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Unser Wandkalender zeigt in diesem Jahr das historische Friedrichsruh. Im April ist der alte Pferdestall zu sehen, der zum Anwesen Otto von Bismarcks gehörte. Die Fotografie wurde um 1900 von der Wilhelm Hoffmann AG, Dresden, aufgenommen.

Schlachtross, Ackergaul oder Transportmittel – über Jahrhunderte hatte sich das Pferd für den Menschen vor allem nützlich zu machen. Auch im Sachsenwald wurde es zur Arbeit eingesetzt. Aber es verhalf Erholungssuchenden auch zur Anreise nach Friedrichsruh. Dort lockten schon im 18. Jahrhundert ein Wirtshaus und ein Badehaus, um sich im Wasser der Schwarzen Au die Beine zu vertreten. Zum Hotel-Restaurant „Frascati“, das dort 1847 eröffnete, gehörte daher bald ein Stall, um Pferde und Kutschen der Gäste unterzubringen.

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Konfliktoffenheit und Konfliktfähigkeit sind Voraussetzungen für das Funktionieren einer Demokratie. (Abbildung: Blick in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages.)

Am Ende des Beitrags finden Sie diesen Hamburger Bismarck-Vortrag in voller Länge.

Sind die momentan vielerorts zu hörenden lauten Klagen über eine immer tiefere Spaltung unserer Gesellschaft berechtigt? Stört die sogenannte Identitätspolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sollte nicht ein größerer Gemeinsinn vorherrschen? Diese aktuellen Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Hamburger Bismarck-Vortrags, für den wir den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Jan-Werner Müller gewinnen konnten. Er lehrt an der Princeton University und ist in diesem Akademischen Jahr Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Jan-Werner Müller hat mehrere Bücher zu demokratietheoretischen Fragen vorgelegt und wählte diese Perspektive auch in seinem Vortrag „Konflikt und Kohäsion in der Demokratie“, den wir live im Internet übertragen haben.

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Dieses Standbild aus dem 1913 gedrehten Film „Bismarck“ zeigt eine Szene am Pariser Hof. Bismarck (Franz Ludwig) küsst Kaiserin Eugenie (Schauspielerin unbekannt) die Hand, neben ihr sitzt Napoleon III. (Schauspieler unbekannt, Foto: © Edition Temmen).

„Unsympathisch ist mir die Sache ja überhaupt in höchstem Maße“, schrieb Sybille von Bismarck im Juli 1913 an ihre Schwägerin Marguerite in Friedrichsruh. Die beiden verwitweten Schwiegertöchter des ersten Reichskanzlers waren mit dem Ansinnen der Berliner Filmproduktionsfirma Eiko konfrontiert, die einen Spielfilm über den ersten Reichskanzler plante und um Erlaubnis bat, an dessen einstigen Wohnsitzen drehen zu dürfen. Einige Briefe, in denen dieses Projekt im Mittelpunkt stand, werden in unserem Archiv in Friedrichsruh aufbewahrt. Ausgewertet wurden sie von der Historikerin Maja Lobinski-Demedts, die nun das Buch „Bismarck im Film. Zum Wandel des Bismarck-Bildes in den Spielfilmen von 1914 bis 1942“ vorgelegt hat.

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