Einzug der Freischärler unter der Führung von Gustav Struve in Lörrach am 20. April 1848, Gemälde von Friedrich Kaiser (Dreiländermuseum Lörrach)

Fast auf den Tag vor 177 Jahren, am 21. September 1848, rief der Revolutionär Gustav Struwe in Lörrach die erste „Deutsche Republik“ aus. Sie währte nur wenige Tage, aber die Losung „Wohlstand, Bildung und Freiheit für Alle“ hat sich ihre Konsensfähigkeit bewahrt. Lörrach, im äußersten Südwestzipfel der Bundesrepublik gelegen, war vor diesem historischen Hintergrund in der vergangenen Woche der perfekte Ort für die Jahrestagung der AG Orte der Demokratiegeschichte.

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Die Sonderausstellung zeigt in drei Sektionen die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland.

Am Sonntag eröffnen wir im Bismarck-Museum Friedrichsruh die neue Sonderausstellung über „Parlamentarismus und demokratische Kultur im Deutschen Kaiserreich“. Vorangegangen sind Überlegungen und Diskussionen über die Zeitspanne, die abgebildet wird, sowie zu den thematischen Gewichtungen. Ausgangspunkt war die Feststellung, dass es heute als selbstverständlich gilt, dass wir Deutschen auf Bundes-, Landes- und auf kommunaler Ebene in freien Wahlen unsere politischen Repräsentanten bestimmen können. Doch das war nicht immer so: 200 Jahre lang haben Reformer und Revolutionäre für die repräsentative parlamentarische Demokratie gekämpft und sie weiterentwickelt.

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Unser studentischer Mitarbeiter Nick Reinhold führte die Gäste durch die Geschichte des Historischen Bahnhofs Friedrichsruh, dem Sitz unserer Stiftung.

Eine Eisenbahnstrecke weitab des nächsten größeren Ortes und ein repräsentativer Bahnhof mitten im Wald: Am Tag des offenen Denkmals haben wir gemeinsam mit dem Team des Eisenbahnmuseums Lokschuppen Aumühle und unseren Gästen die Geschichte des Historischen Bahnhofs Friedrichsruh und der Bahnverbindung Berlin-Hamburg erkundet.

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„Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ – Unter diesem Motto findet am Sonntag, 14. September, bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. In diesem Jahr haben wir zusammen mit dem Eisenbahnmuseum Lokschuppen Aumühle ein Veranstaltungsprogramm zusammengestellt, mit dem an die wechselvolle Geschichte der Eisenbahnverbindung Berlin-Hamburg und des Bahnhofs in Friedrichsruh erinnert wird. Ein besonderes Augenmerk gilt einem Bahnreisenden, der sehr komfortabel unterwegs war: Reichskanzler Otto von Bismarck.

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Sie gehören zu den „100 Köpfen der Demokratie“ in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs: der Zentrumspolitiker Ludwig Windthorst und die Frauenrechtlerin Hedwig Dohm

200 Jahre deutsche Demokratiegeschichte, in absteigender Chronologie nach den Geburtsdaten wichtiger Persönlichkeiten erzählt: Die gedruckte Ausgabe des Projekts „100 Köpfe der Demokratie“ lädt insbesondere ein junges Publikum ein, in einer langen politischen Entwicklung zurückzublättern.

Der jüngste Eintrag ist der Dichterin und Aktivistin May Ayim (1960 – 1996) gewidmet, der älteste am Ende des Bandes Georg Forster (1754 – 1794), einem wichtigen Ideengeber der Mainzer Republik, die 1792/93 das erste Demokratie-Experiment in Deutschland war. Dazwischen sind 98 weitere Porträts zusammengestellt, die von festen Überzeugungen, streitbaren Ansichten und auch politischen Verirrungen zeugen. Einige der Ideen sind „mit der Gegenwart einer liberalen und repräsentativen Demokratie in Deutschland kaum oder gar nicht vereinbar“, schreibt Herausgeber Dr. Jan Ruhkopf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, im Vorwort. Und so wird sichtbar, dass sich die Vorstellung davon, was eine Demokratie ausmacht, seit ihrer „‚Erfindung‘“ (Ruhkopf) immer wieder verändert.

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Am 23. Mai 1945 durchsuchten britische Soldaten Schloss Glücksburg nach führenden Nationalsozialisten. Bei dieser Gelegenheit stahlen einige von ihnen Schmuck und Uhren von Feodora zu Schaumburg-Lippe und Alexandra von Mecklenburg-Schwerin, die mit ihren Familien im Schloss ihrer Verwandtschaft Zuflucht gesucht hatten. Feodora, eine dänische Prinzessin, und Alexandra, Tante des britischen Königs George VI., protestierten sofort und nutzten in den folgenden Monaten und Jahren ihre engen Beziehungen zum britischen Königshaus, um für diese Plünderung entschädigt zu werden. Kai Wittmacher konnte in London und Glücksburg die Dokumente zu diesem ungewöhnlichen Kriminalfall einsehen. Es zeigte sich, dass neben dem König und dessen Mutter hochrangige Beamte und Minister mit dem Fall befasst waren. Die schließlich geleisteten Entschädigungszahlen sollten zwar weit hinter den Vorstellungen der Geschädigten zurückbleiben, stellten aber dennoch eine Ausnahme dar.

Foto: Kai Wittmacher


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Noch stehen vor dem künftigen Bismarck-Speicher die Baufahrzeuge der Gewerke. Während die Handwerker fleißig letzte Hand an Dielenböden und Treppen anlegen, findet im Rathaus der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land ein erster Festakt statt: Die Gemeinde Schönhausen übergibt unserer Stiftung den historischen Kornspeicher als letztes von drei übereigneten Gebäuden sowie den angrenzenden Park. Symbolisch reicht Bürgermeister Maik Mund den goldenen Schlüssel an unseren Vorstandsvorsitzenden Norbert Brackmann weiter.

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Seine Auffassung von Pazifismus und den Kontrollmechanismen, mit denen der Friede erreicht werden kann, prägen das moderne Völkerrecht und die Vertragswerke der internationalen Institutionen. Walther Schücking (1875 – 1935) selbst ist aber fast in Vergessenheit geraten. Dabei wurde der liberale Ausnahmejurist 1930 als erster und einziger Deutscher Richter am Internationalen Ständigen Gerichtshof in Den Haag.

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Prof. Dr. Walter Mühlhausen diskutierte mit Schülerinnen und Schülern über die Folgen einer verrohten Sprache.

Wie schnell Worte in Gewalt umschlagen können, zeigt ein Blick in die Geschichte der Weimarer Republik: Walther Rathenau, Matthias Erzberger, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Eisner – ihre Schicksale stehen beispielhaft für diese Entwicklung. „Vom Wort zum politischen Mord – Gefährdungen der Demokratie von Weimar“ lautete entsprechend der Titel der Veranstaltung, die wir am 17. Juni 2025 an der Niels-Stensen-Schule in Schwerin angeboten haben.

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Prof. em. Dr. Hans-Werner Hahn hielt den Abendvortrag über „Zensuswahlrecht, allgemeines Männerwahlrecht, Frauenwahlrecht“.

Wahlen bilden einen Grundpfeiler demokratischer Kultur. Ihre historischen Erscheinungsformen standen im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem unser Team am 12. und 13. Juni in Kooperation mit der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e. V. (KGParl) nach Tangermünde und Schönhausen eingeladen hat. Geleitet wurde der Workshop von Dr. Andrea Hopp (Stiftung) und PD Dr. Tobias Kaiser (KGParl).

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