
Die Sonderausstellung „Volkes Stimme!“ im Bismarck-Museum Friedrichsruh erzählt die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland, angefangen bei den mittelalterlichen Ständeversammlungen bis in die Gegenwart. Dr. Maik Ohnezeit zeigt bei dieser Kuratorenführung die langen Entwicklungslinien ebenso auf wie die politischen Brüche. Der Schwerpunkt wird auf dem Reichstag des Deutschen Kaiserreichs liegen. Dieser wurde im Zuge der Modernisierung von Politik, Gesellschaft und Presse zum Ausgangspunkt des modernen Parlamentarismus in Deutschland.
Die Kurartorenführung ist Teil des Programms zum bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte. Dieser findet am 18. März 2026 erstmals bundesweit statt, die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. In dem Aufruf der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte und der AG heißt es:
Der 18. März ist ein bedeutendes Datum der deutschen Demokratiegeschichte. Am 18. März 1793 erklärte der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und gründete die Mainzer Republik, ein frühes Beispiel teil-demokratischer, parlamentarischer Selbstverwaltung. 55 Jahre später, am 18. März 1848, führten die Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution, einem zentralen Moment des Kampfes für politische Mitbestimmung. Am 18. März 1920 ist nach einem reichsweiten Generalstreik der Kapp-Putsch gegen die junge Weimarer Republik endgültig gescheitert und der 18. März 1990 markiert im Zuge der Friedlichen Revolution die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR. Der 18. März eignet sich daher wohl wie kein anderer Tag, um an die wechselvolle Demokratiegeschichte Deutschlands zu erinnern.
Der Eintritt ist frei.




