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Pistole, Metall/Nussbaum; Tatwaffe vom 13. Juli 1874  (© Otto-von-Bismarck-Stiftung / Fotograf: Jürgen Hollweg)

Der Attentäter zielte gut, aber die Kugel verfehlte dennoch den Kopf seines Opfers. Otto von Bismarck hatte gerade die Hand zum Gruß in Richtung einer neugierigen Menschentraube erhoben, die an diesem 13. Juli 1874 in Kissingen vor seiner Unterkunft wartete. Der Reichskanzler wollte sich in einer Kutsche zu den Kuranwendungen bringen lassen, als er sich mit einer freundlichen Geste zufällig selbst das Leben rettete. Der Attentäter Eduard Kullmann – ein katholischer Böttchergeselle, der am nächsten Tag 21 Jahre alt wurde – sah sich rasch von den Anhängern Bismarcks überwältigt und von der Polizei verhaftet.

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Napoleon Bonaparte, aus korsischem Kleinadel stammend, trat mit zehn Jahren als Kadett in die königliche Armee ein. Aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten erhielt er mit 16 Jahren bereits das Patent als Artillerieoffizier. Die Französische Revolution begrüßte er, verurteilte zunächst jedoch die damit verbundenen gewalttätigen Ausschreitungen. Dennoch stellte er sich der neuen Regierung vorbehaltlos zur Verfügung.

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Der Spiegelsaal im Schloss Versailles. Kolorierter Stahlstich von Charles Mottram (1807 – 1876), nach Frederick Mackenzie (1787 – 1854), Großbritannien, 1839, Papier (© Otto-von-Bismarck-Stiftung)

Der 73 Meter lange und knapp 11 Meter breite Spiegelsaal (Galerie des Glaces) im Mittelbau des Schlosses (Corps de Logis) gehört zu den größten und berühmtesten Räumen des Schlosses von Versailles. Er wurde zwischen 1678 und 1686 von Jules Hardouin-Mansart anstelle einer dem Schlosspark zugewandten Terrasse errichtet. Der Saal liegt zwischen dem Salon des Friedens und dem des Krieges und verband die Gemächer des Königs mit denen der Königin. Die drei Säle bilden eine Einheit, ihre künstlerische Ausgestaltung diente der Verherrlichung der militärischen Siege und politischen Erfolge Ludwigs XIV.

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