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Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Dienstag, den 01. September 2015 um 07:35 Uhr

Thomas Nipperdeys berühmte Trilogie über die Geschichte Deutschlands im 19. Jahrhundert beginnt mit dem berühmten Satz: “Am Anfang war Napoleon.”[1] Die bibelfesten Leser der 1980er Jahre wussten, anders als manche Proseminaristen heute, woher die lakonische Feststellung entlehnt war. Wenn der Marburger Historiker Eckart Conze seine Geschichte des Auswärtigen Amts mit Bezug auf Otto von Bismarck mit einem ganz ähnlichen Satz beginnt, bezieht er sich, so kann man annehmen, nicht nur auf das Johannes-Evangelium, sondern auch auf Nipperdey. Gleich zweimal nimmt Knut Linsel in einer launigen Rezension Conzes Formulierung “am Anfang stand Bismarck” auf. Wir wollen nicht widersprechen und wünschen gute Unterhaltung, beim Lesen der Besprechung und bei Eckart Conzes Buch.

Achso: Worauf, oder besser worin Bismarck stand, zeigt die Grafik aus der “Bombe”, obere Reihe, Mitte.

[1] Thomas Nipperdey, Deutsche Geschichte 1800-1866. Bürgerwelt und starker Staat, München 1983, S. 11: “I. Der große Umbruch. 1. Das Ende des Reiches. Deutschland unter der Herrschaft Napoleons

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