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SUMMARY:ZU TISCH! Essen und Trinken als politische Praxis im Deutschen Kaiserreich
DESCRIPTION:Wir laden am 5. und 6. November 2026 zu einer wissenschaftlichen Tagung in den Historischen Bahnhof Friedrichsruh ein. \nBitte beachten Sie: Eine vorherige Anmeldung ist per E-Mail erforderlich\, die Tagungsgebühr beträgt 25 Euro. Die Teilnahme am öffentlichen Abendvortrag ist kostenlos. \n  \nProgramm\n  \nDonnerstag\, 5. November 2026\n\n10.00 Uhr Anmeldung\n10.30 Uhr Begrüßung durch den Geschäftsführer sowie Willkommen und Einführung Sabine Mangold-Will und Daniel Stienen \n11.00 Uhr Einführung\nUlf Morgenstern: „Von irgendetwas muss der Schornstein ja rauchen!“ Maßloses Essen und Trinken als Teil des Bismarck-Mythos \n11.30 Uhr 1. Sektion: Reichskanzler\nModeration: Lennart Bohnenkamp\nWilke Tepelmann: „Im intimen Circle wird nur Rotwein serviert“ – Betrachtungen zum Ess- und Trinkverhalten der Reichskanzler\nDaniel Benedikt Stienen: Zwischen Bier und Bowle – Die parlamentarischen Abende beim Reichskanzler \n13.00 Uhr Pause \n14.30 Uhr 2. Sektion: Parlamente\nModeration: Daniel Benedikt Stienen\nLennart Bohnenkamp: Tief ins Glas schauen – Die Fraktionskneipe als Dunkelkammer des preußisch-deutschen Parlamentarismus\nLukas Yavari: „In der Reichstagsküche herrscht Poesie“ – Das Parlamentsrestaurant als Ort parlamentarischer Kultur und Praxis \n16.00 Uhr Pause \n16.30 Uhr 3. Sektion: Höfe I – Die höfische Tafel\nModeration: Ulf Morgenstern\nUlrike Marlow: Kulinarische Repräsentation – Menükarten und Speisen preußischer Hoffeste\nSabine Mangold-Will: Wilhelm II. zwischen Hoffesten und Erbsensuppe \n18.00 Uhr Pause \n19.30 Uhr Öffentlicher Abendvortrag\nJosef Matzerath: „… das unerwartet frühe Erscheinen von Braten und Salat“ – Otto von Bismarck und die Tafelkultur des 19. Jahrhunderts \nFreitag\, 6. November 2026\n\n9.30 Uhr 4. Sektion: Höfe II – Oberste Hofbehörden\nModeration: Luisa von Korff\nMaximilian Vissers: Glanzvoll regiert\, präzise serviert. Der Obersthofmarschallstab und die Kunst der Repräsentation am Münchner Hof unter Ludwig II. (1864 – 1886)\nAlexander Will: Königlich Sächsische Genußfabrik – Das Dresdner Oberhofmarschallamt als professionelles Eventunternehmen des Kaiserreichs \n11.00 Uhr Pause \n11.30 Uhr 5. Sektion: Diplomatie\nModeration: Sabine Mangold-Will\nLara Kramer: Culinary Diplomacy und der Berliner Kongress 1878\nDaniel Deckers: „… doch ihre Weine trinkt er gern“. Weindiplomatie im langen 19. Jahrhundert zwischen nationalen Ressentiments und kulturellen Affinitäten \n13.00 Uhr Abschlussgespräch \nÄnderungen vorbehalten \n\nAbb.: Stillleben\, Gemälde von Rudolf Levy (1875 – 1944)\, © Staatliche Museen zu Berlin / Neue Nationalgalerie / Roman März Public CCO 1.0
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SUMMARY:„… das unerwartet frühe Erscheinen von Braten und Salat“. Otto von Bismarck und die Tafelkultur des 19. Jahrhunderts
DESCRIPTION:Die Diplomatie Europas war seit der Frühen Neuzeit mit der exquisiten Küche verbunden. Auch im 19. Jahrhundert gehörte es für einen Botschafter zu seinem Amt\, einen Koch zu beschäftigten\, um günstige Arrangements für den politischen Gedankenaustausch zu schaffen. \nProf. Dr. Josef Matzerath\, Lehrstuhlinhaber für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden\, erläutert in seinem Vortrag\, wie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts klassische Menüs gestaltet wurden. Auch Otto von Bismarck hat deren Konzeption verstanden und gewürdigt. Er war nicht nur\, wie oft zu lesen ist\, ein starker Trinker und Liebhaber deftiger Speisen\, sondern auch – zumindest von Amts wegen – ein Connaisseur. \nZeichnung: Emil Witte\, Koch der Familie von Bismarck in Friedrichsruh\, in: C. W. Allers\, Fürst von Bismarck in Friedrichsruh\, Stuttgart\, Berlin\, Leipzig 1892 \n\nAnmeldungen nehmen wir ab dem 15. Oktober entgegen. Rufen Sie uns gerne unter der Telefonnummer 04104/97710 an oder schreiben uns eine E-Mail.
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SUMMARY:Dem Kaiser in den Topf geschaut – Streifzüge durch die Hofküche der Hohenzollern
DESCRIPTION:Leerer Bauch regiert nicht gern. Für das leibliche Wohl der Deutschen Kaiser sorgte in Berlin die Hofküche. Sie kaufte\, verwahrte und bereitete die Lebensmittel zu\, die schließlich im allerhöchsten Magen landeten. Damit leistete sie hinter den Kulissen und von den Zeitgenossen kaum beachtet ihren Beitrag zum Funktionieren des ersten deutschen Nationalstaats. Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Daniel Stienen (Friedrichsruh) bietet mit seinem Vortrag spannende Einblicke in diesen intimen und nahezu unbekannten Ort im Berliner Schloss und das Leben der Menschen\, die dort arbeiteten. \nAbb.: Die Küche im Königlichen Schloss zu Berlin\, Lith. Anst. V. J. Halgeberg\, Berlin / Verlag v. Martin Berendt\, Berlin\, in: Ludwig Kurth\, L. Kurth\, Illustrirtes Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen\, sowie auch für die feine Küche\, mit 105 in den Text eingedruckten Holzschnitten und der Abbildung einer Küche im Königlichen Schlosse zu Berlin\, Berlin 1862 \nDer Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Otto von Bismarck und seine Zeit
DESCRIPTION:Bei der öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im Historischen Bahnhof Friedrichsruh werden Leben und Politik des langjährigen preußischen Ministerpräsidenten und ersten Reichskanzlers vor dem Hintergrund wichtiger Entwicklungen im Deutschland des 19. Jahrhunderts erläutert. Dazu zählen die Nationalstaatsbewegung\, die rasante Industrialisierung und die Lebenssituation der Arbeiter\, aber auch der wirtschaftliche Aufstieg des Bürgertums und die politische Arbeit im Reichstag. Zur politischen Bilanz Bismarcks zählen Erfolge wie die Nationalstaatsbildung und die Einführung der Sozialversicherungen\, aber auch Fehlleistungen wie die Unterdrückung der Sozialdemokratie\, des politischen Katholizismus und der ethnischen Minderheiten. \nIn der Dauerausstellung zu entdecken sind unter anderem die goldene Feder\, mit der Bismarck 1871 den Friedensvertrag mit Frankreich unterschrieb\, Zeugnisse der deutschen Kolonialpolitik sowie Nippes\, der den Bismarck-Mythos veranschaulicht. \nDer Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Der Bankier des Staates. Adolph von Hansemann und der politische Einfluss der preußisch-deutschen Discontogesellschaft
DESCRIPTION:Im 19. Jahrhundert veränderte sich das Wirtschaftssystem in Deutschland grundlegend. Technische Innovationen und Unternehmensgründungen verbanden sich mit einem modernen Kredit- und Finanzsystem. Auf diese Entwicklung gewann die Disconto-Gesellschaft unter der Leitung von Adolph von Hansemann (1827 – 1903) maßgeblichen Einfluss. Der Historiker Dr. Ansgar Lauterbach zeigt in seinem Vortrag\, wie es dem Kreditinstitut gelang\, im Austausch mit politischen Entscheidungsträgern – zu denen auch Reichskanzler Otto von Bismarck zählte – die finanzielle Architektur des Deutschen Reiches zu definieren. Als Beispiele dienen die Kriegsfinanzierungen 1866 und 1870/71 sowie die Rettung der Rumänischen Staatsbahn\, bei der zahlreiche deutsche Adelige investiert hatten. Der Betrachtungszeitraum endet mit der Entlassung Bismarcks 1890 aus allen Ämtern. Die Disconto-Gesellschaft fusionierte 1929 mit der Deutschen Bank. \nDer Eintritt ist frei. \nAbb.: Kassensaal der Discontogesellschaft in Berlin\, 1903 \n\nIhre Anmeldung nehmen wir gerne ab dem 12. November entgegen\, telefonisch unter der Nummer 04104/97710 oder per E-Mail an info@bismarck-stiftung.de.
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SUMMARY:Ein Weihnachtsgeschenk für Tyras
DESCRIPTION:Otto von Bismarck war ein passionierter Hundebesitzer\, wie bei dieser öffentlichen Themenführung gezeigt wird\, der gelegentlich mit einer seiner Doggen unbeliebten Besuch erschreckte. Die Tiere selbst bedachte er wiederholt mit den Namen „Tyras“ und „Rebekka“. Das Halsband\, das im Bismarck-Museum Schönhausen zu sehen ist\, war dem ersten Tyras zugedacht. Die Dogge verstarb unter weltweiter Anteilnahme am 19. Januar 1889.
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SUMMARY:150 Jahre Lauenburg in Preußen. Was ging\, was kam\, was blieb?
DESCRIPTION:Es wurde ein Aufbruch in die Moderne: Das Herzogtum Lauenburg wurde am 1. Juli 1876 als gleichnamiger Kreis in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert. Dr. Jan Schlürmann zeigt in seinem Vortrag\, dass sich mit diesem Ende der politischen Selbstständigkeit auch kulturell und wirtschaftlich vieles änderte. Einige dieser Änderungen sollten sich als so nachhaltig erweisen\, dass sie seither alle Regimewechsel in Deutschland überdauerten. \nDer Vortrag findet als Kooperationsveranstaltung der Otto-von-Bismarck-Stiftung und der Stiftung Herzogtum Lauenburg im Historischen Bahnhof Friedrichsruh statt. Der Eintritt ist frei. \nAbb.: Ansicht von Lauenburg um 1859. Nach der Eingliederung in Preußen veränderte sich diese Ansicht: 1878 wurde die erste Eisenbahnbrücke über die Elbe gebaut. Kolorierter Druck nach einer Lithografie von A. Nay (Kreismuseum Herzogtum Lauenburg) \n\nIhre Anmeldung nehmen wir gerne ab dem 26. November entgegen (Telefon: 04104-97710; E-Mail: info@bismarck-stiftung.de)
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SUMMARY:Otto von Bismarck und seine Zeit
DESCRIPTION:Bei der öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im Historischen Bahnhof Friedrichsruh werden Leben und Politik des langjährigen preußischen Ministerpräsidenten und ersten Reichskanzlers vor dem Hintergrund wichtiger Entwicklungen im Deutschland des 19. Jahrhunderts erläutert. Dazu zählen die Nationalstaatsbewegung\, die rasante Industrialisierung und die Lebenssituation der Arbeiter\, aber auch der wirtschaftliche Aufstieg des Bürgertums und die politische Arbeit im Reichstag. Zur politischen Bilanz Bismarcks zählen Erfolge wie die Nationalstaatsbildung und die Einführung der Sozialversicherungen\, aber auch Fehlleistungen wie die Unterdrückung der Sozialdemokratie\, des politischen Katholizismus und der ethnischen Minderheiten. \nIn der Dauerausstellung zu entdecken sind unter anderem die goldene Feder\, mit der Bismarck 1871 den Friedensvertrag mit Frankreich unterschrieb\, Zeugnisse der deutschen Kolonialpolitik sowie Nippes\, der den Bismarck-Mythos veranschaulicht. \nDer Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Neujahrsempfang
DESCRIPTION:Neujahrsempfang der Otto-von-Bismarck-Stiftung und des Vereins zur Förderung der Otto-von-Bismarck-Stiftung e.V. mit einer Präsentation: \n„Verschollen und wiedergefunden. Glückwunschadressen und weitere Exponate aus dem ersten Bismarck-Museum in Schönhausen/Elbe“ \nAuf dem gemeinsamen Neujahrsempfang werden Geschenke für Otto von Bismarck vorgestellt\, die einst zum Bestand des ersten Bismarck-Museums in Schönhausen/Elbe gehörten. Dazu zählen vor allem Glückwunschadressen\, aber auch Büsten und Ordensschatullen. Das Museum war 1943/44 geschlossen worden\, die Objekte wurden enteignet. Ein umfangreicher Teil der Exponate befindet sich nach einer ereignisreichen Geschichte im Besitz des Landes Sachsen-Anhalt. Diese sind als Leihgaben im heutigen Bismarck-Museum in Schönhausen zu sehen. Ein weiterer Teil wurde 2026 von der Erbengemeinschaft an unsere Stiftung verkauft. Eine Auswahl dieser „Schätze“ wird nun erstmals seit der Schließung des ersten Museums öffentlich präsentiert. \nAbb.: Glückwunschadresse der Gesellschaft Germania\, São Paulo\, 1894 \n\nGerne nehmen wir ab dem 7. Dezember Ihre Anmeldung unter der Telefonnummer 04104/97710 oder per E-Mail entgegen. Der Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Streit um Rang und Namen: Der Gothaische Hofkalender und der europäische Adel in der Moderne
DESCRIPTION:Der Gothaische Hofkalender gilt mit seinem genealogischen Verzeichnis als wichtigstes Nachschlagewerk des europäischen Adels in der Moderne. Schon im 19. Jahrhundert war seine Autorität unter Zeitgenossen nicht unangetastet. Hannah Boeddeker\, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg\, zeigt in ihrem Vortrag\, dass der scheinbar eindeutigen Anordnung oftmals erbitterte Konflikte darüber vorausgingen\, wie einzelne Personen\, familiäre Beziehungen und adlige Ranghierarchien in dem Medium präsentiert werden sollten. In diesen Konflikten zeigt sich\, so ihre These\, die Fragilität der Familiendynamiken\, aber auch\, wie adlige Werte in der Moderne angepasst und modifiziert wurden. \nAbb.: Luise von Preußen und ihr Vater\, König Wilhelm I.\, Stahlstiche von Carl Mayer − Der Gothaische Hofkalender veröffentlichte auch Porträts ausgewählter Adeliger. \n\nDer Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter der Telefonnummer 04104/97710 oder schriftlich per E-Mail.
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SUMMARY:Otto von Bismarck und die Revolution 1848:  Revolutionäre Erfahrungen in der Altmark
DESCRIPTION:Wir bieten am 18. März – dem Tag der Demokratiegeschichte – im Bismarck-Museum Schönhausen/Elbe eine Tagesveranstaltung an\, die sich insbesondere an Lehrkräfte richtet. Alle Programmteile sind öffentlich. Für die beiden Vormittagstermine (Führung und Workshop) bitten wir um Anmeldung per E-Mail. \nDer 18. März wurde im vergangenen Jahr von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte als bundesweiter Aktionstag ausgerufen. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. \n  \nProgramm\n11:30 – 12:00 Uhr\nBegrüßung und Einführung in das Thema \n12:00 – 13:15 Uhr\nDer altmärkische Landadel und der März-Aufstand in Berlin 1848\nThemenbezogene Führung durch das Bismarck-Museum und den Gutspark mit Diskussion\, geleitet von Julian Simons\, Referent für Bildung und Vermittlung der Otto-von-Bismarck-Stiftung \n13:15 – 14:00 Uhr\nPause \n14:00 – 15:00 Uhr\nOtto von Bismarck und die Revolution 1848\nWorkshop mit Prof. Dr. Sabine Mangold-Will\, Standortleiterin der Otto-von-Bismarck-Stiftung\, und Luisa von Korff\, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Otto-von-Bismarck-Stiftung \n15:00 – 15:30 Uhr\nPause \n15:30 – 16:15 Uhr\nVolkes Stimme! Parlamentarismus und demokratische Kultur im Deutschen Kaiserreich\nAusstellungswiederöffnung sowie Themenführung zur Revolution 1848 mit Julian Simons \n16:15 – 16:45 Uhr\nAbschlussgespräch \n16:45 – 17:00 Uhr\nPause \n17:00 Uhr\nParlament und Alltag. Familienbriefe von Abgeordneten \nder Frankfurter Nationalversammlung und ihren Ehefrauen 1848/49\nVortrag von Isabel Heide\, M.A.\, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg „Politik der Aufklärung“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg \nDie Teilnahme ist kostenlos. \n\nAbb.: Otto von Bismarck als Landtagsabgeordneter\, Daguerreotypie von Philipp Graff (1813 – 1851)\, Berlin\, 1848 / Dorfplatz in Schönhausen/Elbe\, undatierte Postkarte (Ausschnitt) \n 
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SUMMARY:Parlament und Alltag. Familienbriefe von Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung und ihren Ehefrauen 1848/49
DESCRIPTION:Im Frühjahr 1848 entstand mit der Frankfurter Nationalversammlung das erste gesamtdeutsche Parlament. Das Mandat brachte für die gewählten Abgeordneten einen grundlegend neuen Alltag mit sich. Viele hatten zuvor noch kein politisches Amt auf überregionaler Ebene ausgeübt und mussten für eine unbestimmte Zeit nach Frankfurt umziehen. Feste Routinen und Tagesabläufe gab es daher zunächst nicht und entwickelten sich erst im Laufe des einjährigen Bestehens der Versammlung. \nIsabel Heide nimmt das tägliche Leben der Abgeordneten in den Blick und fragt\, an welchen Orten parlamentarische Arbeit stattfand. Neben dem Plenarsaal spielten u.a. Wohnungen\, Gasthäuser und Vereinslokale eine wichtige Rolle. \nEin besonderer Blick gilt auch dem Familienalltag\, der sich mit dem Mandat ebenfalls veränderte. Briefe zwischen Abgeordneten und ihren Ehefrauen zeigen\, wie Aufgaben über die Entfernung hinweg organisiert wurden. Ehefrauen wirkten dabei häufig an der politischen Arbeit ihrer Männer als Beraterinnen\, Korrekturleserinnen und Ansprechpartnerinnen für die Bürger des Wahlkreises mit. Zugleich ging es um alltägliche Fragen: um Geld\, die Wohnungssuche\, Kinderbetreuung und Planung von gemeinsamer Zeit. So wird sichtbar\, in welchem Maße die Arbeit der Abgeordneten durch ihre Familien gestützt\, organisiert und mitgestaltet wurde. \nIsabel Heide\, M. A.\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg „Politik der Aufklärung“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg \nAbb.: Mitglieder der Linken des ersten deutschen Reichstags in Frankfurt a.M.\, Lithografie von Wilhelm Völker\, 1849\, © Wien-Museum (CC0) \n 
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SUMMARY:Ein Leben für die Politik? Parlamentarischer Alltag im 19. Jahrhundert
DESCRIPTION:Ein Vortrag von Lukas Yavari\, Berlin\, am bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte \nWas bedeutete es\, im 19. Jahrhundert Abgeordneter zu sein? Die Ausübung eines Mandats beschränkte sich nicht nur auf das Halten von Reden im Parlament. Es veränderte den gesamten Alltag der Parlamentarier: Sie pendelten zwischen Heimat und Hauptstadt\, verbrachten während der Sitzungszeiten oft Wochen fern von ihren Familien\, pflegten politische Kontakte und mussten ihre beruflichen Verpflichtungen mit den wachsenden Anforderungen parlamentarischer Arbeit vereinbaren. \nMit der zunehmenden Bedeutung der Parlamente seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte sich dabei der politische Alltag grundlegend. Was zunächst häufig als nebenberufliche Aufgabe von Honoratioren verstanden wurde\, entwickelte sich im Deutschen Kaiserreich zunehmend zu einer zeitaufwendigen politischen Tätigkeit. Sitzungen\, Ausschussarbeit\, Fraktionsberatungen\, Wahlkreisbesuche und eine stetig wachsende Korrespondenz machten das Abgeordnetenmandat zu einer anspruchsvollen Aufgabe\, die neue Formen politischer Arbeit und Organisation erforderte. \nLukas Yavari blickt in seinem Vortrag auf diese bislang wenig wahrgenommene Seite der Politik- und Parlamentsgeschichte. Anhand persönlicher Briefe und Tagebücher wird gezeigt\, wie Abgeordnete ihren Alltag organisierten und mit den wachsenden Belastungen politischer Arbeit umgingen. Dabei wird deutlich\, dass Politik nicht allein im Parlamentsgebäude stattfand: Ehefrauen\, Familien und persönliche Netzwerke waren entscheidende Voraussetzungen für die Ausübung eines parlamentarischen Mandats. \nLukas Yavari\, M.A.\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsprojekts „Abgeordnetenleben 1871 – 1918“ bei der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e.V.\, Berlin \nAbb.: Die Abgeordneten Dr. Ludwig Windthorst (l.) und Johannes von Miquel\, in: Julius Braatz: Der Reichstag und sein Heim\, Berlin 1889 \n\nGerne nehmen wir ab dem 4. März Ihre Anmeldung unter der Telefonnummer 04104/97710 oder per E-Mail entgegen. Der Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Der Sachsenwald – und natürlich Bismarck
DESCRIPTION:Frühindustrialisierung\, Forstwirtschaft\, Tourismus\, Immobilienprojekt – der Sachsenwald hat bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ganz unterschiedliche wirtschaftliche Zyklen erlebt. Bei diesem Rundgang werden die Orte erkundet\, die mit dieser Geschichte verbunden sind. Besondere Aufmerksamkeit wird dem einstigen Waldbesitzer Otto von Bismarck gelten. \nDer Rundgang unter der Leitung von Nikolaj Müller-Wusterwitz beginnt am Historischen Bahnhof Friedrichsruh\, führt durch den Sachsenwald nach Aumühle und zurück. Dauer: ca. 2\,5 Stunden\, festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Teilnahme ist kostenlos. \nAbb.: Aumühle (bei Friedrichsruh)\, Lithografie von Wilhelm Heuer (1813 – 1890)\, © Otto-von-Bismarck-Stiftung
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