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Führung durch das Bismarck-Museum

Geschrieben von Conwebia am Freitag, den 18. November 2011 um 10:18 Uhr

Zu einer öffentlichen Führung durch das Bismarck-Museum in Friedrichsruh lädt die Stiftung alle Geschichtsinteressierten am Sonntag, den 20.11.2011, um 15 Uhr, ein. Durch die facettenreiche Sammlung, die sich bis heute in Familienbesitz befindet, seit 2009 jedoch von der Stiftung betreut wird, führt Nikolaj Müller-Wusterwitz, einer der besten Kenner der Orts- und Museumsgeschichte. Die Führungsgebühr beträgt pro Teilnehmer 4 Euro, Kinder und Jugendlche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Seien Sie uns willkommen!

Präsentation der Gedanken und Erinnerungen in Berlin

Geschrieben von Conwebia am Dienstag, den 08. November 2011 um 06:59 Uhr

Am Freitag, den 4. November 2011 präsentierte die Stiftung in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin den neuesten Band der "Neuen Friedrichsruher Ausgabe" (NFA). In der Editionsreihe der Stiftung bildet das neu aufgelegte, alle drei ursprünglichen Bände der Erinnerungen Bismarcks umfassende Werk die Abteilung 4. Die nun vorgelegten "Gedanken und Erinnerungen" enthalten den anhand der im Archiv in Friedrichsruh verwahrten Originalvorlagen sorgfältig überprüften Text der Memoiren Otto von Bismarcks. Lese- und Schreibfehler aller bisherigen Editionen wurden beseitigt. Darüber hinaus finden sich im Anhang fünf erstmals publizierte umfangreiche Denkschriften Herbert von Bismarcks. Diese ermöglichen einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Memoiren. Zahlreiche Sachanmerkungen erleichtern dem Leser zugleich die Lektüre.

Bearbeitet haben den Band die Historiker Prof. Dr. Eberhard Kolb und Prof. Dr. Michael Epkenhans, zwei der renommiertesten Forscher zur Geschichte des deutschen Kaiserreichs. Als Festredner konnte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert gewonnen werden, der über die "Gedanken und Erinnerungen" als Beispiel genreübergreifender Memoiren zwischen Literatur und Politik sprach. Eine kurze Lesung einzelner Textteile durch den Hamburger Schauspieler Robert Kotulla rundete die Veranstaltung ab, die mit einem Empfang im Innenhof des ehemaligen Reichspräsidentenpalais endete.

Bahnhofskino "Margarete Steiff"

Geschrieben von Conwebia am Mittwoch, den 02. November 2011 um 06:21 Uhr

In unserer Reihe Bahnhofskino "Historienfilm" zeigen wir am heutigen Abend (2.11.) den 2005 entstandenen deutschen Film "Margarete Steiff", die dramatische und anrührende Geschichte der Erfinderin des Teddybärs. Beeindruckend und hoch gelobt für Ihre Darstellung der Titelrolle: Heike Makatsch. In weiteren Rollen u.a. Herbert Knaup und Suzanne von Borsody. Regie führte Xaver Schwarzenberger. Beginn ist 19.30 Uhr im Vortragsraum der Otto-von-Bismarck-Stiftung im historischen Bahnhof Friedrichsruh. Der Eintritt ist frei!

Präsentation von "Gedanken und Erinnerungen"

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 31. Oktober 2011 um 13:41 Uhr

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung präsentiert am 4. November in Berlin den neuesten Band der Neuen Friedrichsruher Ausgabe. In der Editionsreihe der Stiftung macht der Band die Abteilung 3 aus. Die kritische Edition vereint alle drei Bände der ursprünglichen Erinnerungen Bismarcks in einem Band. Bearbeitet haben ihn mit den Historikern Prof. Dr. Eberhard Kolb und Prof. Dr. Michael Epkenhans zwei der renommiertesten Forscher zur kaiserzeitlichen deutschen Geschichte. Die Festrede wird der Bundestagspräsident, Prof. Dr. Norbert Lammert, halten.

Sagt uns das noch was? Bismarck-Denkmal und Schule

Geschrieben von Conwebia am Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 07:03 Uhr

Denkmäler, nicht zuletzt die Otto von Bismarck hundertfach gewidmeten, zählen unbestritten zu den herausragenden Quellen der Geschichtskultur. Gerade die "Denkmalswut" (Wolfgang Hardtwig) des Kaiserreiches kann auch Schülerinnen und Schülern noch heute etwas über Formen und Funktionen des Denkmalsbau als Teil der Erinnerungskultur einer Epoche erzählen. Wie sich eine solche Unterrichtseinheit sehr schön und ertragreich in der Oberstufe umsetzen lässt, beweist eine Projektseite eines Geschichtskurses (13. Jg.) am Berufskolleg Krefeld-Uerdingen, auf die ich heute im Netz gestoßen bin: Zur Nachahmung auf lokaler Ebene unbedingt empfohlen!

Vortrag am 27.10: Mythos Befreiungskrieg

Geschrieben von Conwebia am Montag, den 24. Oktober 2011 um 05:29 Uhr

Als die Französische Revolution Europas Throne ins Wanken und Napoleon an die Macht brachte, bedeutete das für die Zeitgenossem vor allem im deutschen Süden uznd Südwesten eines: den permanenten Kriegszustand. Truppen aus aller Herren Länder machten diese Regionen zum Kriegsschauplatz. Einquartierungen und Durchmärsche, Plünderungen und Requisitionen, Seuchen und wirtschaftliche Not brachten die Einwohner an die Grenzen ihrer Leistungs- und Leidenskraft.

Ausgehend von Beobachtungen in verschiedenen Regionen Deutschlands zeigt die Referentin Prof. Dr. Ute Planert, wie sich der Krieg, seine Wahrnehmung und seine Bedeutung nach 1815 in den Köpfen veränderten und wie die einzelnen deutschen Staaten, insbesondere die ehemaligen Rheinbundstaaten, ihre Vergangenheit neu erfanden. Nach 1815 setzte man alles daran, die nun unzeitgemäß jüngste Vergangenheit - man hatte teilweise zu den Verbündeten gehört - in den neuen nationalen Mythos vom Befreiungskrieg zu integrieren.

Prof. Dr. Ute Planert lehrt Geschichte an der Universität Wuppertal. Vor allem durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Krieg und Umbruch in Europa um 1800 gilt sie als die wichtigste Expertin der Zeit der Befreiungskriege. Einem breiten Publikum wurde sie durch die TV-Dokumentation "Die Deutschen" des ZDF bekannt. Die Vortragsveranstaltung findet statt am 27. Oktober, 19.30 Uhr, im Veranstaltungsraum der Stiftung. Wie immer ist der Eintritt frei!

Fortsetzung der Reihe Bahnhofskino "Historienfilm": Der Leopard.

Geschrieben von Conwebia am Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 07:59 Uhr

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung zeigt im Rahmen der Reihe Bahnhofskino am Mittwoch, den 19. Oktober 2011 das filmische Meisterwerk "Der Leopard" von 1962. Das vielfach preisgekrönte Werk von Luchino Vischonti, nach der Romanvorlage von Giuseppe Tomasi de Lampedusa, lässt die Zeit der italienischen Befreiungskämpfe im 19. Jahrhundert wieder aufleben, in der die Macht des süditalienischen Adels gebrochen und der Weg in den Nationalstaat geebnet wurde. In der Rolle des Fürsten von Salina glänzt Burt Lancaster, an seiner Seite spielen unter anderen Alain Delon und Claudia Cardinale.

Wegen der Überlänge des Films wird eine Pause von etwa 15 Minuten angeboten.

Beginn im Stiftungsgebäude, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh, ist 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bismarck, der Esel

Geschrieben von Conwebia am Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 06:49 Uhr

Dass die Beschäftigung mit Geschichte eher schal sei und kaum zur Unterhaltung tauge, ist ein weit verbreitetes Klischee, das sich im Übrigen seit jeher vor allem in jüngeren Generationen hält und an dem die Profession sicher nicht ganz unschuldig ist. Seit geraumer Zeit bemühen sich die Massenmedien - kommerziell erfolgreich, inhaltlich aber nicht immer unumstritten - diesem Bild publikumswirksam entgegenzuwirken. So auch aktuell das etablierte ZDF-Wissensformat "terra x", das Hape Kerkeling für einen sechsteiligen, je 45minütigen Parforceritt durch die Weltgeschichte gewinnen konnte. Kann man, muss man aber nicht gut finden...

Interessant ist in jedem Fall die von Kerkeling im Vorfeld der Ausstrahlung erzählte kleine Anekdote über einen älteren Ägypter, dem der Moderator vor der Djoser-Pyramide begegnete und der ihm seinen auf den Namen Bismarck hörenden Esel vorstellte. Im Gegensatz zum eher zweifelhaften Ruf dieses Unpaarhufers in unseren Breiten und seiner synonymen Verwendung zur Umschreibung eines Dummkopfes, Trottels, Sturrkopfes und dergleichen mehr, lässt sich in Nordafrika und der arabischen Halbinsel eine frühe religiöse Verehrung dieses doch eigentlich braven und sympathischen tierischen Zeitgenossen nachweisen - womit sich der Kreis des Mythos Bismarck wieder schließen ließe.

Wenn Sie im deutschen Sprachraum auf einen gleichnamigen Esel stoßen, lassen Sie es uns bitte wissen - dann sieht die Sache natürlich gaaanz anders aus!