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Schloss Grand Trianon im Park von Versailles. Kolorierter Stahlstich, George Gladwin, nach Thomas Talbot Bury (1809 – 1877), Großbritannien 1829, Papier (© Otto-von-Bismarck-Stiftung, Inventar-Nr.: ZSg 2739)

Mit dem prachtvollen Ausbau von Schloss Versailles und dessen Erhebung zum Regierungssitz im Jahr 1682 setzte Ludwig XIV. seine Vorstellung vom Absolutismus nicht nur politisch, sondern auch baulich um. Damit schuf er aber auch einen Hofstaat, der einschließlich der Bediensteten etwa 10.000 Menschen umfasste – viel Ruhe war in dem Schloss mit seinen 1300 Zimmern nicht mehr zu erwarten. Also sorgte der Sonnenkönig dafür, dass das Hofzeremoniell nicht sein gesamtes Leben bestimmte, und ließ im Schlosspark eine Maison de Plaisance – ein Lustschloss – bauen, das Grand Trianon.

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Welche Gestaltungspotenziale bot der Föderalismus bei der (Neu-)Gestaltung der staatlichen Ordnung im Deutschland des 19. Jahrhunderts? Auf Einladung der Otto-von-Bismarck-Stiftung lotete Prof. Dr. Dieter Langewiesche (Universität Tübingen) in seinem Vortrag „Das Reich als Föderativnation“ im Historischen Bahnhof Friedrichsruh die historischen Möglichkeiten aus und stellte dabei die Umbrüche von 1815, 1848 und 1866/67 in den Mittelpunkt seiner Analyse.

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Pistole, Metall/Nussbaum; Tatwaffe vom 13. Juli 1874  (© Otto-von-Bismarck-Stiftung / Fotograf: Jürgen Hollweg)

Der Attentäter zielte gut, aber die Kugel verfehlte dennoch den Kopf seines Opfers. Otto von Bismarck hatte gerade die Hand zum Gruß in Richtung einer neugierigen Menschentraube erhoben, die an diesem 13. Juli 1874 in Kissingen vor seiner Unterkunft wartete. Der Reichskanzler wollte sich in einer Kutsche zu den Kuranwendungen bringen lassen, als er sich mit einer freundlichen Geste zufällig selbst das Leben rettete. Der Attentäter Eduard Kullmann – ein katholischer Böttchergeselle, der am nächsten Tag 21 Jahre alt wurde – sah sich rasch von den Anhängern Bismarcks überwältigt und von der Polizei verhaftet.

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