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Dass man in globalen Zeitalter auch global in die Vergangenheit blicken kann und sollte, bestätigt eine Rezension unseres vorletzten Tagungsbandes. Vielen Dank für die Zustimmung im prinzipiellen Ansatz und die Kritik im Einzelnen!

Geschrieben von  Dr. Ulf Morgenstern am Donnerstag, den 29. Juni 2017 um 08:03 Uhr

Eine neue Rezension unseres Tagungsbandes der Berliner Konferenz des Jahres 2015 ist heute bei HSozuKult erschienen.

Wer wissen möchte, was ein in Schottland lehrender deutscher Historiker über die Beiträge zum Thema „Bismarck und Europa“ aus den Federn von Historikern und Politikern hält, liest hier weiter.

Vielen Dank Frank Lorenz Müller!

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 23. Januar 2017 um 10:18 Uhr

Eine freundliche Besprechung eines der letzten Tagungsbände der Otto-von-Bismarck-Stiftung zum Wochenbeginn gibt es hier.

Vielen Dank an Hendrik Simon!

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Dienstag, den 01. September 2015 um 07:35 Uhr

Thomas Nipperdeys berühmte Trilogie über die Geschichte Deutschlands im 19. Jahrhundert beginnt mit dem berühmten Satz: „Am Anfang war Napoleon.“[1] Die bibelfesten Leser der 1980er Jahre wussten, anders als manche Proseminaristen heute, woher die lakonische Feststellung entlehnt war. Wenn der Marburger Historiker Eckart Conze seine Geschichte des Auswärtigen Amts mit Bezug auf Otto von Bismarck mit einem ganz ähnlichen Satz beginnt, bezieht er sich, so kann man annehmen, nicht nur auf das Johannes-Evangelium, sondern auch auf Nipperdey. Gleich zweimal nimmt Knut Linsel in einer launigen Rezension Conzes Formulierung „am Anfang stand Bismarck“ auf. Wir wollen nicht widersprechen und wünschen gute Unterhaltung, beim Lesen der Besprechung und bei Eckart Conzes Buch.

Achso: Worauf, oder besser worin Bismarck stand, zeigt die Grafik aus der „Bombe“, obere Reihe, Mitte.

[1] Thomas Nipperdey, Deutsche Geschichte 1800-1866. Bürgerwelt und starker Staat, München 1983, S. 11: „I. Der große Umbruch. 1. Das Ende des Reiches. Deutschland unter der Herrschaft Napoleons

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Freitag, den 29. Mai 2015 um 14:55 Uhr

Wie steht es um die regionalen Identitäten in der Bundesrepublik? Und sind diese noch heute geeignet, um zu landsmannschaftlich gefärbten Urteilen über Otto von Bismarck bzw. über die Historiographie über diesen zu kommen? Mit dieser ketzerischen Frage schauen wir auf einige willkürlich ausgewählte Rezensionen der letzten Wochen und beginnen mit dem einst liberalen Süden.

Mit mainfränkischem Wohlwollen bespricht Matthias Stickler (Würzburg) bei Sehepunkte den neuesten Band der Friedrichsruher Ausgabe, in dem Andrea Hopp die Bismarck-Dokumente der Jahre 1888-1890 ediert hat.

Und Dieter Langewiesche (ehemals Würzburg, seit Langem freilich Tübingen) rezensiert ebenfalls bei Sehepunkte die Bismarck-Biographie von Hans-Christof Kraus. Dessen Passauer Anbindung macht ihn zwar zum Wahlsüddeutschen, allerdings zeigt sein innerer Kompass sicher mehr als einmal am Tag in nördlichere Gefilde. Mit noch südlicherem Blick als Stickler und Langewiesche, aus dem schweizerischen Fribourg nämlich, schaut Siegfried Weichlein im Tagesspiegel auf den Band von Kraus. Alle drei finden kaum etwas grundstürzend Neues, alle drei loben die Ausgewogenheit der Neuerscheinungen. Carsten Kretschmann (Stuttgart) kommt zu ganz ähnlichen Urteilen in seiner Rezension der Bücher von Kraus, Christoph Nonn und Tilman Mayer. Sind die Süddeutschen also zahnlos geworden? Wie sieht es im katholischen Rheinland aus? Und wie in Sachsen? Oder spielen diese Verortungen keine Rolle mehr, weil die einschlägigen Rezensenten auf ihrer beruflichen Laufbahn mehr als einmal de Norden gegen den Süden getauscht haben und umgekehrt? Wir setzen die Serie fort.