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In ihrem ersten Vortrag für die Otto-von-Bismarck-Stiftung stellt unsere neue wissenschaftliche Mitarbeiterin apl. Prof. Dr. Sabine Mangold-Will ihr gerade beendetes Projekt zum Tagebuch des Leibarztes der Hohenzollern im niederländischen Exil vor. Die Aufzeichnungen des Kölner Militärarztes Dr. med. Alfred Haehner aus den Jahren 1919 bis 1924 dokumentieren den Kampf um die Rückkehr der Monarchie während der frühen Weimarer Republik. Dabei spielt die Erinnerung an Bismarck und das Agieren der Bismarcks nach 1918 eine bemerkenswerte Rolle. Die nunmehr diskursive Frontstellung „Kaiser gegen Kanzler“, die Wilhelm II. im Exil ebenso verfestigte wie modifizierte, wird anhand konkreter Tagebucheinträge des kritischen Monarchisten Haehner in die politischen Strategien und Loyalitätskonflikte des Weimarer Monarchismus eingeordnet.

Literatur:

Sabine Mangold-Will:  Der Leibarzt des Kaiserpaares – im Dienst, aber auch Propagandist der Hohenzollern? Zur Person des Dr. med. Alfred Haehner und dem Quellenwert seines „Holländischen Tagebuchs“ (1919 –1924), in: Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Jahresbericht 2021, München 2022, S. 41 – 56.

Abbildung unter Verwendung von: Kaiser Wilhelm II. (1859 – 1941), Gemälde von Caesar Philipp (1859 – 1930), nach einen Porträt von Heinrich von Angeli (1840 – 1925), Öl/Leinwand, um 1890 / Otto Fürst von Bismarck, Gemälde von Franz von Lenbach (1836 – 1904), Öl/Leinwand, 1880 – beide Gemälde sind in Bismarck-Museum Friedrichsruh zu sehen (© Otto-von-Bismarck-Stiftung / Fotograf: Jürgen Hollweg)


Ihre Anmeldung nehmen wir gerne ab dem 30. September telefonisch unter der Nummer 04104 / 97710 oder per E-Mail an info@bismarck-stiftung.de entgegen. Der Eintritt ist frei.