Diese Internetseite verwendet Cookies um den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen.
OK verstanden!DatenschutzWir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Webseite besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Webseite anpassen.
Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Webseite und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.
Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen über unsere Webseite verfügbare Dienste bereitzustellen und einige ihrer Funktionen zu nutzen.
Because these cookies are strictly necessary to deliver the website, refusing them will have impact how our site functions. You always can block or delete cookies by changing your browser settings and force blocking all cookies on this website. But this will always prompt you to accept/refuse cookies when revisiting our site.
Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten, aber um zu vermeiden, Sie immer wieder zu fragen, erlauben Sie uns bitte, ein Cookie dafür zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder sich für andere Cookies anmelden, um eine bessere Erfahrung zu erzielen. Wenn Sie Cookies ablehnen, entfernen wir alle gesetzten Cookies in unserer Domain.
Wir stellen Ihnen eine Liste der auf Ihrem Computer in unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung, damit Sie überprüfen können, was wir gespeichert haben. Aus Sicherheitsgründen können wir keine Cookies von anderen Domains anzeigen oder ändern. Sie können diese in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers überprüfen.
Wir verwenden auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse erfassen, können Sie diese hier sperren. Bitte beachten Sie, dass dies die Funktionalität und das Erscheinungsbild unserer Website erheblich beeinträchtigen kann. Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Seite neu laden.
Google Webfont-Einstellungen:
Google Map-Einstellungen:
Google reCaptcha-Einstellungen:
Einbettung von Vimeo- und Youtube-Videos:

Kleine Videoreihe über Bismarck und sein Hamburger Denkmal
AktuellesFelix Ekberg (l.) interviewte Prof. Dr. Ulrich Lappenküper über den zeitgemäßen Umgang mit dem historischen Bismarck-Denkmal in Hamburg. (Foto: Matthias Fischer)
In der aktuellen Debatte über Deutschlands historische Rolle als Kolonialmacht sind Stimmen laut geworden, die den Sturz der Bismarckdenkmäler und die Umbenennung von Bismarckstraßen fordern. In dieser stark verkürzten und die Geschichte verzerrenden Argumentation dient der erste Reichskanzler als eine Symbolfigur für Rassismus. Diese Zuschreibung wird damit begründet, dass er nach langer Ablehnung schließlich 1882 doch dem deutschen Erwerb von Kolonialbesitz zugestimmt hatte.
In Hamburg konzentriert sich die Diskussion derzeit vor allem auf die von der Hamburgischen Bürgerschaft beschlossene Sanierung des Bismarck-Denkmals im Alten Elbpark. Bleicherhaus e.V., eine Institution der politischen Bildungsarbeit in der Hansestadt, hat nun auf YouTube zu diesem Thema drei Videos hochgeladen, mit denen die gesamte Auseinandersetzung auf eine breiter fundierte Basis gestellt wird. Nach einer kurzen Einleitung im ersten Video „Bismarck: Vater der deutschen Nation oder konservativer Sozialistenfeind?“ vermittelt zunächst Ulrich Hentschel einen Überblick über die Politik des ersten Reichskanzlers, wobei insbesondere die Bezüge zu Hamburg betont werden. Bismarck wird als „Doppelstratege“ vorgestellt, für den die Sozialistengesetze und die Sozialgesetzgebung keinen Widerspruch bedeuteten. Hentschel erinnert unter anderem auch an die bedeutende Rolle Hamburger Kaufleute, allen voran von Adolph Woermann, die den Kolonialerwerb vorantrieben und dafür beim ersten Reichskanzler massiv lobbyierten.
Weiterlesen
Die Janusköpfigkeit der Moderne: Zum 100. Todestag von Max Weber
AktuellesMax Weber (mit Hut) auf einer Tagung in Burg Lauenstein, Thüringen, im Jahr 1917: Dort traf er einige linke Künstler und Intellektuelle, die mitten im Ersten Weltkrieg für den Pazifismus eintraten, unter ihnen der Dichter Ernst Toller (im Hintergrund). © Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz / DGDB
Vor einhundert Jahren, am 14. Juni 1920, starb der Gründervater der deutschen Soziologie Max Weber. Noch heute zählen seine Kernthesen zum unverzichtbaren Vokabular nicht nur wissenschaftlicher Debatten, sondern auch der politischen Auseinandersetzung. „Leidenschaft und Augenmaß“, „charismatische Herrschaft“, Politik als „Bohren harter Bretter“, „Werturteilsfreiheit“ oder „Gesinnungs-“ und „Verantwortungsethik“. Wer kennt sie nicht, die Schlüsselbegriffe des Weberschen Denkens.
Geboren am 21. April 1864 in Erfurt, hatte der Sohn eines Juristen zunächst wie sein Vater Rechtswissenschaften studiert, dann aber nach der Habilitation mit nur dreißig Jahren einen Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität Freiburg angenommen. 1896 wechselte Weber an die Universität Heidelberg, musste seine akademische Tätigkeit jedoch zwei Jahre später wegen seines exzessiven Arbeits- und Lebensstils aufgeben. Dank des familiären Vermögens lebte Weber fortan als Privatgelehrter und verbrachte mehrere Jahre in Nervenkliniken. Erst im Mai 1919 fühlte er sich dazu imstande, den ihm nun angetragenen Lehrstuhl für Gesellschaftswissenschaften an der Universität München anzunehmen.
Äußerst kritisch stand Weber der Politik des Eisernen Kanzlers Otto von Bismarck gegenüber – und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen warf er ihm eine „cäsarische Herrschaft“ vor, die das Aufkommen politischer Führernaturen im Keim erstickt und das Parlament zur Bedeutungslosigkeit verdammt habe. Bismarck, so heißt es in Webers 1918 erschienenem Werk „Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland“, habe eine Nation hinterlassen „ohne alle und jede politische Erziehung, […] eine Nation ohne allen und jeden politischen Willen, […] eine Nation, daran gewöhnt, unter der Firma der ‚monarchischen Regierung‘ fatalistisch über sich ergehen zu lassen, was man über sie beschloß“.1 Weber dagegen wünschte sich eine Führerdemokratie nach englischem Vorbild, eine „lebende Maschine, welche die bureaukratische Organisation mit ihrer Spezialisierung der geschulten Facharbeit, ihrer Abgrenzung der Kompetenzen, ihren Reglements und hierarchisch abgestuften Gehorsamsverhältnissen darstellt“.2
Weiterlesen
Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 (III): „Isabella II., Königin von Spanien”
Aktuelles, Das besondere ExponatKolorierte Lithografie, Spanien, 1867 – Maße: 31,3 cm x 20,4 cm, Material: Papier – Herkunft: Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh, Inventar-Nr.: ZSg 2396
Das Königreich Spanien war im 19. Jahrhundert nur noch eine europäische Macht zweiten Ranges. Der politische, ökonomische und kulturelle Niedergang der einstigen Weltmacht samt der Erstarrung der sozialen Verhältnisse hatte bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eingesetzt. Dennoch strahlte die altehrwürdige spanische Krone auch zweihundert Jahre später noch immer etwas von dem einstigen Glanz aus.
Seit 1833 herrschte Isabella II. aus dem Haus der Bourbonen als Königin über Spanien. Am 10. Oktober 1830 in Madrid geboren, bestieg sie bereits als dreijähriges Kind den Thron. 1843 wurde die junge Monarchin vom Parlament, den Cortes, für mündig erklärt; sie stand aber unter dem Einfluss von Personen aus Adel, Klerus, Militär und Politik. Insgesamt war die Regierungszeit Isabellas II. von politischen und sozialen Spannungen gekennzeichnet. So wechselten zwischen 1834 und 1868 insgesamt 55 weitgehend autoritär regierende Kabinette einander ab. Forderungen der Opposition nach einer liberalen Verfassung wurden seitens der Regierung bekämpft. 1868 griff diese sogar zu diktatorischen Mitteln, um die Widersacher zur Räson zu bringen. Durch die chronische Staatsverschuldung wurden die politischen und wirtschaftlichen Probleme des Landes noch verschärft. Zunehmend richtete sich die Kritik an der Regierung auch gegen die trotz ihres ausschweifenden Lebenswandels nicht unpopuläre Königin. Dies führte zu einer schleichenden Delegitimierung der Bourbonendynastie.
Weiterlesen