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Das Ehe- und Künstlerpaar Helene von Heldburg und Georg II. am Kaffeetisch, um 1900 (Sammlung Meininger Museen / Reproduktion: Manfred Koch)

Der Einfluss seiner Erziehung und Sozialisation auf spätere Lebensentscheidungen zog sich als roter Faden durch diesen reich bebilderten Vortrag: Dr. Maren Goltz, Kustodin der Sammlung Musikgeschichte/Max-Reger-Archiv der Meininger Museen, stellte im Historischen Bahnhof Friedrichsruh das ungewöhnliche Leben von Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826 – 1914) vor – im Kaiserreich war er als „Theaterherzog“ bekannt.

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Otto von Bismarck mit seinen Doggen Tyras II und „Beckchen“, Friedrichsruh, 6. Juli 1891, Fotografie von Stumper & Co., Hamburg

Es gibt Anlässe, für die wir gerne auf unsere sommerliche Pause im Veranstaltungsprogramm verzichten: Nach den schönen Erfahrungen im vergangenen Jahr laden wir im Juli wieder zu einem Sommerempfang in und um den Historischen Bahnhof Friedrichsruh ein. Außerdem möchten wir den 125. Todestag Otto von Bismarcks würdigen.

Der Sommerempfang am Sonntag, 9. Juli, beginnt um 15 Uhr mit einem Vortrag zu einem aktuellen Thema. Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (LMU München) wird sich vor dem Hintergrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine mit dem imperialen Irrweg in der russischen Geschichte auseinandersetzen. Im Anschluss findet im Park des Historischen Bahnhofs ein geselliges Beisammensein mit Musik und kleinem Nachmittagsbuffet statt.

Der 125. Todestag Otto von Bismarcks am Sonntag, 30. Juli, ist Anlass für die zweite Sommerveranstaltung. Dr. Jochen Thies (Berlin) wird um 17 Uhr unter dem Titel „Wunsch und Wahrheit“ die aktuellen Bismarck-Debatten einordnen. Im Anschluss bieten wir einen Umtrunk an. Außerdem findet an diesem Tag im Bismarck-Mausoleum eine Sonderführung statt. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr das Bismarck-Museum, wo die Eintrittskarten (zwei Euro, ermäßigt für Kinder und Jugendliche ein Euro) erworben werden können – da das Mausoleum der Familie von Bismarck gehört, kann es nur kostenpflichtig besucht werden.

Das Fürstendiplom Otto von Bismarcks, Deutschland, 1873, Pergament, Textil, Bismarck-Museum Friedrichsruh, Inventar-Nr.: A 051 (© Otto-von-Bismarck-Stiftung / Fotograf: Jürgen Hollweg)

Vor 150 Jahren, am 23. April 1873, wurde das Fürstendiplom für Otto von Bismarck ausgefertigt. Es diente zur Bestätigung einer Rangerhöhung, die gleichzeitig mit der Berufung in ein neu geschaffenes Amt stattgefunden hatte: Am 21. März 1871 hatte Kaiser Wilhelm I. Bismarck zum Reichskanzler ernannt und ihn zum Dank für seine Verdienste um die Gründung des deutschen Nationalstaats in den erblichen Fürstenstand erhoben.

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