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Mittwoch, den 02. November 2016 um 14:24 Uhr

Bismarck-Jahreskalender für das Jahr 2017 erhältlich

Gab die Otto-von-Bismarck-Stiftung anlässlich des 200. Geburtstages Otto von Bismarcks erstmalig einen Kalender für das Jahr 2015 heraus, folgt aufgrund der positiven Resonanz für das kommende Jahr 2017 ein weiterer Bismarck- Jahreskalender.

Die Bildmotive bilden das Leben des ersten Reichskanzlers vom Knaben bis hin zum „Alten im Sachsenwald“ ab.

Der Kalender hat ein Format von 30 x 42 cm und ist im historischen Bahnhof von Friedrichsruh, dem Sitz der Stiftung, sowie im Bismarck-Museum für Euro 5,00 (bei Versand zuzüglich Euro 5,00 Porto) erhältlich.

Der Kalender kann auch in der Stiftung über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder direkt auf der Homepage unter „Shop“ bestellt werden.

 

Veröffentlicht in Aktuelles

Objekt: Erste Seite des Friedensvertrages zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich, Frankfurt/M. , 10. Mai 1871 (Faksimile)

Material: Papier, Textil

Ort: Dauerausstellung Otto-von-Bismarck-Stiftung

 

Von Melih Esmer

Unter den „Einigungskriegen“ zwischen 1864 und 1871 zeichnete sich vor allem der Deutsch-Französische Krieg durch seine überaus große Bedeutung im Zusammenhang mit der Reichsgründung aus. Bismarcks Rechnung ging auf: Die Kriegserklärung Frankreichs war insofern ein ihm gelegenes Manöver, weil sie eine Welle von nationaler Begeisterung in den deutschen Staaten auslöste, welche im Hinblick auf die spätere Reichsgründung eine nicht zu unterschätzende Rolle einnahm.

Nachdem sich Kaiser Napoleon III. nach der Schlacht von Sedan Anfang September 1870 ergeben hatte, leistete die neugebildete provisorische Regierung in Paris weiterhin Widerstand. Besonders Jules Favre, der Außenminister der kurz zuvor ausgerufenen Republik, war ein entschiedener Befürworter des Widerstands, doch wie auf dem hier präsentierten Exponat zu sehen ist, war er am Ende doch gezwungen, einen Friedensvertrag zu Bismarcks Bedingungen zu unterzeichnen. Zum Ärger einiger deutscher Militärs bevorzugte Otto von Bismarck eine politische Lösung des Konflikts, die jedoch vorerst nicht zu Stande kam, weil die republikanische Regierung in Paris die von deutscher Seite geforderten Gebietsabtretungen nicht hinnehmen wollte. Doch die innenpolitische Lage in Frankreich verschärfte sich parallel zum immer noch andauernden Krieg. So kapitulierte die von den Deutschen eingeschlossene Hauptstadt Paris schließlich, und die republikanische Regierung war gezwungen, zunächst einen Waffenstillstand zu vereinbaren, woraufhin eine Nationalversammlung gewählt wurde, die den deutschen Forderungen zustimmte. Somit wurde eine Grundlage für den Vorfrieden von Versailles (26. Februar 1871) geschaffen. Hierbei wurde verbindlich festgelegt, welche Gebiete die dritte Französische Republik an das neugegründete deutsche Kaiserreich abtreten sollte. Außerdem wurden Reparationen in Höhe von fünf Milliarden Francs festgelegt. Ein interessantes Detail ist, dass eine derart hohe Summe selbst aus Bismarcks Sicht im Grunde unangemessen war, weil sie den tatsächlichen Kosten der materiellen Kriegsschäden nicht entsprochen habe.

Wie der Name schon erahnen lässt, ist der Vorfrieden von Versailles kein endgültiger Friedensschluss gewesen. Jetzt tritt das Exponat des Monats in Erscheinung, denn es beinhaltet die Korrektur, aber vor allem die Sanktion der im Versailler Vorfrieden genannten Beschlüsse. Der am 10. Mai 1871 in Frankfurt am Main nach langwierigen und von den Franzosen hinhaltend geführten Verhandlungen abgeschlossene Friedensvertrag beendete den im Jahr zuvor ausgelösten Deutsch-Französischen Krieg. Das Dokument umfasst 18 Artikel zuzüglich dreier zusätzlicher Bestimmungen. Diese regelten neben der Höhe und Modalitäten der von Frankreich zu zahlenden Kriegsentschädigung auch die Abtretung von Elsass und Lothringen, die Dauer des Aufenthalts der deutschen Besatzungstruppen, die Frage der Rückführung der Kriegsgefangenen sowie weitere völkerrechtliche und handelspolitischen Fragen. Unterzeichnet wurde der Friedensvertrag unter anderem von Reichskanzler Otto von Bismarck für die deutsche sowie von Jules Favre für die französische Seite.

Insbesondere die Gebietsverluste und die Höhe der Reparationen wurden in Frankreich als demütigend empfunden und hinterließen Spuren in der kollektiven Erinnerung der Franzosen. In Deutschland wurde der Erwerb Elsass-Lothringens hingegen überwiegend positiv aufgenommen. Die ersten Worte des auf Französisch verfassten Vertragstextes bezeichnen den Namen des Mannes („Der Fürst Otto von Bismarck-Schönhausen, Kanzler des Deutschen Reichs“), dem es schließlich gelungen war, durch diplomatische Bemühungen den Krieg zugunsten des deutschen Kaiserreichs zu beenden.

Wenn Bismarck heute überwiegend als pragmatischer Politiker und vorausschauender Diplomat betrachtet wird, hat dies auch mit dem Deutsch-Französischen Krieg zu tun, welcher als letzter der drei „Einigungskriege“ die Einheit Deutschlands unter der Führung Preußens bewirkte.

Der Gewinn der beiden Provinzen Elsass und Lothringen war ein großer Triumph für die Deutschen, schließlich war es der erste große militärisch-politische Erfolg des noch jungen Kaiserreichs. Der Sieg über Frankreich bildete das Fundament für den neuentstandenen Staat. Parallel zu der deutschen Euphorie erlitten die Franzosen mit der Kaiserproklamation in Versailles und den Gebietsverlusten eine der größten Demütigungen ihrer Geschichte. Die deutsch-französische „Erbfeindschaft“ hatte nach den napoleonischen Feldzügen und den Befreiungskriegen einen weiteren Höhepunkt erreicht.

Otto von Bismarck war sich der Tatsache bewusst, dass Frankreich mittelfristig nicht als Verbündeter zu gewinnen war, es war aus deutscher Sicht eher eine militärische Revanche zu befürchten. In Anbetracht dieser Ausgangslage legte es Bismarck außenpolitisch auf eine Isolation Frankreichs an, die er in seiner Amtszeit als Reichkanzler durch eine geschickte Bündnispolitik auch durchsetzen konnte. Doch nach dem Ende der Ära Bismarck 1890 wandten sich seine Nachfolger von dessen Politik der „Saturiertheit“ ab.

Der Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 bietet noch heute ausreichend Stoff für kontroverse Diskussionen. Hätten die Deutschen auf Elsass-Lothringen verzichten sollen? Musste die Kaiserproklamation unbedingt im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles durchgeführt werden? War Bismarck durch seine Friedensbedingungen möglicherweise sogar der Wegbereiter für einen zukünftigen Konflikt in Europa?

Auch wenn diese Fragen nicht abschließend zu beantworten sind, ist eines sicher, nämlich die Bedeutung des hier vorgestellten Exponats. Der Frieden von Frankfurt beendete zwar den Deutsch-Französischen Krieg, aber er stellte die Beziehungen zwischen beiden Staaten nicht auf eine solide Grundlage. Besonders die Abtretung Elsass-Lothringens sollte das Verhältnis zwischen beiden europäischen Großmächten langfristig belasten. Auch wenn heute ein kriegerischer Konflikt zwischen den beiden Nationen ausgeschlossen scheint, sollen die Ereignisse von 1870/71 und was daraus folgte den Blick dafür schärfen, dass die freundschaftliche Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich keine Selbstverständlichkeit, sondern letztlich die Konsequenz aus den Erfahrungen zweier Weltkriege ist.

 

 


 

Veröffentlicht in Exponat des Monats

Nicht erst das 20., sondern bereits das 19. Jahrhundert war eine Hochzeit des politischen Attentats. Königen, Zaren und Kaiserinnen wurde mit Messern, Pistolen und Sprengstoff nachgestellt. In der Rückschau staunt man, wie blutig das Zeitalter von Nationalstaatsbildung und europäischem Kolonialismus für seine Exponenten sein konnte. Das Wissen um die zahlreichen rechts- und linksterroristischen Attentate des 20. Jahrhunderts verstellt da gelegentlich den Blick. Ob am Genfersee, vor mexikanischen Bretterzäunen oder auf noblen Kurpromenaden: Regierende Häupter wurden lange vor den Morden von Sarajewo erstochen, füsiliert und in die Luft gesprengt.

Vor 150 Jahren entging auch der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck nur knapp einem Attentat. Ein Kalenderblatt des Deutschlandfunks erinnert an den Mordversuch. Bismack überlebte diesen Angriff ebenso wie spätere Attentate und starb bekanntlich eines natürlichen Todes im heimischen Bett. Hätte die europäische Geschichte einen anderen Verlauf genommen, wenn Bismarck im Mai 1866 getötet worden wäre? Zumindest der Attentäter war davon überzeugt, erlebte diese Ereignisse dann aber nicht mehr mit, da er sich in Haft selbst richtete.

S. zu dem Attentat auch Julius H. Schoeps, Bismarck und sein Attentäter, Zürich-München 1998; und Markus Mühlnikel, "Fürst, sind Sie unverletzt?" Attentate im Kaiserreich 1871-1914, Paderborn 2014.

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Montag, den 21. März 2016 um 11:17 Uhr

Bismarck-Denkmäler bei Karambolage auf ARTE

Landauf, landab stehen in Deutschland Bismarck-Denkmäler. Dem verehrten Reichsgründer wurden schon zu Lebzeiten Denkmäler gesetzt wie sonst nur den Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Der gravierende Unterschied: Die Bismarck-Ehrungen im öffentlichen Raum waren keine staatlich-politischen Maßnahmen (die Verwaltungen der Kommunen begleiteten sie allenfalls wohlwollend), sondern sie entstanden aus "zivilgesellschaftlichem" Engagement heraus.

Unter den unterschiedlichen Anhängern des Kanzlers fanden sich in den Jahrzehnten bis zum Ersten Weltkrieg überall Enthusiasten, die Denkmalserrichtungen initiierten und begleiteten (ganz ähnlich war es auch im Falle der Bismarck-Türme und -Säulen).

Arte erinnerte im Januar in seinem deutsch-französischen Kulturmagazin Karamabolage an diese noch heute sichtbare Form der Politikerverehrung. Ob man aus der vielerorts nur noch recht oberflächlichen Fortexistenz der Denkmäler zu dem Schluss kommen muss, dass der Bismarck-Kult in Deutschland noch andauert, ist Geschmackssache. Aus französischer Sicht mag die schiere Tatsache der vielen Denkmäler so anmuten. Als "Inventar" deutscher Erinnerungslandschaften ist Bismarck aber schon längst profanisiert und entmythifiziert.

Wenn es den Kult also noch gibt, dann doch in deutlich gewandelter Form als Rest der einstigen Heldenerzählung. Zahlreiche Beispiele für diese Tendenz finden sich in unserem Online-Projekt BISMARCKIERUNG. Auch die bei Karambolage zusammengestellten Türme.

Vielen Dank jedenfalls an ARTE für das Aufgreifen dieses im deutsch-französischen Verhältnis lange nicht selbstverständlichen Themas!

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Objekt: Fotografie Juan Prim y Prats


Material: Papier/Karton


Herstellung: um 1860/65


Herstellungsort: Madrid


Maße: Breite: 6,3 cm; Höhe:10,5 cm


Standort: Archiv der Otto-von-Bismarck-Stiftung


Inventar-Nr. Bestand 14/7/1, ohne Inventarnummer

 


Von Ina Redwanz

Die aus der fotografischen Sammlung des Archivs der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh stammende Abbildung des spanischen Generals und Politikers Juan Prim y Prats führt zurück in die Zeit vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Die Fotografie, die um 1860[1] von Jean Laurent aufgenommen wurde, zeigt Juan Prim y Prats, der seit 1868 Innenminister und seit 1869 Ministerpräsident und Kriegsminister in Spanien war.[2] Prim wurde ist 1814 in Reus (Katalonien) geboren und im Alter von 56 Jahren ermordet.

 

Der französische Fotograf Jean Laurent lebte von 1816 bis 1886 und hatte seit 1843 seinen Wohnsitz in Madrid. 1856 errichtete er sein Fotostudio in der Nähe des Abgeordnetenhauses und machte seine Leidenschaft zur Profession. Die Adresse des Studios ist auf der Rückseite der Fotografie, bei der es sich um eine Carte de Visite handelt, angegeben (39, Carrera de S. Geronimo, Madrid). Laurent fertigte vor allem Landschafts- und Städteaufnahmen an, aber auch von interessanten oder populären Persönlichkeiten existieren Fotografien. Darauf lässt auch der ihm zwischen 1861 und 1868 verliehene Titel „Fotógrafo de Su Majestad la Reina“, die ihn als Hoffotografen Königin Isabellas II. ausweisen, schließen. Seine im Auftrag der Regierung angefertigten Fotografien von öffentlichen Bauten wie Straßen, Brücken, Bahnhöfen, Häfen und Kanälen in Spanien wurden sogar auf der Pariser Weltausstellung 1867 präsentiert. Er gilt als einer der bedeutendsten Fotografen aus dem Spanien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dessen Fotografien noch heute öffentlich präsentiert und gewürdigt werden.[3] Im Jahr 1868 eröffnete er in Paris ein Geschäft, das dem Verkauf seiner Fotografien diente, (27, rue Richelieu, à Paris).

 

Zum ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme führten die soziopolitischen Umstände in Spanien zunehmend zu Konflikten zwischen der sehr konservativ und autoritär eingestellten Regierung mit Isabella II. als Königin sowie den linksliberalen Strömungen, die zunehmend gegen das repressive System der spanischen Krone protestierten. Gegen dieses Aufbegehren der linken Opposition versuchte die rechtsgerichtete Regierung mit drastischen Mitteln vorzugehen, jedoch spitzte sich die Lage weiter zu, bis sich die Spannungen schließlich in der Revolution von 1868 entluden.[4] An dieser Stelle spielte Juan Prim y Prats eine entscheidende Rolle, da er maßgeblich an der Ausübung des Putsches beteiligt war und somit auch am Sturz von Isabella II. Die Revolution hatte weitreichende Folgen, die in der Problematik der spanischen Thronfolgefrage, die wiederum im Deutsch-Französischen Krieg gipfelte.

 

General Juan Prim, der sich im militärischen Dienst ausgezeichnet und früh politisch engagiert hatte, ging aus den Parlamentswahlen vom Januar 1869 erfolgreich als neuer Ministerpräsident hervor und war somit in der Position, bei der Wahl des spanischen Thronfolgers (die Einführung der Republik stand für Prim und seine politischen Verbündeten nicht auf der Tagesordnung) seine Stimme verlauten zu lassen und die Entwicklung zugunsten seiner Vorstellungen beeinflussen zu können. Der Vorschlag, den Sohn Isabellas, Kronprinz Alfons, Fürst von Asturien, für die spanische Thronfolge in Betracht zu ziehen, wurde von Prim abgelehnt, da er gegen die Thronbesteigung eines Bourbonen war. Grund für diese Ablehnung war das Bestreben, Spanien weitestgehend vom französischen Einfluss zu befreien. Dies kam ebenfalls dem zunehmend antifranzösischen Kurs des preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck entgegen, in dessen Interesse es lag, eine Hohenzollernkandidatur zu befürworten. Als geeigneter Kandidat erschien der spanischen Regierung schließlich Prinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen, der zum einen mit Kaiser Napoleon III. verwandt war und zum anderen der katholischen Line des Hauses Hohenzollern entstammte. Ein weiterer Vorteil im Zusammenhang mit der Kandidatur des Prinzen Leopold für die spanische Thronfolge, schien für die spanische Regierung darin zu liegen, dass Spaniens Stellung in Europa durch die hinter Prinz Leopold stehende Großmacht Preußen gestärkt werden könnte.[5] Frankreich signalisierte jedoch bald, dass es diese Entscheidung nicht tolerieren werde.

 

Hier stellt sich die Frage, ob der Vorschlag für die Kandidatur von Seiten der Regierung Prims mit zweifacher Absicht intendiert war, um Bismarcks Konfrontationskurs gegenüber Frankreich zu ermöglichen. Durch ein Verschärfen der französisch-preußischen Beziehungen wäre Spanien aus dem Mittelpunkt der Interessen gerückt, und Prim hätte ganz nach seinen Präferenzen einen geeigneten Thronfolger vorschlagen können.[6] Letztendlich folgte Prim jedoch nicht Bismarcks taktischen Überlegungen, die darauf abzielten, Frankreich vor vollendete Tatsachen bezüglich der Thronfolgefrage zu stellen, sondern sorgte vielmehr dafür, dass der französische Botschafter in Madrid frühzeitig informiert wurde, um die prekäre Lage zu entschärfen und die aufgebrachte französische Regierung und öffentliche Meinung zu beruhigen. Dies gelang letztlich nicht, und nach einer Abfolge diplomatischer Auseinandersetzungen erklärte das Kaiserreich Frankreich am 19. Juli 1870 Preußen den Krieg. Die Folgen sind bekannt: Frankreich verlor diesen Waffengang, Kaiser Napoleon III. seinen Thron und die Deutschen erhielten ihren Nationalstaat.

 

Nach dem Scheitern der Kandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern fiel die Wahl Prims schließlich auf den italienischen Prinzen Amadeus von Savoyen, der Ende November 1870 vom spanischen Parlament zu neuen König gewählt wurde. Wenige Wochen später, am 27. Dezember 1870, wurde Prim von einer Gruppe unbekannter Männer angegriffen und durch Schusswaffen schwer verletzt. Er verstarb angeblich drei Tage später an seinen schweren Wunden. Die Umstände dieses Verbrechens und seine Urheber konnten bis heute nicht eindeutig ermittelt werden. Forensische Untersuchungen im Jahr 2012 ergaben, dass Prim vermutlich nicht an den Schussverletzungen gestorben ist, sondern nach dem Anschlag erdrosselt wurde.

 

Die hier gezeigte Fotografie erhielt sich in einer Sammlung von Fotografien aus dem Nachlass Otto von Bismarcks mit weiteren Persönlichkeiten aus Politik und Militär Spaniens aus den 1860er Jahren.



[1]http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File%3ALAURENT%2C_1861%2C_RETRATOS.pdf&page=5

[2] Vgl. Ohnezeit, Maik, Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71. Vorgeschichte, Ursachen und Kriegsausbruch, in: Ganschow, Jan; Haselhorst, Olaf; Ohnezeit, Maik (Hrsgg.), Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71. Vorgeschichte. Verlauf. Folgen, Graz 2009, S. 44 f.

[3] So präsentierte zum Beispiel die National Gallery of Art in Washington im November/Dezember 2011 Fotografien Laurents in einer Ausstellung mit dem Titel „The Solemnity of Shadows: Juan Laurent’s Vision of Spain“, https://www.nga.gov/exhibitions/2011/laurent/laurent.pdf, letzter Besuch am 31.10.2014.

[4] Vgl. Ohnezeit, S. 44.

[5] Ebd., S. 49.

[6] Vgl. Kleinmann, Hans-Otto, Die spanische Thronfrage in der internationalen Politik vor Ausbruch des deutsch-französischen Krieges, in: Kolb, Eberhard (Hrsg.), Europa vor dem Krieg von 1870, München 1987, S. 129.

 

Veröffentlicht in Exponat des Monats
Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 16:40 Uhr

Denkmäler konstruktiv einhegen

Denkmäler ragen oft wie Relikte aus der Vergangenheit in unsere Gegenwart. Längst vergessene Ehr-Regime haben einen Geehrten in Stein oder Kupfer in den öffentlichen Raum gestellt. Und mit dieser Setzung muss man klarkommen, auch wenn der Bezug zur Thema sich geändert hat oder verloren gegangen ist. Die laustarke Inititaive "Rhodes must fall" in Südafrika und England zeigt den in Bezug auf Personenkult sensiblen Deutschen, dass auch andernorts schwierige einstige Helden durch die Hintergrundfilme des Alltagslebens spuken.

Erfrischend ist, wie reflektiert man auf die geschichtsvergessenen Wünsche nach der einfachen Lösung der Bilderstürmerei (was ist nicht sehe, hat es auch nicht gegeben) reagiert. Nämlich nicht mit der bockigen Abwehrhaltung der unkritischen Verklärer von Monarchie und Republik im Kolonialzeitalter. Natürlich muss die Verherrlichung des Empires (nicht des Vereinigten Königreiches) dort ebenso den tempi passati angehören, wie es in Deutschland mit den Relikten vermeintlicher kolonialer Heldentaten sein sollte, die eigentlich Kriegsverbrechen waren. Sollten aber alle Spuren kolonialer Geschichte im öffentlichen Raum verschwinden? Oder in welcher Form sollten sie entschärft oder ironisiert werden? Darüber wird gegenwärtig diskutiert. Deutschland holt damit die Beschäftigung mit einemn Thema nach, das über Jahrzehnte marginalisiert und später zunächst nur aus europäischer Perspektive in den Blick genommen wurde. Alltagserfahrungen globaler Dynamiken haben nun zunehmend zu der Einsicht geführt, dass Kolonialgeschichte kein alleiniges Phänomen von Kolonien und kleinen Eliten in den "Mutterländern" war, sondern eine gesamtgesellschaftliche Dimension weit über das Ende der formalen Kolonialzeit hinaus hat. Wissmann-, Woermann- und Trotha-Straßen und -denkmäler sind bis heute beredte Zeugnisse, weniger plakative Beispiele gibt es zu Hauf.

In der englischen Öffentlichkeit diskutiert man gegenwärtig darüber, wie man den wüsten Imperialisten Rhodes einhegen kann. Dort, wo er im öffentlichen Raum unkommentiert aufwartet, soll er nun durch Hinweistafeln kontextualisiert werden. "Konstruktiv" nennt das Deutschlandradiokultur. "Sinnvoll und abgewogen", nennen wir das aus der Sicht der Bismarck-Forschung. Dass man dabei nebenher noch etwas lernen kann, ja sogar dem vielbeschworenen historisch-politischen Bildungsauftrag nachkommen kann, in dem den moralisch nicht mehr haltbaren Bock durch Informationen über ihn zum Gärtner des historischen Wissens macht, zeigen in Punkto Bismarck die Ost-Thüringer in Gera. Aber die waren immer schon pfiffig und unaufgeregt.

 

Die lässige Haltung der allierten Soldaten vor einem Bismarck-Denkmal auf dem Bild zeigt, dass man die Blochsche "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" aushalten kann, wenn man weiß, dass man historisch gewonnen hat.

Veröffentlicht in Aktuelles
Freitag, den 22. Januar 2016 um 12:23 Uhr

Bismarck und die russischen Werte

In den Straßen Moskaus ist gegenwärtig etwas zu bestaunen, das in Deutschland selbst im letzten Jahr, als an Bismarcks 200. Geburtstag erinnert wurde, nicht passierte. Auf Plakaten kann man Bismarck dort an Haltstellen begegnen. Auf einem bekannten Gemälde Lenbachs sitzt der greise Kanzler in Kürassieruniform, Pour le merite und mit Pickelhaube auf dem Kopf.

In den städtischen Alltag der Russen des 21. Jahrhundert wird Bismarck aber nicht zu Werbezwecken einer Bank geholt, wie es bei dem für seine Lebensfreude bekannten Neu-Russen Gerard Depardieu der Fall ist, der dem schnellen Kredit für das spontane Konsumbedürfnis sein Gesicht leiht. Bismarck wird für höhere Zwecke eingesetzt, es geht um seine politische Kernkompetenz. Deshalb erkennt man hinter den Kanzler auch einr Europakarte. Die fehlt im Original, verleiht dem Staatsmann aber die Autorität, die Historiker durch Bücherregale oder Ärzte durch um den Hals gehängte Stetoskope zu gewinnen meinen.

Die Moskauer Stadtverwaltung ist auf den wortmächtigen Reichsgründer gekommen, um für ein patriotisches Geschichtsportal zu werben. Passt das zu Bismarck? Auf den ersten Blick schon, denn unter der großen Überschrift "Russland. Meine Geschichte" wird der Deutsche folgendermaßen zitiert:

"Man kann die Russen nicht besiegen, das haben wir über Jahrhunderte gelernt. Aber man kann den Russen falsche Werte einbläuen, dann besiegen sie sich von selbst."

Der historisch Bewanderte horcht bei solchen schlagwortartigen Aphorismen auf. Bismarck war durchaus kernigen Formulierungen zugeneigt. In den einschlägigen Zitatensammlungen und den edierten Briefe, Reden und Gespräche Bismarcks findet sich das Zitat jedoch nicht. Und vertieft man sich ein wenig in die Aussage, wird auch klar, warum das so ist: Was hier vordergründig aufgeht, passt am Ende überhaupt nicht zusammen. Und nicht zu Bismarck.

Zunächst: Wenn Bismarck von "wir" sprach meinte er Preußen und Deutschland. Diese haben Russland aber erst nach seinem Tod angegriffen. Den einzigen Angreifer seines Zeithorizonts, das napoleonische Frankreich, bezog Bismarck hingegen nie in ein (west-)europäisches Kollektiv-Wir ein.

Und die falschen Werte? Die wollte Bismarck nicht per se fern von den Russen halten, schließlich nützte dem Berliner Machiavellisten jedes innenpolitische Problem seiner Nachbarn. War eine Macht mit sich selbst beschäftigt, konnte sie ihm nicht in dem Maße gefährlich werden, wie ein festes, von inneren Spannungen verschontes Staatswesen. Im Falle Russlands gibt es für dieses nach innen gewendete Ableiten von Spannungen eine ganze Reihe von Zitaten Bismarcks. Das vielleicht expliziteste findet sich gegen Ende des Kissinger Diktats vom 15. Juni 1877 (hier zitiert nach der Neuen Friedrichsruher Ausgabe, Bd. 3, Paderborn 2008, S. 154):

"Wenn in dem slavischen Communismus auch größere Verrücktheiten stecken, als in dem unserer Socialisten, so haben wir weder die Aufgabe, noch die Macht dergleichen zu hindern: steckt es darin, so wird es durch ein anderes Ventil zur Erscheinung kommen, wenn ihm das Tscherkassi'sche genommen wird; es ist eine Überschätzung sowohl der auswärtigen Mittel, wie auch der eigenen Vorherberechnung des Weltlaufs, wenn man die Bekämpfung des russischen Communismus als Aufgabe der deutschen Diplomatie ansehn will. Wenn die Russen den Brand entzünden, so werden sie selbst die ersten Löschbedürftigen sein, und ihre eigenen Finger die verbrannten."

Die Russen sollten sich also ruhig die Finger am "Communismus" verbrennen, da wolle man sich weder fördernd, noch abwehrend einmischen. Der monarchisch-konservatiev Bismarck vertraute auf die Fähigkeiten zum Löschen des monarchisch-konservativen Russlands. Aber es sollte lediglich beschäftigt, nicht besiegt oder grundsätzlich gefährdet sein. Aus einem einfachen und triftigen Grund: Ein Szenario wie es lange nach ihm 1917 eintrat, war für Bismarck der Worst Case. "Falsche Werte" auf Dauer erschienen ihm als Gefahr, "eingebläut" hätte er sie niemandem, erst recht nicht dem gewaltigen Zarenreich.

Bleibt zu fragen, woher die freihändige Zuschreibung auf den Plakaten rührt? Dass Angriffe von außen zweimal erfolgreich abgewehrt wurden, ist eine Anspielung auf die Unbesiegbarkeit des größten Landes der Erde, die den Moskauer Passanten offenkundig schmeicheln soll. Sie könnte von Bismarck stammen, tut es aber nicht, im Gegenteil: Bismarck hielt Russland prinzipiell für besiegbar, wollte den möglichen, manchmal sogar wahrscheinlichen Konflikt aber wiederholt vermeiden. Und muss man für eine Mahnung zu nationaler Eintracht und zur Abwehr "falscher Werte" Bismarck bemühen? Wenn man denn nicht auf andere Aphoristiker ausweichen will, sondern den konservativen Polit-Promi des 19. Jahrhunderts sprechen lassen möchte, kann man ja auch auf belegte Zitate zurückgreifen.

Wir nennen beim nächsten Mal gern Beispiele, bitte bei Bedarf einfach anfragen!

 

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Vor 110 Jahren wurde in Hamburg das größte Bismarck-Denkmal eingeweiht. Bis heute ist es das höchste seiner Art, seine Sanierung ist im letzten Jahr beschlossen worden. Dabei wendet die öffentliche Hand die Gelder dezidiert dem Hamburger Wahrzeichen und nicht der mythischen Rolandsfigur des Reichsgründers zu. Nach zwei Diktaturen ist man in Deutschland sensibel geworden in Sachen Personenkult, was sich nicht nur im politischen Stil in Bund und Ländern, sondern auch im Umgang mit dem historischen Erbe der deutschen Länder ausdrückt. Kurz: Man tut sich nicht selten schwer mit Straßennamen, Denkmälern und anderen Ehrungen, die in vergangenen Zeiten für seinerzeit als verdienstvoll erachtete Führungsfiguren aus Politik und Militär errichtet worden.

Während die Präsenz der Symbolfiguren des Kaiserreichs (Bismarck, Moltke, Kaiser Wilhelm I., usw.) bisher noch unumstritten scheint, wird seit einigen Jahren lebhaft um vermeintliche koloniale Helden wie Lothar von Trotha und deren Ehrungen im öffentlichen Raum diskutiert. Am prominentesten war zuletzt der vielerorts ausgetragene Streit um Hindenburg-Plätze und Straßen, Einzelheiten sollen hier nicht wiederholt werden.

So begrüßenswert diese Beispiele für gelebte Demokratie an sich schon sind, so relevant sind sie als lokalpolitische und zivilgesellschaftliche Debatten um Ehrregime auch für die Bismarck-Forschung. Diese endet bekanntlich nicht chronologisch mit Tod Bismarcks 1898, sondern nimmt auch das lange Ausgreifen des danach zu beachtlichen Merkwürdigkeiten ausgewachsenen Bismarck-Mythos in den Blick. In dem Projekt BISMARCKIERUNG sammeln und dokumentieren wir seit 2013 die Ehrungen für den Kanzler. Dabei interessiert uns ganz allgemein, wer wann und wo welche Form von Ehrung in die Landschaft brachte, sei es in Form von Denkmälern, Gedenksteinen, Benennungen von Straßen usw.

Aus der Kartierung der Welt mit Bismarck-Orten erhellt umgekehrt aber auch, wo genau das nicht geschehen ist, d.h. wo dem preußischen Gewaltpolitiker Ehrungen versagt worden. Selbstverständlich verzeichnen wir auch ehemalige Bismarck-Orte, denn die Umbenennungen sind eine bisher nicht,oder nur in Einzelfällen und am Rande untersuchte Facette der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Staat und Gesellschaft.

Dafür, dass andere Nationen noch recht umbefangen und unkritisch mit ihren historischen Leit-Figuren umgehen, liefert die de jure noch immer sozialistische Volksrepublik China seit kurzem ein neues Beispiel. Eine 36 Meter hohe Mao-Figur erinnert an den nach offizieller Lesart unumstrittenen Staatsgründer. Damit ist Mao erstmals ein Denkmal gewidmet, das höher ist, als das 1906 in Hamburg errichtete Bismarck-Denkmal: der Chinese ist nun sitzend 1,7 Meter höher als der stehende Altmärker, bisher war ein mit 32 Metern auch auch schon beachtlicher Mao noch knapp kürzer. Dass China de facto schon seit etwa zwei Jahrzehnten in kapitalistischen Zuständen angekommen ist, beweist die wenig zurückhaltende Oberfläche des Revolutionärs. Sie ist aus purem Gold! Zumindest auf den ersten Blick. Tatsächlich ist der Riese nur golden angestrichen, wobei dem Reich der Mitte sein Staatsgründer schon ein paar Hundert Quadratmeter Blattgold hätte wert sein dürfen, oder?! Aber wie auch immer: Verglichen damit erscheint der schwert-bewehrte Bismarck-Roland fast schon zurückhaltend!

Auf der Abbildung ist eine Bismarck-Ehrung auf chinesischem Boden aus der Hochphase des europäischen Kolonialismus zu sehen.

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Dass der Name des „Reichsgründers“ für allerlei Produkte des täglichen Bedarfs bis zum heutigen Tage genutzt wird, ist keine neue Erkenntnis. Motorräder, Rasiermesser, Tabakprodukte und anderes wurden schon zu Lebzeiten Otto von Bismarcks mit dessen Namen beworben. Auch an einigen Lebensmitteln ging der Name „Bismarck“ nicht spurlos vorbei. Der berühmt-berüchtigte „Bismarck-Hering“ zeugt ebenso davon wie ein „Bismarck-Salat“, das „Seezungenfilet à la Bismarck“ und das bekannte und schmackhafte Wasser aus dem Sachsenwald. Auch ein Kuchen, „Bismarck-Eiche“ genannt, wurde durch die Namensgebung „geadelt“. So verwundert es nicht, dass auch Fleischgerichte nach dem überzeugten Gourmand Bismarck, dessen Tafel reichlich und mit herzhaften Speisen gedeckt war, benannt worden ist. Warum das so ist, erklärt uns die Zeitschrift „Adesso“ in ihrer Ausgabe 8/2015:

Da Otto von Bismarck sehr gern und reichlich Eier vertilgte, werden in der italienischen Küche bis heute eine Reihe von Speisen, insbesondere solche mit Fleisch, die mit Spiegeleiern kombiniert werden, „alla Bismarck“ genannt. Bei dem „Bistecca“ (Steak) alla Bismarck“ handelt es sich um ein in Butter oder Öl gebratenes Stück Rindfleisch, das mit zwei Spiegeleiern garniert wird. Das Fleisch soll ohne Knochen sein; es stammt für gewöhnlich aus der Lende des bedauernswerten Rindviehs. Handelt es sich um ein Filet, spricht man von einem „Filet alla Bismarck“ – wer hätte das gedacht?

Otto von Bismarck ist mittlerweile historisiert, doch ebenso wie der „Bismarck-Hering“ hat auch das „Steak à la Bismarck“ bis heute in italienischen wie deutschen Küchen überlebt. Na dann, guten Appetit!

 

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Freitag, den 16. Oktober 2015 um 07:48 Uhr

Tagungsbericht "Kulturkämpfe" erschienen

Der Tagungsbericht zur Frankfurter Konferenz vom 3. bis 4. September über "Europäische Kulturkämpfe und ihre gegenwärtige Bedeutung" ist bei HSozuKult erschienen und füllt seit gestern Abend den elektronischen Orkus noch ein wenig mehr an.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung dankt den Mitveranstaltern vom Institut für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften der Universität Münster, vom Europäischen Institut für interkulturelle und interreligiöse Forschung (Triesen/Liechtenstein) und von der Evangelischen Akademie Frankfurt für die Zusammenarbeit bei dieser anregenden Tagung. Besonders gilt dies für die Gastgeber in Frankfurt und für Justus Bernhard in Münster, der sich der Mühe unterzogen hat, das an zwei Tagen Gehörte in knapper Form zu Papier zu bringen.

Zum Bericht geht es hier.

 

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