
Auch einige persönliche Gegenstände Otto von Bismarcks sind in der Dauerausstellung im Historischen Bahnhof Friedrichsruh zu sehen. Dazu zählt eine Pillenschachtel der Berliner „Apotheke zum König Salomon“, die auf den 28. April 1897 datiert ist.
Bei dieser öffentlichen Führung werden „bittere Pillen“ der Politik Bismarcks aufgezeigt, wie die Unterdrückung der Sozialdemokratie, des politischen Katholizismus und der ethnischen Minderheiten. Hervorgehoben werden allerdings auch seine Erfolge, zu denen die Nationalstaatsgründung und die Einführung der Sozialversicherung zählen. Dabei veranschaulicht die Dauerausstellung, dass die Leistungen und Fehlleistungen des langjährigen preußischen Ministerpräsidenten und ersten Reichskanzlers nur im Kontext der vielfältigen Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Deutschland des 19. Jahrhunderts zu verstehen sind.
In dieser Dauerausstellung zu entdecken sind unter anderem Bismarcks Pass für die Reise nach St. Petersburg im Jahr 1859, die goldene Feder, mit der er 1871 den Friedensvertrag mit Frankreich unterzeichnete, Zeugnisse der deutschen Kolonialpolitik und Nippes, der den Bismarck-Mythos veranschaulicht.
Der Eintritt ist frei.




