
Stortingsgebäude (Stortingsbygningen), Christiania (Oslo), Fotografie, Norwegen, um 1880, Abzug auf Papier, Pappe, Otto-von-Bismarck-Stiftung, Friedrichsruh, Inventar-Nr.: F 2025/032
Das Einkammerparlament des Königreichs Norwegen (Storting) tagt seit dem 5. März 1866 in einem Parlamentsgebäude, das im Stil der Neuromanik mit einem H-förmigen Grundriss errichtet wurde. Seit der Konstituierung des Parlaments im Jahr 1814 war wiederholt über den Bau eines neuen Parlamentsgebäudes in der Hauptstadt Oslo (die zwischen 1624 und 1924 Christiania bzw. Kristiania hieß) diskutiert worden. Mehrfach wechselten die Räumlichkeiten, in denen die Abgeordneten zusammenkamen. 1856 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, die verschiedenen Entwürfe führten jedoch zu Kontroversen zwischen den Parlamentariern und der Regierung. Schlussendlich wurde der siegreiche Entwurf der deutschen Architekten Heinrich Ernst Schirmer (1814 – 1887) und Wilhelm von Hanno (1826 – 1882) sowie ein weiterer Vorschlag eines dänischen Architekten vom Storting verworfen. Stattdessen wurde der als originell betrachtete Entwurf des Schweden Emil Victor Langlet (1824 – 1898) mit 59 zu 47 Stimmen angenommen.



