Schlagwortarchiv für: Parlament

Westminster-Palast (Palace of Westminster/Houses of Parliament), von der Westminster Bridge aus gesehen; Fotografie, Großbritannien, um 1870/80, Abzug auf Papier, Pappe, Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2024/085

Die Anfänge des heutigen britischen Parlamentsgebäudes reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Vom ursprünglichen Westminster-Palast, der 1834 durch einen Großbrand weitgehend zerstört wurde, stehen noch die 1097 erbaute Westminster Hall sowie der 1365/66 errichtete Jewel Tower. Verschont blieben zudem die Krypta der St. Stephen’s Chapel und der Kreuzgang. 1295 tagte mit dem Model Parliament das offizielle Parlament Englands in der Westminster Hall, in dem erstmals Vertreter von Adel, Klerus und Bürgern zusammenkamen.

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Der Reichstag. Fotografie, Deutschland, 1891, Abzug auf Papier, Pappe, Bismarck-Museum, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: A 389

Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs trat die nationale Volksvertretung, der Reichstag, erstmals am 14. Oktober 1871 zusammen. Als provisorischer Tagungsort diente die ehemalige Königliche Porzellan-Manufaktur an der Leipziger Straße in Berlin. Die Räume erwiesen sich jedoch als völlig unzureichend, sodass der Reichstag kurz darauf den Beschluss fasste, einen Neubau errichten zu lassen.

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Das Titelblatt des Kalenders zeigt den Reichstag. Fotografie, Deutschland, 1891, Abzug auf Papier, Pappe, Bismarck-Museum, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: A 389, © Otto-von-Bismarck-Stiftung

Die Geschichte von Parlamentsgebäuden ist geprägt von den Umnutzungen bestehender Häuser, Neubauten und deren Erweiterungen. Dabei spielen nicht nur praktische Erfordernisse wie eine ausreichende Anzahl an Räumen eine Rolle. Der Ort, an dem die Abgeordneten zusammentreten, soll auch die Bedeutung ihrer Arbeit repräsentieren. Wir zeigen in unserem Kalender für das Jahr 2026 eine Auswahl von Fotografien historischer Parlamentsgebäude aus dem 19. Jahrhundert.

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Schlagwortarchiv für: Parlament

Die Sonderausstellung „Volkes Stimme!“ im Bismarck-Museum Friedrichsruh erzählt die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland, angefangen bei den mittelalterlichen Ständeversammlungen bis in die Gegenwart. Dr. Maik Ohnezeit zeigt bei dieser Kuratorenführung die langen Entwicklungslinien ebenso auf wie die politischen Brüche. Der Schwerpunkt wird auf dem Reichstag des Deutschen Kaiserreichs liegen. Dieser wurde im Zuge der Modernisierung von Politik, Gesellschaft und Presse zum Ausgangspunkt des modernen Parlamentarismus in Deutschland.

Die Kurartorenführung ist Teil des Programms zum bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte. Dieser findet am 18. März 2026 erstmals bundesweit statt, die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. In dem Aufruf der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte und der AG heißt es:
Der 18. März ist ein bedeutendes Datum der deutschen Demokratiegeschichte. Am 18. März 1793 erklärte der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und gründete die Mainzer Republik, ein frühes Beispiel teil-demokratischer, parlamentarischer Selbstverwaltung. 55 Jahre später, am 18. März 1848, führten die Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution, einem zentralen Moment des Kampfes für politische Mitbestimmung. Am 18. März 1920 ist nach einem reichsweiten Generalstreik der Kapp-Putsch gegen die junge Weimarer Republik endgültig gescheitert und der 18. März 1990 markiert im Zuge der Friedlichen Revolution die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR. Der 18. März eignet sich daher wohl wie kein anderer Tag, um an die wechselvolle Demokratiegeschichte Deutschlands zu erinnern.

Der Eintritt ist frei.