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In den 1920er Jahren wurde das beschauliche sächsische Erzgebirgsdorf Oberschlema zu einem internationalen Kurbad ausgebaut. Der Grund waren radon-haltigen Quellen, denen man eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschrieb. In den 1950er Jahren wurde das Zentrum des noch jungen Kurorts dem Erdboden gleich gemacht, von der weltläufigen Idylle blieb nichts, die Wismut hatte andere Interessen. Nunmehr wurde das für das strahlende Wasser verantwortliche Uran von den Sowjets für ganz andere Zwecke abgebaut. Das MDR-Fernsehen hat für sein Magazin "Geschichte Mitteldeutschlands" die Geschichte des Kurbades in einem spannenden Beitrag nacherzählt. Neben faszinierenden bewegten Bildern gibt es auch fesselnde Fotos aus den 1920er und 1930er Jahren zu sehen. Wer wissen will, was das alles mit Bismarck zu tun hat, der klicke sich bis zum Bild Nr. 8 durch die Foto-Galerie und staune über den Namen der stärksten Abfüllung des strahlenden Wassers. Wie wird der wohl lauten? Bi...ck-Quelle

Der Internationale Museumstag am 18. Mai 2014 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sammeln verbindet – Museum collections make connections“. Das Motto ist Anlass für die Otto-von-Bismarck-Stiftung, im Rahmen einer Sonderausstellung einen Querschnitt aus den Sammlungen der Stiftung sowie des Bismarck-Museums zu geben.

Nachdem sich die jungen Besucher am BismarckKids-Familientag im Museum amüsiert haben, können die Erwachsenen in der Kabinettausstellung „Zeugen der Geschichte – Schätze aus dem Bismarck-Archiv und Bismarck-Museum“ eine Auswahl an interessanten Exponaten im historischen Bahnhofsgebäude Friedrichsruh bestaunen. Museen, Archive und Bibliotheken behüten die materiellen Zeugnisse menschlicher Existenz vergangener Zeiten. Sie sammeln, bewahren, erforschen und präsentieren Sachzeugnisse der Geschichte. Auch die Otto-von-Bismarck-Stiftung verfügt über eine Sammlung von historischen Objekten. Einige von ihnen werden nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – hierzu gehört beispielsweise ein Offizierspatent für einen Vorfahren Otto von Bismarcks aus dem Jahr 1757, das die Unterschrift Friedrichs des Großen trägt.

Ort: Otto-von-Bismarck-Stiftung, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh

Laufzeit: 18. Mai bis 15. Juni 2014

Öffnungszeiten: Di bis So 10 bis 18.00 Uhr, Eintritt frei.

 

 

 

 

Der Internationale Museumstag am 18. Mai 2014 ist auch für die Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh ein Anlass zum Feiern. Der Internationale Museumstag findet in diesem Jahr zum 37. Mal statt und steht unter dem Motto „Sammeln verbindet – Museum collections make connections“. Gefeiert wird der Internationale Museumstag in Friedrichsruh einmal mehr mit dem BismarckKids-Familientag im Bismarck-Museum. Hier gibt es für die jungen Museumsgäste Mitmachaktionen wie ein Kinder-Suchspiel, Mal– und Bastelaktionen sowie Kinderschminken.

Der BismarckKids-Familientag startet am Sonntag, den 18. Mai 2015, um 11.00 Uhr im Bismarck-Museum. Das Kinderschminken findet von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei!

Besucher des Museumstages sind zudem herzlich eingeladen, an einem begleiteten Rundgang durch die historischen Orte von Friedrichsruh teilzunehmen. Der Rundgang „Friedrichsruh entdecken“ beginnt um 14.00 Uhr und dauert ca. 3 Stunden, Treffpunkt ist das Bismarck-Museum. Für die Teilnahme am Rundgang fällt eine Gebühr von 5,00 Euro an.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung bedankt sich bei folgenden Institutionen/Unternehmen für die Unterstützung des BismarckKids-Familientages im Bismarck-Museum:

- Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

- Bergedorfer Zeitung

- City-Store Büchen, Inh. Ali Karakan

- Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, Aumühle

- Lübecker Nachrichten

- Nestlé (Fürst Bismarck Quelle)

- REWE-Markt Dassendorf , Inh. Bernhard Scheller

 

Auch 2014 setzt die Otto-von-Bismarck-Stiftung ihre Kooperation mit Museen und anderen Kulturinstitutionen weiter fort. Für die vom Mai bis August 2014 präsentierte Sonderausstellung zum 250. Jubiläum der Stiftung des Königlich Ungarischen Sankt Stephans-Ordens erbat das Ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum) in Budapest von der Otto-von-Bismarck-Stiftung für die Sonderausstellung die Überlassung eines ganz besonderen Objekts, das im Friedrichsruher Bismarck-Museum gezeigt wird: Es handelt sich um das Großkreuz des Sankt Stephans-Ordens mit Brillanten, das Otto von Bismarck im Jahr 1872 von Kaiser Franz Joseph I. verliehen wurde.

Gern kam die Stiftung der Bitte um Ausleihe dieses Exponats nach, und nach Prüfung aller notwendigen Leihmodalitäten konnte das Objekt an das Ungarische Nationalmuseum ausgeliehen werden.

Der sächsische König Johann (1801-1873) liebte sein Schloss Weesenstein heiß und innig. Nah genug an seiner Dresdner Residenz, um bei Bedarf binnen Stunden dort zu sein, und doch abgeschieden und weltabgewandt genug, um den dichterischen und wissenschaftlichen Neigungen als Dante-Übersetzer und Vorsitzender des Gesamtvereins der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine Raum und Ruhe zu geben. Aber Johann war, wie später auch sein Sohn Albert, nicht immer da. Wenn Weesenstein ohne Schlossherr war, konnten die Parkanlage und Teile des Schlosses besichtigt werden. Dass es für Besucher besondere Weesenstein-Souvernirs gab, die man mit nach Hause nehmen konnte, zeigt nun eine Ausstellung. Ob auch Bismarck, der zu jenen Besuchern gehörte, die bei Anwesenheit der sächsischen Hoheiten in der Burg über dem Müglitztal weilten, eine Meissner-Tasse mit Kitschmotiv mit nach Hause nahm, wissen wir nicht. In den Beständen des Museums in Friedrichsruh findet sich nichts. Was freilich nicht ausschließt, dass in der Nachkommenschaft des Kanzlers nicht noch wettinischer Nippes die Nachttische ziert.

Mehr zur Ausstellung "Weesensteiner Vergissmeinnicht", die noch bis zum 2. November läuft, finden Sie hier.

Über Johann von Sachsen informiert nach wie vor hervorragend der Band:

Uwe John (Hrsg.), König Johann von Sachsen: zwischen zwei Welten, Halle 2001.

Nachlese zur Würdigung der Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“

Wie berichtet, ist die Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen ausgezeichnet worden, und zwar am 29. März 2014 durch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ für ihre Projektidee zu alljährlichen „Park-Verwandlungen“ (seit 2012 unter dem Titel „Kunst für Demokratie“) gegen rechtsextremistische Vereinnahmungsversuche des Bismarckschen Geburtsortes. „Land der Ideen“ als Initiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft würdigt kreative Impulsgeber in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft. Neben zahlreicher Presseberichterstattung steht „Kunst für Demokratie“ nun auch im Mittelpunkt eines Deutschlandfunk-Beitrags:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/04/11/dlf_20140411_1417_1a31d37f.mp3

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen setzt Kunst ein als Mittel zivilgesellschaftlichen Engagements: „Im gemeinsamen Handeln“, so Dr. Andrea Hopp in ihrer Begrüßungsrede anlässlich der Preisverleihung, „machen wir uns begreiflich, dass die menschliche Fähigkeit, Umwelt selbst zu gestalten, einfache Möglichkeiten bietet, die vergleichsweise große Wirkung entfalten können.“

In Schönhausen wird aus einem Park dann eine bunte Kunstlandschaft, Kanonen zu Drachen, Bäume behängt oder bemalt. Der Park erhält dadurch ein neues Gesicht, ein anderes, ungewohntes Aussehen: bunt und vielfältig, originell und spielerisch – zum Beispiel mit Drachen und Totems, Fantasietieren und einem Demokratiebaum, mit Masken aus aller Welt, expressionistischer Malerei, mit künstlerischen Werken, die an ökologische Verantwortung appellieren. Und dieses neue Gesicht entsteht durch gemeinsame Aktionen vieler Beteiligter aller Altersgruppen aus Schönhausen, den Nachbarorten und darüber hinaus, parteiübergreifend. Schöpferisch tätig werden Schulkinder mit ihren Lehrerinnen, Jugendclubs und Vereine, Handwerker und Hobbybastlerinnen, unterstützt von Unternehmern und PolitikerInnen – alle ganz verschieden, aber mit einem Anliegen: vereint für Demokratie einzutreten. Höhepunkt ist stets eine Ausstellungseröffnung mit Teilnehmerzahlen im dreistelligen Bereich.

Erstmals stand der Wettbewerb „Land der Ideen“ 2013/14 unter einem Motto. Es lautete „Ideen finden Stadt“. „Dass ‚Kunst für Demokratie‘ in der Kategorie ‚Gesellschaft‘ als eine Innovation mit Vorbildcharakter ausgezeichnet wurde, begreifen wir als eine besondere Würdigung für den Ort und die Region“, so Dr. Andrea Hopp. „Richtungsweisend ist es zweifellos, wenn wir es gemeinsam schaffen, Demokratie so sichtbar zu machen, dass Schönhausen sich als eine moderne, zukunftsorientierte Gemeinde profiliert, die die Vergangenheit nicht unhinterfragt verklärt, vielmehr verantwortungsbewusst mit der Geschichte umgeht und ebenso verantwortungsbewusst in der Gegenwart Stellung bezieht. Kurzum: Eine der 100 besten Ideen in Deutschland 2013/14 gehabt zu haben, ist Ansporn und Bestätigung zugleich – gerade nach der schweren Flutkatastrophe des letzten Jahres.“

 

Die Literatur über die Geschichte des studentischen Verbindungswesen füllt Bibliotheken. Trotzdem bleibt die unter verschiedenen Gesichtspunkten interessante Frage, wie es von der Opposition gegen das Metternichsche Reaktionssystem zur wachsenden gouvernementalen Bindung der Studentenverbindungen gekommen ist, hochspannend. Schließlich stellte die Altherrenschaft der Burschenschaften, Landsmannschaften, Corps, Sängerschaften, Turnerschaften und sonstiger Verbindungstypen bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts (und darüber hinaus) einen nicht unbeträchtlichen Teil der Eliten in Staat und Gesellschaft. Die Frage, welche gemeinsamen politischen, kulturellen, sozialen und religiösen Prägungen in den peer groups des frühen 19. bis mittleren 20. Jahrhunderts die Verbindungsjahre für den Akademiker bedeuteten, drängt sich gerade zu auf! (Und dass Freundschaften der Studienzeit als Netzwerke weiterwirken können, weiß - und hofft! - auch heute noch jeder Universitätsabsolvent.).

Eine weit verbreitete, im Detail freilich zu relativierende, aufs Ganze gesehen jedoch recht nachvollziehbare Lesart geht so: Das studentische Verbindungswesen sei in seinen politischen Grundforderungen dem gesellschaftlichen Mainstream in den deutschen Staaten gefolgt. In der radikalen Forderung nach nationaler Einigung sei man sogar die Speerspitze gewesen. Als diese dann erreicht gewesen sei, habe man sich bald mit dem kleindeutschen Reich unter Ausschluss Österreichs arrangiert. Zu Wohlstand gekommen, habe das Verbindungsstudententum der Wilhelminischen Ära dann den Zeitgeist jener Jahre gespiegelt: Matt, ohne höherere Ideale, individuell "saturiert", politisch zu lauten Chauvinismen neigend.

Dass dies zu kurz greift und wie jede pointierte Verknappung Anlass zu vielgestaltigen Kommentaren und Ergänzungen bietet, versteht sich von selbst. Ganz von der Hand zu weisen sind die politischen Messpunkte einer studentischen Erregungs-Kurve über der allgemeinen deutschen Zeitachse zwischen 1810 und 1910 aber auch nicht. Die "Lustigen Blätter" brachten es jedenfalls in dem untenstehenden Bildzyklus auf diesen Nenner. Ohne historische und literarische Grundkenntnisse ist dabei natürlich nichts zu verstehen, der seinerzeit übliche bildungsbügerliche Grundkanon durfte auch im Scherz vorausgesetzt werden. Und was Bismarck damit zu tun hat? Nun, ohne den ging es eben im späten Kaiserreich auch bei unterhaltsamen kulturgeschichtlichen Bildern nicht.

Die" Prinz-Heinrich Mütze" kennt man noch, den "Bismarck-Hering" auch und wie ein" Adenauer-Mercedes" aussah, wissen sogar eingefleischte Radfahrer. Aber hat man jemals "Hohenzollern-Sauce" serviert bekommen? Auch diese gab es einmal, sie hat es jedoch, anders als die drei Erstgenannten nicht ins kollektive Produktbewusstsein geschafft. Und das muss nichts mit ihrem Geschmack zu tun haben, denn auch der "Bismarck-Hering" ist ja nicht jedemanns Sache. Offenbar gibt es tiefergehende wirtschaftspsychologische Gründe dafür, dass eine willkürliche Produktbenennung mit einem Prominentennamen sich mal durchsetzt und mal nicht. Oder besser "durchsetzte". Denn die Benennung nach Politikern scheint mit dem postmodernen Verschwinden der (unkritischen) Verehrung und Mythisierung von Staatsmännern nicht mehr zu funktionieren. Adenauer war hier wohl einer der letzten Ausläufer einer Politikrezeption, die noch durch das ehrfürchtige Abstellen auf die Leistungen einzelner "großer Männer" gekennzeichnet war. Seine Nachfolger hatten es da schon deutlich schwerer, amtierten sie doch in einer im Wortsinn "nivellierten Mittelstandsgesellschaft", deren Sehnsucht nach Führungsfiguren überschaubar ist. Obwohl Erhard und Brandt volkstümliche Kanzler waren, gibt und gab es weder Zigarren noch sonstige Genussmittel, die ihren Namen tragen. Und schon der Adenauer-Benz lief ja in Stuttgart nicht mit dem Namen des Rheinländers vom Band, sondern wurde erst durch den Volksmund zu diesem.

Wie anders sah es in dieser Beziehung im Kaiserreich aus?! Zahllose Nähmaschinen- und Fahrradfabrikate trugen die Namen der regierenden Fürsten, populärer Militärs oder den des zur nationalen Projektionsfläche gewordenen Kanzlers Bismarck. Dass man auch in Sachsen auf diesen Trend aufsprang, wie die Annonce eines Leipziger Fleischers von 1910 zeigt, verdeutlicht neben dem Geschäftssinn der Sachsen auch den Integrationsgrad nach vier gemeinsamen Jahrzehnten im Kaiserreich. Der sächsische König Friedrich August ist mit dabei unter den Schinken-Motiven, Bismarck sowieso, abgebildet ist aber Wilhelm II. Was für eine geschichtspolitische Melange! Dass der Schinken besonders scharf geräuchert war, ist zu vermuten. Wohl bekomm's...

Onomastische Nachbemerkung: Viehweg ist natürlich ein wunderbarer Name für einen Fleischer!

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