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Bismarck und die Euro-Krise

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Mittwoch, den 23. November 2011 um 10:31 Uhr

Anläßlich der Präsentation des Editionsbandes von Otto von Bismarcks "Gedanken und Erinnerungen" entwickelt Sven Felix Kellerhoff in Anlehnung an den Festredner der Veranstaltung, den Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert, eine erfrischende Sicht auf Bismarcks wahrscheinliches handling der gegenwärtigen Euro-Krise. Ob die griechischen und italienischen Leser der Welt dem uneingeschränkt zustimmen, ist zwar fraglich. Zu Bismarcks ambivalentem Verhältnis zu den seinerzeitigen Mittelmeer-Königreichen passen Kellerhoffs robuste Mutmaßungen allemal.

Bismarck hat bekanntlich eine aktive Pressepolitik betrieben, die sein innen- wie außenpolitisches Agieren manchmal mehr als flankierend begleitet hat. Schon seit Eberhard Neujoks gründlicher Studie (1968) über dieses Problem im Zusammenhang mit der Reichsgründung wissen wir, wie wichtig Lancierungen, Hintergrundgespräche und Informationszuteilungen waren. Für den heutigen politischen Betrieb sind solche Aussagen banal: der in dieser Woche stattfindende Bundespresseball ist die Event-gewordene Bestätigung dieser These.

Wie verhielt es sich aber im 19. Jahrhundert mit den Zeitungsinhalten insgesamt? Und wie war das auf dem Feld der scheinbar politikfernen Zeitschriften, besonders der Kulturzeitschriften? Welche durchaus auf tagesaktuelle Entwicklungen bezugnehmenden historischen Inhalte schafften es in die Zeitschriften? Welche Geschichtsbilder wurden damit transportiert, von wem und mit welchen Absichten? Wie unterschieden sich diese historischen Inhalte diachron durchs 19. Jahrhundert und synchron durch die europäischen Lese- und Verlagslandschaften? Dieses hochspannende Feld verspricht ein Siegener Projekt auszuleuchten, in dessen Rahmen auch Promotionsstipendien ausgelobt sind. Die sich in den letzten Jahren einer wachsenden Beachtung erfreuende Mediengeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist um einen vielversprechenden Ansatz reicher, auf die Ergebnisse darf nicht nur die Fachwissenschaft gespannt sein.

"Weiser Kaiser"? Vortrag über den Mythos Friedrichs III.

Geschrieben von Conwebia am Dienstag, den 22. November 2011 um 07:17 Uhr

Das Jahr 1888 ist auch als "Dreikaiserjahr" im kollektiven Gedächtnis des Deutschen Kaiserreiches verankert. Nachdem der greise Kaiser Wilhelm I. im Alter von 90 Jahren starb, folgte sein ältester, bereits an fortgeschrittenem Kehlkopfkrebs erkrankter Sohn Friedrich Wilhelm als Friedrich III. auf dem Thron. Verheiratet mit der ältesten Tochter der englischen Queen Victoria, verbanden sich mit ihm vielfältige liberale Hoffnungen, die sein früher Tod nach nur 99 Regierungstagen rasch zunichte machte. Es folgte - mit den bekannten und bis heute diskutierten Folgen - der erst 29jährige Wilhelm II. In der wissenschaftlichen Forschung und in weiten Teilen der interessierten Öffentlichkeit hielt sich das Bild Friedrichs III. als "weisem Kaiser" hartnäckig; neuere Untersuchungen setzen hinter die populären Vorstellungen jedoch ein Fragezeichen.

Über diesen Mythos vom liberalen "Volkskaiser" spricht am Donnerstag, den 24.11.2011, um 19.30 Uhr, der an der englischen University of St. Andrews lehrende Dr. Frank-Lorenz Müller, in der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh. Nicht zuletzt durch sein jüngst in England erschienenes Werk "Our Fritz" über den Kaiser Friedrich III. und die politische Kultur im kaiserzeitlichen Deutschland gilt Müller als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie gewohnt frei!

 

Führung durch das Bismarck-Museum

Geschrieben von Conwebia am Freitag, den 18. November 2011 um 10:18 Uhr

Zu einer öffentlichen Führung durch das Bismarck-Museum in Friedrichsruh lädt die Stiftung alle Geschichtsinteressierten am Sonntag, den 20.11.2011, um 15 Uhr, ein. Durch die facettenreiche Sammlung, die sich bis heute in Familienbesitz befindet, seit 2009 jedoch von der Stiftung betreut wird, führt Nikolaj Müller-Wusterwitz, einer der besten Kenner der Orts- und Museumsgeschichte. Die Führungsgebühr beträgt pro Teilnehmer 4 Euro, Kinder und Jugendlche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Seien Sie uns willkommen!

Präsentation der Gedanken und Erinnerungen in Berlin

Geschrieben von Conwebia am Dienstag, den 08. November 2011 um 06:59 Uhr

Am Freitag, den 4. November 2011 präsentierte die Stiftung in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin den neuesten Band der "Neuen Friedrichsruher Ausgabe" (NFA). In der Editionsreihe der Stiftung bildet das neu aufgelegte, alle drei ursprünglichen Bände der Erinnerungen Bismarcks umfassende Werk die Abteilung 4. Die nun vorgelegten "Gedanken und Erinnerungen" enthalten den anhand der im Archiv in Friedrichsruh verwahrten Originalvorlagen sorgfältig überprüften Text der Memoiren Otto von Bismarcks. Lese- und Schreibfehler aller bisherigen Editionen wurden beseitigt. Darüber hinaus finden sich im Anhang fünf erstmals publizierte umfangreiche Denkschriften Herbert von Bismarcks. Diese ermöglichen einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Memoiren. Zahlreiche Sachanmerkungen erleichtern dem Leser zugleich die Lektüre.

Bearbeitet haben den Band die Historiker Prof. Dr. Eberhard Kolb und Prof. Dr. Michael Epkenhans, zwei der renommiertesten Forscher zur Geschichte des deutschen Kaiserreichs. Als Festredner konnte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert gewonnen werden, der über die "Gedanken und Erinnerungen" als Beispiel genreübergreifender Memoiren zwischen Literatur und Politik sprach. Eine kurze Lesung einzelner Textteile durch den Hamburger Schauspieler Robert Kotulla rundete die Veranstaltung ab, die mit einem Empfang im Innenhof des ehemaligen Reichspräsidentenpalais endete.

Bahnhofskino "Margarete Steiff"

Geschrieben von Conwebia am Mittwoch, den 02. November 2011 um 06:21 Uhr

In unserer Reihe Bahnhofskino "Historienfilm" zeigen wir am heutigen Abend (2.11.) den 2005 entstandenen deutschen Film "Margarete Steiff", die dramatische und anrührende Geschichte der Erfinderin des Teddybärs. Beeindruckend und hoch gelobt für Ihre Darstellung der Titelrolle: Heike Makatsch. In weiteren Rollen u.a. Herbert Knaup und Suzanne von Borsody. Regie führte Xaver Schwarzenberger. Beginn ist 19.30 Uhr im Vortragsraum der Otto-von-Bismarck-Stiftung im historischen Bahnhof Friedrichsruh. Der Eintritt ist frei!

Präsentation von "Gedanken und Erinnerungen"

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 31. Oktober 2011 um 13:41 Uhr

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung präsentiert am 4. November in Berlin den neuesten Band der Neuen Friedrichsruher Ausgabe. In der Editionsreihe der Stiftung macht der Band die Abteilung 3 aus. Die kritische Edition vereint alle drei Bände der ursprünglichen Erinnerungen Bismarcks in einem Band. Bearbeitet haben ihn mit den Historikern Prof. Dr. Eberhard Kolb und Prof. Dr. Michael Epkenhans zwei der renommiertesten Forscher zur kaiserzeitlichen deutschen Geschichte. Die Festrede wird der Bundestagspräsident, Prof. Dr. Norbert Lammert, halten.

Sagt uns das noch was? Bismarck-Denkmal und Schule

Geschrieben von Conwebia am Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 07:03 Uhr

Denkmäler, nicht zuletzt die Otto von Bismarck hundertfach gewidmeten, zählen unbestritten zu den herausragenden Quellen der Geschichtskultur. Gerade die "Denkmalswut" (Wolfgang Hardtwig) des Kaiserreiches kann auch Schülerinnen und Schülern noch heute etwas über Formen und Funktionen des Denkmalsbau als Teil der Erinnerungskultur einer Epoche erzählen. Wie sich eine solche Unterrichtseinheit sehr schön und ertragreich in der Oberstufe umsetzen lässt, beweist eine Projektseite eines Geschichtskurses (13. Jg.) am Berufskolleg Krefeld-Uerdingen, auf die ich heute im Netz gestoßen bin: Zur Nachahmung auf lokaler Ebene unbedingt empfohlen!