einfachen Bevölkerungskreisen bis hin zum Adel. Es reisten außerdem Unternehmer und Politiker an, die aus ganz eigenen Gründen die Nähe Bismarcks suchten.

Viele Exponate im Bismarck-Museum erzählen von diesen zahlreichen Besuchen. Dort vermittelt auch das Arbeitszimmer, das mit originalem Mobiliar ausgestattet ist, einen unmittelbaren Eindruck aus dem Alltag des Staatsmanns.

 

Blick ins Bismarck-Museum und auf das Modell des Panzerkreuzers „Fürst Bismarck“, das 1897 als Geschenk in Friedrichsruh eintraf (Foto: Jürgen Hollweg).

Eine gute Nachricht aus Friedrichsruh: Auch der Eintritt ins Bismarck-Museum ist ab sofort kostenlos. Diese Regelung galt bereits für die Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im Historischen Bahnhof, ab sofort stehen beide Häuser für einen Besuch bei freiem Eintritt offen. Dies gilt auch für die Sonderausstellung „1870/71. Reichsgründung in Versailles“, die noch bis zum 20. Februar zu sehen ist.

Wir haben von Dienstag bis Sonntag (10 – 16 Uhr) geöffnet, bitte beachten Sie die 2G-Regel und tragen Sie in unseren Räumen einen Mund-Nasen-Schutz.