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In der Presse spiegelte sich die zeitgenössische Kritik am deutschen und europäischen Eigennutz der Berliner Afrika-Konferenz. „Unser Stolz. Wie stehen wir nun in der Welt da?“, Karikatur zur „Congo-Konferenz“, 1884, in: Kladderadatsch, Bismarck-Album, S. 162 (l.), „A chacun sa part, si l’on est bien sage“ (Jedem sein Teil, wenn er brav ist), in: L’illustration, Januar 1885.

Die Berliner Afrika-Konferenz 1884/85 sei ein „Mosaikstein“ auf dem langen Weg gewesen, den die europäischen Mächte beim Aufbau ihrer Kolonialreiche verfolgt hätten. Allerdings sei fraglich, wie einflussreich diese Konferenz auf die konkrete Politik der Teilnehmerländer tatsächlich gewesen sei. Ihre große Bedeutung aber liege in ihrem Symbolcharakter: Sie stehe für die willkürliche Aufteilung Afrikas. Mit diesem knappen Überblick fasste der Historiker Stig Förster in der Abschlussrunde der Tagung „Die Berliner Afrika-Konferenz 1884/85: Impulse zu einem umstrittenen globalen Ereignis“ den diskutierten Forschungsstand knapp zusammen.

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