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Otto und kein Ende: Doppelte Buchpräsentation in Friedrichsruh

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Freitag, den 10. Oktober 2014 um 10:51 Uhr

Am 9. Oktober kam mit Waltraut Engelberg eine in Friedrichsruh nicht unbekannte Bismarck-Biographin zurück an einen früheren Forschungsort. Im Gepäck hatte sie die druckfrische Neuausgabe ihres Buches "Das private Leben der Bismarcks" und begleitet wurde sie von ihrem Sohn Achim Engelberg. Auch er konnte mit  einer soeben erschienenen Kompaktversion der ursprünglich zweibändigen Bismarck-Biographie seines Vaters Ernst eine neue Monographie vorstellen. Lebhaft berichteten beide vom Entstehen der einschlägigen Arbeiten in den 1970er und 1980er Jahren, als Deutschland noch geteilt, und es keineswegs selbstverständlich war, dass ein weltanschaulich sattelfester Historiker aus der DDR Archive im westdeutschen Ausland bereiste. Daneben ging es natürlich auch um den Inhalt der Bücher, das heißt um das Familienleben der Bismarcks einerseits und das biographische Werden und das politische Werk Bismarcks andererseits. "Sturm über Europa" hat Achim Engelberg die komprimierte Bismarck-Biographie untertitelt. Wie ein Sturm waren auch die Rede- und Gegenrede-Beiträge von Mutter und Sohn, das Publikum war bestens unterhalten. Beim anschließenden Empfang, den der Verlag und die Catering-Abteilung der Otto-von-Bismarck-Stiftung perfekt organisiert hatten, nutzten die Besucher intensiv die Gelegenheit, um mit den zugänglichen Engelbergs ins Gespräch zu kommen. Ein gelungener Abend, bei dem 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution alte Gräben zwischen Ost und West zwar noch bekannt waren, aber längst keine Trennung bedeuteten!

Unser Bild zeigt Waltraut Engelberg, den Moderator Ulf Morgenstern und den offenkundig amüsierten Achim Engelberg.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung handelt in Wissenschaft und historisch-politischer Bildung über einen historischen Gegenstand und unterliegt damit in Bezug auf die mediale Aufmerksamkeit jenem Jubiläumssog, der sich gerade eindrucksvoll in Sachen Erster Weltkrieg gezeigt hat. Einhundert Jahre nach dem Ausbruch der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts ist der Krieg in der deutschen Öffentlichkeit so präsent wie seit den 1920er Jahren nicht mehr. Blickt man auf die punktgenauen Erscheinungsdaten der zahllosen Publikation, lässt sich leicht ermessen, dass die meisten Autoren wohl schon spätestens 2010 oder 2011 in die Schützengräben gestiegen sein müssen - bildlich gesprochen. Nun ist Bismarck nicht mehr die nationale Überfigur, bei der im nächsten Jahr ähnliches zu erwarten (oder: zu befürchten!) wäre, aber es kündigen sich doch etliche Veröffentlichungen bereits jetzt an. Eine Buchvorstellung mit neuen Bänden von Ernst/Achim und Waltraud Engelberg steht hier schon in dieser Woche ins Haus, andere werden in den nächsten Monaten folgen. Aber auch außerhalb der Produktion von wissenschaftlicher Literatur setzt man sich an vielen Stellen schon mit dem Alten aus dem Sachsenwald auseinander: Künstlerisch-dramatisch oder auch filmisch. Namen werden hier nicht genannt, das sollen die Verwantwortlichen zu gegebener Zeit selbst tun. Nur dort, wo bereits Ankündigungen publik gemacht sind, möchten wir darauf verweisen. Etwa auf einen ZDF-Arte-Film, der als Dokumentation das Thema aufgreift, Histotainment also, modern gesprochen.

Die Stiftung(en) auf dem Historikertag in Göttingen

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Mittwoch, den 01. Oktober 2014 um 10:05 Uhr

Beim Sichten der Handyfotos vom gemeinsamen Stand der Politikergedenkstiftungen auf dem Historikertag in Göttingen fällt dem ungeübten Fotografen leider auf, dass nahezu alle Bilder verwackelt sind. Nur eines ist brauchbar und sympathisch obendrein, denn es zeigt unseren Museumspädagogen Dr. Maik Ohnezeit bei der wichtigsten Aufgabe während der Standpräsenz: Dem freundlichen Warten auf Interessierte! Einen Fehler hat das Bild aber trotzdem, denn es erweckt den Eindruck, als ob nur Ebert, Heuss und Adenauer den 3000 nach Göttingen gepilgerten Historikern präsentiert worden seien. Das stimmt natürlich nicht, denn flankiert wurden die drei von Willy Brandt (rechts) und Otto von Bismarck (links, im Ernst!). Sonst hätte der geschätzte Kollege Ohnezeit kaum so ausgeglichen gelächelt!

Am Ende hatten die Mitarbeiter der Stiftungen zahllose Gespräche geführt und über die wissenschaftliche und historisch-politische Bildungsarbeit ihrer Häuser informiert. Dafür sei allen noch einmal herzlich gedankt! Das Informationsmaterial der fünf Stiftungen hatte sich nach vier Tagen erfreulich verringert, so dass der Rückweg keine Plackerei mehr war. In zwei Jahren werden zumindest wir von Friedrichsruh aus unsere Flyer, Postkarten und Publikationen auf leichterem und vor allem kürzeren  Weg zum Stand transportieren können, und zwar mit der Bahn bis zum Dammtor, denn dann heißt es: Willkommen beim 51. Deutschen Historikertag in Hamburg!

Die Themenführung „Nation und Nationalstaat im 19. Jahrhundert“ wirft am Tag der Deutschen Einheit einen Blick zurück auf die Entwicklung der Nationalbewegung in Deutschland und zeigt ihren Einfluss bei der Gründung des ersten deutschen Nationalstaates 1871, die maßgeblich von Otto von Bismarck mitgestaltet wurde, auf. Zudem wird in der Führung auf das Problem der „inneren Reichsgründung“ eingegangen.

 

Die Führung startet in der Dauerausstellung „Otto von Bismarck und seine Zeit“ im historischen Bahnhofsgebäude von Friedrichsruh und wird im Bismarck-Museum fortgesetzt.


Termin: Freitag, 3. Oktober 2014, 14.00 Uhr

Ort: Dauerausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung und Bismarck-Museum, Friedrichsruh

Treffpunkt: Historisches Bahnhofsgebäude, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh

Kosten: Eintritt für das Bismarck-Museum: 4,-- Euro (Gruppen: 3,-- Euro)

 

Alle auf einen Streich: Die Politikergedekstiftungen auf dem Historikertag

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Dienstag, den 16. September 2014 um 12:43 Uhr

Auf dem Historikertag in Göttingen werden die fünf Politikergedenkstiftungen des Bundes vom 24. bis 26. September mit einem gemeinsamen Stand vertreten sein. Wer also mehr über die Arbeit der Häuser in Berlin, Friedrichsruh, Heidelberg Lübeck, Rhöndorf, Schönhausen und Stuttgart erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, den Stand 112 im Obergeschoss des Zentralen Hörsaalgebäudes zu besuchen. Von 9.15 bis 18.00 Uhr werden dort täglich Mitarbeiter der Stiftungen über das wissenschaftliche und historisch-politische Programm des eigenen Hauses und der Schwestereinrichtungen informieren. Die neuesten Publikationen können eingesehen werden und Fragen aller Art werden gern beantwortet. Sollten Sie eine Vortragspause brauchen und den biographischen Zugang zur deutschen und europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts nicht scheuen, dann sind Sie bei uns herzlich willkommen!

Berühmte Bismarcks...

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 15. September 2014 um 07:52 Uhr

... gab es auch im 20. Jahrhundert, und zwar einige. Nachdem wir vor einigen Wochen an Gottfried von Bismarck erinnert haben, einen Enkel des Kanzlers, verlinken wir heute auf einen schönen Blogeintrag im Portal Rheinische Geschichte. Darin geht es um Klaus von Bismarck, einen Urenkel von Otto von Bismarcks älterem Bruder Bernhard (1819-1893); der etwas holprig klingende Verwandtschaftsgrad zum Reichsgründer lautet "Urgroßneffe". In den mittleren Jahren der alten Bundesrepublik kannte Klaus von Bismarck  jeder Mediennutzer: Der gesellschaftliche engagierte Journalist wandelte sich von einstigen Stahlhelm- und DNVP-Mitglied zum demokratisch-vorbildlichen öffentlichen Person. Er war u.a. Intendant des WDR, Mitglied des Präsidiums des Evangelischen Kirchentages und Präsident des Goethe-Instituts. Mehr erfahren Sie hier.

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Regionalgeschichte am Historischen Seminar der Universität Kiel veranstaltet die Otto-von-Bismarck-Stiftung am 17. und 18. Oktober in Friedrichsruh und Reinbek eine internationale wissenschaftliche Konferenz. Gegenstand wird die internationale Wahrnehmung des Ausgangs des deutsch-dänischen Krieges des Jahres 1864 sein. Nähere Infomationen zu Konzeption, Programm und Inhalt finden Sie hier.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich im Tagungsbüro an, das in Friedrichsruh in den bewährten Händen von Frau Schmucker-Uhlhorn liegt.

Während der Tagung ist die Dauerausstellung für Besucher leider geschlossen, wir bitten um Ihr Verständnis.

Preisverfall in Eckernförde

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Donnerstag, den 28. August 2014 um 10:18 Uhr

In unserer Reihe Bismarck-Brötchen aus aller Welt gibt es heute ein von Nikolaj Müller-Wusterwitz aufgenommenes Bild aus Eckernförde. Dort kann man in Hafennähe ein mit Bismarck-Hering gefülltes Brötchen für nur 2,00 Euro bekommen. Warum der Kanzler hier billiger ist als andere Fischbrötchen, weiß nur der offenbar wenig an Deutschlehrern interessierte Imbissbetreiber. Dieser ist nämlich auch für die etwas freihändige Schreibweise ohne "c" verantwortlich. Der Kundschaft dürfte das aber egal sein, schließlich soll es ja in erster Linie schmecken. Und das wird es wohl, so nah am Meer...

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