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Einmal im Arbeitszimmer auf Bismarcks Schreibtischstuhl Platz nehmen – was beim persönlichen Besuch im Bismarck-Museum in Friedrichsruh nicht erlaubt ist, lässt sich nun virtuell mit wenigen Mausklicks erleben. Diese Möglichkeit hat der Fotograf Stefan Dendorfer geschaffen, der die Ausstellungsräume mit einem guten Blick für Details scannte und die Aufnahmen zu einem virtuellen Rundgang verarbeitete. Anschließend haben wir zahlreiche Info-Punkte eingefügt, die zusätzliche Erläuterungen zu Leben und Politik des ersten Reichskanzlers und zu ausgewählten Exponaten bieten. So ist zu erfahren, dass das Gemälde „Die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches (18. Januar 1871)“ die dritte von vier Fassungen des Malers Anton von Werner ist, die Mitrailleuse eine für Frankreich im Krieg 1870 eher untaugliche Kriegswaffe war und der Elfenbeinzahn Heldenfiguren der chinesischen Geschichte zeigt.

Das sogenannte Dollhouse bietet einen Blick auf alle Räume, die virtuell erkundet werden können. Für die Aufnahmen nutzte Stefan Dendorfer eine spezielle 360-Grad-Kamera, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkte.

Dieser virtuelle Rundgang lässt sich nicht nur vom heimischen Computer aus erkunden. Er kann auch direkt im Museum mit dem Smartphone aufgerufen werden, wir stellen das kostenlose #SH_WLAN zur Verfügung. Die Info-Punkte sind dann ein Angebot, um sich auch ohne Führung intensiver mit einigen Objekten zu beschäftigten – so sind beispielsweise im Arbeitszimmer auch ein Reiseschreibtisch und ein Briefbeschwerer zu entdecken, die ihre jeweils eigene Geschichte haben.

Damit sind nun beide Häuser in Friedrichsruh auch virtuell geöffnet. Ermöglicht wurde dieses doppelte Angebot durch Fördermittel, die wir im Rahmen des Programms „Neustart Kultur“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erhalten haben.

Entdecken Sie auch unsere Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im Historischen Bahnhof Friedrichsruh.