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Mittwoch, den 15. Februar 2012 um 09:37 Uhr

Vortrag über Eupen und Malmedy im "langen 19. Jahrhundert"

Am morgigen Donnerstag, den 16. Februar 2012, um 19.30 Uhr, lädt die Stiftung herzlich zu einem Vortrag über die gerade in unserer Region nur wenig bekannte Geschichte der rheinpreußischen Grenzkreise Eupen und Malmedy ein. Unter dem Titel ""An den äußersten Westmarken der vaterländischen Sache dienen": Die rheinpreußischen Grenzkreise Eupen und Malmedy 1815-1914" referiert der am LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn tätige Volkskundler Dr. Sebastian Scharte, der über dieses Thema 2008 an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster promovierte. In seinem Vortrag gibt Scharte einen Einblick in die preußischen Jahre der über einen langen Zeitraum hinweg umstrittenen, heute zu Belgien gehörenden Kreise. Wie wurde das Grenzland von außen, durch Reisende und Gäste wahrgenommen? Deutsch? Belgisch? Preußisch? Aus den willkürlichen Grenzen des frühen 19. Jahrhunderts waren am Vorabend des Ersten Weltkrieges mentale Schranken geworden. Scharte geht dabei insbesondere der Frage nach, wie die Menschen, die 1815 zu Preußen, 105 Jahre später jedoch bereits zu Belgiern wurden, diesen Staatenwechsel empfunfen haben und wie bei ihnen der Prozess der Nationalisierung verlief, der die Grenzregion und ihre Bewohner bis heute prägt. Wie empfanden und beschrieben Besucher der heutigen deutschsprachigen Gemeinschaft vor mehr als einem Jahrhundert das Deutsch-Werden und Deutsch-Sein der Ostbelgier? Der Eintritt zu dieser - von Lichtbildern begleiteten - Veranstaltung in den Räumen der Stiftung, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh, ist wie immer frei!

 

 


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Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 06:36 Uhr

EIN FROHES WEIHNACHTSFEST

Auch wenn etwa der Tannen- respektive Christbaum bereits an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert nachzuweisen ist, so ist die Tradition des Weihnachtsfestes, wie wir es über alle Zeitläufte hinweg in Deutschland bis heute im Kern noch immer zelebrieren, ein Produkt des 19. Jahrhunderts. Der biedermeierliche Rückzug ins Private, vor allem aber der bürgerliche Hang zu vordergründigem Glanz, zu Repräsentation und Ausschmückung war diesbezüglich besonders kennzeichnend. Kein anderes Medium spiegelt diese Tradition des christlichen Familienfestes sichtbarer wieder als die auflagenstärkste und wirkungsmächtigste Illustrierte dieser Epoche, die "Gartenlaube". Mit einer zeitgenössischen Impression dieses Blattes möchten wir allen Nutzerinnen und Nutzern unserer Homepage, allen Freundinnen und Freunden der Otto-von-Bismarck-Stiftung und allen Kolleginnen und Kollegen der Forschung und historisch-politischen Bildung ein frohes Weihnachstfest und einen guten Start in das Jahr 2012 wünschen. Bleiben Sie uns gewogen, wir haben noch viel mit Ihnen vor!

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Montag, den 19. Dezember 2011 um 06:42 Uhr

Bahnhofskino 'Extra' - Die Feuerzangenbowle

Warum eigentlich wird der UFA-Klassiker "Die Feuerzangenbowle" häufig in der Vorweihnachtszeit gezeigt? Es mag mit dem winterliche Wohligkeit suggerierenden titelgebenden Getränk zu tun haben. Wie dem auch sei - in jedem Fall begeistert die nach einer eher biederen Romanvorlage von Heinrich Spoerl entstandene Kult-Komödie bis heute die Generationen, was nicht nur an der großartigen Besetzung der Hauptrolle (Heinz Rühmann), sondern sicher auch der mitreißenden Besetzung einiger skurriller Lehrkörper (Erich Ponto, Paul Henckels) liegen dürfte. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung beschließt mit diesem noch heute an vielen Universitäten mit Erfolg gezeigten, in Entstehung und Funktion nicht unproblematischen, aber eben doch auch herrlich komischen Film sein Jahresprogramm 2011: Am Dienstag, den 20.12., um 19.30 Uhr, Glühwein inbegriffen.

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Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 07:31 Uhr

Deutsche Spuren in New York

Zu den erst seit jüngerer Zeit bearbeiteten Themen der deutschen Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gehört die millionenfache Auswanderung von Deutschen nach Übersee, insbesondere auf den nordamerikanischen Kontinent. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Integrationsdebatten kann ein Blick auf diesen wichtigen gesellschaftlichen, ökonomischen und sozialen Aspekt unserer Vergangenheit das Bewußtsein für heutige Probleme im Umgang mit Migrationsphänomen schärfen. Das Wirken des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven ist diesbezüglich sicher herausragend: Der Erfolg bei Besucherinnen und Besuchern aus dem In- und Ausland spricht Bände. Aber auch die Aufnahmegebiete deutscher Immigranten nehmen sich dieser Geschichte bisweilen in bemerkenswerter Weise an. So bietet das Goethe-Institut New York unter dem Titel "German Traces NYC" ein wunderbares virtuelles Angebot über die heute noch sichtbaren Spuren deutscher Einwanderer in New York: Empfehlenswert! Dank an Joern Borchert für den Hinweis. Und last not least: In der kleinen Videodokumentation des Projektes versteckt sich (natürlich!) ein echt Friedrichsruher Objekt (Tipp: Hat mit der Reichsgründung 1871 zu tun...).

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Dienstag, den 22. November 2011 um 07:17 Uhr

"Weiser Kaiser"? Vortrag über den Mythos Friedrichs III.

Das Jahr 1888 ist auch als "Dreikaiserjahr" im kollektiven Gedächtnis des Deutschen Kaiserreiches verankert. Nachdem der greise Kaiser Wilhelm I. im Alter von 90 Jahren starb, folgte sein ältester, bereits an fortgeschrittenem Kehlkopfkrebs erkrankter Sohn Friedrich Wilhelm als Friedrich III. auf dem Thron. Verheiratet mit der ältesten Tochter der englischen Queen Victoria, verbanden sich mit ihm vielfältige liberale Hoffnungen, die sein früher Tod nach nur 99 Regierungstagen rasch zunichte machte. Es folgte - mit den bekannten und bis heute diskutierten Folgen - der erst 29jährige Wilhelm II. In der wissenschaftlichen Forschung und in weiten Teilen der interessierten Öffentlichkeit hielt sich das Bild Friedrichs III. als "weisem Kaiser" hartnäckig; neuere Untersuchungen setzen hinter die populären Vorstellungen jedoch ein Fragezeichen.

Über diesen Mythos vom liberalen "Volkskaiser" spricht am Donnerstag, den 24.11.2011, um 19.30 Uhr, der an der englischen University of St. Andrews lehrende Dr. Frank-Lorenz Müller, in der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh. Nicht zuletzt durch sein jüngst in England erschienenes Werk "Our Fritz" über den Kaiser Friedrich III. und die politische Kultur im kaiserzeitlichen Deutschland gilt Müller als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie gewohnt frei!

 

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