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Blick auf das Bismarck-Museum und die Taufkirche Otto von Bismarcks in Schönhausen. Die auf der Freifläche ausgestellten Kanonen erinnern an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.

In Friedrichsruh ist erfreuliche Post eingetroffen: der neue Kooperationsvertrag, mit dem die nächste Zukunft des Bismarck-Museums in Schönhausen (Elbe) finanziell abgesichert wird. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung kann damit ihre historisch-politische Bildungsarbeit am Geburtsort des ersten Reichskanzlers fortsetzen.

Mit dem Bismarck-Museum in Schönhausen unterhält die Otto-von-Bismarck-Stiftung als einzige Politikergedenkstiftung des Bundes einen Standort in den neuen Ländern. Das Museum befindet sich in einem Seitenflügel des Herrenhauses von Gut Schönhausen, in dem Otto von Bismarck am 1. April 1815 geboren wurde. Die DDR ließ das Haupthaus zwar sprengen, der Seitenflügel aber blieb erhalten und wurde mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt aufwendig saniert und als Museum ausgebaut. Zu besichtigen sind dort vor allem viele der Geschenke, mit denen Bismarck für seinen maßgeblichen Beitrag zur Gründung des deutschen Nationalstaates 1871 gewürdigt wurde. Der überwiegende Teil dieser Exponate besteht aus Leihgaben des Landes, die für das Museum von der Erbengemeinschaft von Bismarck angekauft wurden.

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Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst in seiner Straßburger Zeit

Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst in seiner Straßburger Zeit

Kein anderer deutscher Politiker des 19. und 20. Jahrhunderts war so lange in politischen Ämtern aktiv wie er: Über 50 Jahre diente Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst zunächst als bayerischer Abgeordneter und Ministerpräsident, seit 1871 als Reichstagsabgeordneter, Botschafter in Paris, Staatssekretär des Auswärtigen, Statthalter in Elsass-Lotheringen und schließlich ab 1894 – im Alter von 75 Jahren – als Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. In seinem gestrigen Vortrag im Historischen Bahnhof Friedrichsruh konzentrierte sich Dr. Volker Stalmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien in Berlin, auf diese letzte Station und skizzierte ein ambivalentes Bild dieses erfahrenen Politikers.

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