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Die Otto-von-Bismarck-Stiftung feiert am Sonntag, den 26. Juni 2016 ihr 20jähriges Bestehen und lädt ein zum Sommerfest nach Friedrichsruh!

Der Festtag beginnt um 11.00 Uhr mit einem Festvortrag zur Eröffnung der Sonderausstellung „Li Hongzhang – ein Bismarck des Fernen Ostens? Das Reich der Mitte und Deutschlands Hinwendung nach Ostasien 1860 – 1914“.

 

Nach der Ausstellungseröffnung erwarten folgende Attraktionen unsere (kleinen und großen) Gäste:

- Schreiben mit Feder und Tinte

- Glücksrad

- Buttons selbst gestalten

- Melli’s Kinderschminken

- Suchspiel durch die Dauerausstellung für Kinder

- Bücherflohmarkt


Ab 15.00 Uhr beschallt die Band „RundFunk“ aus Reinbek mit ihrem „Funky Sound“ den Sachsenwald – zumindest einen kleinen Teil davon!

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: Es gibt Kaffee und Kuchen, Kaltgetränke und Würstchen vom Grill.

Das Team der Otto-von-Bismarck-Stiftung lädt hiermit herzlich zu einem Besuch im historischen Bahnhof von Friedrichsruh ein und freut sich schon jetzt über regen Zuspruch!

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Im Juni 2016 jährt sich zum 120. Mal der Besuch des chinesischen Vizekönigs Li Hongzhang ( 1823 – 1901) im Rahmen einer Europareise bei Otto von Bismarck in Friedrichsruh. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung nimmt dies zum Anlass, mit einer Sonderausstellung im Bismarck-Museum von Friedrichsruh an dieses Ereignis zu erinnern und es in einen größeren historischen Kontext einzuordnen. Die Visite des hochrangigen chinesischen Militärs und Staatsmannes, in Friedrichsruh bietet eine Gelegenheit, dessen Person, sein Wirken, die Situation Chinas um 1900 sowie die deutsche Chinapolitik zwischen 1860 und 1914 zu hinterfragen und einem breiten Publikum vorzustellen. Anhand der präsentierten Objekte beleuchtet die Sonderausstellung Aspekte der preußisch-deutsch-chinesischen Beziehungen im 19. und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung wurde gefördert mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie dem Verein zur Förderung der Otto-von-Bismarck-Stiftung e. V.


Laufzeit: 26. Juni bis 22. Dezember 2016

 

Bismarck-Museum, Am Museum 2, 21521 Friedrichsruh, Tel.: 04104/96 39 344. Führungen nach Absprache.

 

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: Di – So 10 – 18 Uhr

November bis März: Di – So 10 – 16 Uhr

Mo geschlossen


 

Begleitprogramm:

 

So 26.06., 11.00 Uhr:

Eröffnung der Sonderausstellung mit Vortrag:

„Ein ‚chinesischer Bismarck‘ in Friedrichsruh.

Der Besuch des ‚Vizekönigs‘ Li Hongzhang am 25. Juni 1896“

So 10.7., 15.00 Uhr:

Kuratorenführung

So 28.8., 15.00 Uhr:

Kuratorenführung

So 11.9., 15.00 Uhr:

Kuratorenführung

Mi 14.9., 19.00 Uhr:

Bahnhofskino spezial

„55 Tage in Peking“ (USA 1963)

So 23.10., 15.00 Uhr:

Kuratorenführung

Mi 16.11., 19.30 Uhr:

Bahnhofskino spezial

„Der bunte Schleier“ (USA, Kanada, VR China)

So 20.11., 15.00 Uhr:

Kuratorenführung

Do 8.12., 19.30 Uhr:

Vortrag:

„Die Musterkolonie Kiautschou“

Prof. Dr. Mechthild Leutner, Freie Universität Berlin

 

 

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Am 22. September 2015 wurde in den Räumlichkeiten des Bundesarchivs Koblenz die von der Otto-von-Bismarck-Stiftung konzipierte Sonderausstellung „Otto von Bismarck. Mensch – Macht – Mythos“ feierlich eröffnet. Den Festvortrag am Eröffnungsabend hielt der Geschäftsführer der Stiftung, Prof. Dr. Ulrich Lappenküper. Doch zuvor wurden der Referent und die rund 160 angereisten Gäste vom Präsidenten des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, freundlich empfangen. Dr. Hollmann wies in seiner Begrüßung unter anderem darauf hin, dass im Jahr 2015 an eine Reihe von historischen Jahrestagen erinnert werde, darunter 25 Jahre Wiedervereinigung sowie der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, ein Datum, dass andere Gedenktage überschattet habe. Doch auch an zentrale Ereignisse und Personen des 19. Jahrhunderts werde erinnert, darunter an den 200. Jahrestags des Wiener Kongresses, der 1815 endete sowie an den 200. Geburtstag Otto von Bismarcks. Dieser wurde am 1. April dieses Jahres mit einer besonderen Gedenkveranstaltung in Anwesenheit des Bundespräsidenten im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin gewürdigt.

Im Anschluss an seine einführenden Worte überreichte Dr. Hollmann das Mikrofon an den Festredner des Abends. Prof. Lappenküper beschränkte sich in seinem Festvortrag „Otto von Bismarck – eine Jahrhundertgestalt“ jedoch nicht auf einige „Anmerkungen zum 200. Geburtstag“ des „Reichsgründers“. In seiner Tour d’Horizon verband Prof. Lappenküper die Schilderung der wichtigsten Lebensstationen Otto von Bismarcks mit einer historisch-kritischen Einordnung von dessen Leben und Werk in die deutsche und europäische Geschichte.

Im Anschluss an den Vortrag strömten die Gäste in die Sonderausstellungsräumlichkeiten des Bundesarchivs. Die dort präsentierten Ausstellungstafeln, angereichert um zahlreiche hochinteressante Dokumente aus den Beständen des Bundesarchivs sowie einige originale Exponate, wie beispielsweise eine von Bismarck benutzte Schreibfeder, aus der Sammlung der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh, bieten einen konzisen Überblick über den Menschen Otto von Bismarck, seinen beruflichen Werdegang, seine Leistungen und Fehlleistungen in der Außen- und Innenpolitik sowie seine kultische Verehrung von der Kaiserzeit bis in die frühe Bundesrepublik hinein.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung freut sich über das große Interesse des Publikums und bedankt sich auf diesem Wege noch einmal für die reibungslose und kollegiale Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen beim Gastgeber und Amtsleiter des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, sowie seinem Team, hier insbesondere Frau Gisela Müller vom Referat Historische Bildungsarbeit, die mit ihren Kolleginnen die Auswahl und Präsentation der ergänzenden Schlüsseldokumente besorgt hat.

Die Sonderausstellung „Otto von Bismarck. Mensch – Macht – Mythos“ ist noch bis zum 3. November 2015 im Cimelienraum des Bundesarchivs, Potsdamer Str. 1, 56075 Koblenz, zu sehen. Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9.00 bis 19.00 Uhr.







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Objekt: Stulpenstiefel auf Spannern, getragen um 1890

Hersteller: Unbekannt

Material: Leder, Metall, Holz

Maße: 89 x 17 x 31cm³

Zustand: Leder abgenutzt, Schäfte beidseitig beschädigt

Ort: Bismarck-Museum, Friedrichsruh

Inventar-Nr.: A 092

Von Rayk Unger

Zugegeben: Ein Schuhwerk des ersten deutschen Reichskanzlers zum Exponat des Monats zu erheben, mag dem Leser des Blogs seltsam vorkommen, wenn nicht sogar ein irritiertes Kopfschütteln hervorrufen: „Haben Archiv, Stiftung und Museum wirklich nicht mehr zu bieten, als ein paar alte Lederstiefel?“ „Doch, haben sie“, muss die eindeutige Antwort auf diese Frage lauten. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, auch auf die unscheinbareren Objekte im Bismarck-Museum aufmerksam zu machen, die sonst Gefahr laufen, beispielsweise von Orden überstrahlt oder vom Gewicht der Mitrailleuse erdrückt zu werden. Außerdem bildet der Artikel über die imposante Fußbekleidung den Auftakt zu einer kleinen Reihe über den militärischen Anputz des Fürsten, frei nach dem Motto „Des Kanzlers alte Kleider“.

Eine dieser ʻkleinerenʼ im Museum ausgestellten Objekte sind die zur Kürassier-Uniform Otto von Bismarcks gehörenden schwarzen Stulpenstiefel, welche knapp einen Meter messen und damit beeindruckend hoch sind. In jener vollen Höhe mit hochgekrempelter Stulpe wurden diese allerdings nur im Gefecht getragen. Die für gewöhnlich aus mehrlagigem Rindsleder gefertigten Stiefel fanden in vielen berittenen Einheiten Verwendung, wo sie auch in der hier ungepanzerten Version ohne Stahlplatte noch einen gewissen Schutz – beispielsweise vor z.B. Hieben – boten. Auf Höhe der Ferse ist ein der Befestigung des Sporns dienender Metallbügel zu erkennen, der wiederum durch einen auf dem Spann liegenden Lederriemen zusammengehalten wird. Otto von Bismarck gehörte zwar nur ehrenhalber zum Kürassier-Regiment v.Seydlitz (Magdeburgisches) Nr.7, war aber aufgrund dieser Tatsache zum Tragen der Regimentsuniform berechtigt, was die Stiefel mit einschloss; die hier abgebildeten Exemplare wurden um 1890 vom Altreichskanzler getragen.

Doch nicht nur die physischen Abdrücke der Stiefel waren gewaltig, auch im Sprachgebrauch schlug sich der Begriff der Kürassierstiefel nieder. So schrieb Otto Ladendorf in seinem 1906 erschienenen Werk Historisches Schlagwörterbuch, dass mit diesem „bildliche[n] Ausdruck“ „die Gegner Bismarcks seine Politik als ein rücksichtsloses Draufgängertum verhöhnten, [diesen] aber alsdann von den Verehrern des eisernen Kanzlers freudig ausgenommen und zur ehrenden Anerkennung seines kraftvollen, patriotischen Selbstbewußtseins umgeprägt wurde.“[1] Er verweist zudem auf ein 1867 veröffentlichtes Buch des Historikers Johannes Scherr[2], der an einer Stelle verschiedene politische Ausrichtungen beschreibt: „und ihr küsst morgen die Kürassierstiefeln Bismarcks“[3].

Die explizite Nennung der Stiefel lassen diese zu einem Symbol des weitreichenden Einflusses des Reichskanzlers werden, versinnbildlichen sowohl die physische Wirkmacht Otto von Bismarcks als auch den Stil seiner politische Tätigkeit und bilden somit ein standfestes Duo in ihrer Funktion als Exponat des Monats.



[2] http://gutenberg.spiegel.de/autor/718, zuletzt aufgerufen am 23.10.2014.

[3] Scherr, Johannes: Aus der Sündflutzeit, Leipzig 1867, S. 301; hier: Vorlage der Bayerischen Staatsbibliothek: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10425388-3, zuletzt aufgerufen am 23.10.2014.

 

 


 

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Montag, den 04. August 2014 um 10:15 Uhr

Teller für den Sieg!

Teller

Deutschland, 1914

Steingut

Inventar-Nr.: O 1997-0040

 

Mit den Kriegserklärungen an das Russische Reich (1. August 1914) und an Frankreich (3. August 1914) wurde auch das Deutsche Reich Teilnehmer an einem militärischen Kräftemessen, das noch mehr als vier Jahre dauern und an dessen Ende der Untergang von vier stolzen Imperien und eines ganzen Zeitalters stehen sollte. Noch heute sind die Folgen des Ersten Weltkrieges spürbar, jedoch ist vor allem in Deutschland die kollektive Erinnerung daran durch die traumatischen Ereignisse NS-Herrschaft, Holocaust und Zweiter Weltkrieg weitgehend verdrängt worden.


Nach Kriegsbeginn begannen die Porzellanmanufakturen in Deutschland mit der massenhaften Herstellung von patriotischem Geschirr. Solches war auch schon in Friedenszeiten produziert worden, häufig als Erinnerungsstücke an Monarchen oder militärische Einheiten. Zu den genutzten patriotischen Motiven gehörten Porträts Kaiser Wilhelms II. sowie der Herrscher der mit dem Deutschen Reich verbündeten Staaten, aber auch Darstellungen von Staatsmännern wie Otto von Bismarck und von siegreichen Feldherren wie Paul von Hindenburg. Ebenso wurden Szenen mit Soldaten und anderes dargestellt. Insbesondere das von Wilhelm II. mit Kriegsbeginn gestiftete Eiserne Kreuz fand als Dekor vielfach Verwendung auf Tellern und Tassen.


Im Sammlungsbestand der Otto-von-Bismarck-Stiftung findet sich unter anderem ein tiefer Teller mit einer am Rand laufenden erhabenen Aufschrift in grüner Frakturschrift ("Wir Deutsche fürchten Gott – Sonst nichts auf der Welt"), unterbrochen von zwei schwarzen Eisernen Kreuzen. In der Mitte des Tellers findet sich ein Eichenlaubkranz, darin ein Eisernes Kreuz mit Krone, der Initiale "W" für „Wilhelm II.“ und der Jahreszahl 1914. Das verkürzte Zitat bezieht sich auf eine Rede Otto von Bismarcks im Reichstag vom 6. Februar 1888.


Gebrauchsgegenstände wie Tassen, Teller und anderes mit patriotischen Motiven sollten die innere Geschlossenheit und den Durchhaltewillen der Bevölkerung festigen; somit waren sie Bestandteil einer umfangreichen Kriegspropaganda, die sich bis in das Alltagsleben der Menschen auswirkte. Gleichzeitig dienten solche Gegenstände der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Erwerb und Nutzung bzw. Präsentation solchen Geschirrs, z. B. als Wandteller, zeigte die patriotische und monarchische Gesinnung der Besitzer.

 

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Am 14. Juni um 17.00 Uhr wird in Werder an der Havel in einem "Bismarck und Christian Morgenstern. Ein Unbeziehung im Deutschen Kaiserreich" überschriebenen Vortrag anhand der zwei gegensätzlichen Charaktere der mentale Spannungsbogen der Jahre zwischen Reichsgründung und Erstem Weltkrieg behandelt. Historisch, biografisch und literarisch. Zum Schmunzeln regen dabei schon einige Äußerlichkeiten an: Christian Morgenstern wurde 1871 wenige Monate nach der Reichsgründung geboren und starb 1914 wenige Monate vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Seine berühmten Galgenlieder sind Reminiszenzen an Treffen mit gleichgesinnten Galgenbrüdern auf dem alten Galgenberg über den Dächern von Werder an der Havel - einem auch heute nach lockenden Ausflugsziel für naturbegeisterte Potsdamer und Berliner. Kurz nach Morgensterns Fahrten nach Werder eröffnete auf dem Galgenberg das Ausflugsetablissement "Bismarckhöhe", das heute wieder so heißt. Dass der Referent und der Namensgeber seiner Arbeitsstelle das Ganze noch abrunden, sei nur am Rande erwähnt. Wer also am Wochende in authentischer Atmosphäre in die Kulturgeschichte des Kaiserreichs eintauchen will, der ist herzlich eingeladen, nach Werder zu kommen.

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Am Dienstag, den 1. April 2014, um 14 Uhr, findet anlässlich des Geburtstages Otto von Bismarcks am 1. April 1815 eine Themenführung durch die Dauerausstellung der Otto-von-Bismarck-Stiftung sowie im Bismarck-Museum Friedrichsruh statt. Während des rund 90-minütigen Rundgangs wird anhand ausgewählter thematischer Stationen und Exponate in den Ausstellungen anschaulich ein Überblick über das Leben Otto von Bismarcks sowie dessen Mythisierung vermittelt. Die Themenführung startet im historischen Bahnhofsgebäude von Friedrichsruh.

Treffpunkt: Historisches Bahnhofsgebäude, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh

Kosten: Eintritt für das Bismarck-Museum: 4,-- Euro (Gruppen: 3,-- Euro)

 

 

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Vom 11. bis zum 17. November 2013 erinnern mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche „Hamburg – St. Petersburg. Eine Woche für die deutsch-russische Partnerschaft“ an die Städtepartnerschaft zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der russischen Metropole an der Newa, St. Petersburg.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung freut sich, das Ausstellungsprogramm mit Archivalien aus ihrem Archiv zu bereichern. Im Rahmen der Ausstellung „Maritimes St. Petersburg aus dem Fenster des preußischen Gesandten Otto von Bismarck“ in der St. Petri Kirche zeigt die Stiftung vier Reproduktionen aus ihrem Archivbestand. Neben handschriftlichen Russisch-Übungen Bismarcks gehören hierzu auch ein persönliches Anschreiben des russischen Außenministers Fürst Gortschakow an Bismarck, ein im Namen des Prinzregenten Wilhelm von Preußen ausgestellter Reisepass Otto von Bismarcks sowie ein kolorierter Druck „Bismarck im kritischen Moment“, der Bismarck auf der Bärenjagd in Gadebusch (Gouvernement St. Petersburg) zeigt – der preußische Gesandte Aug‘ in Aug‘ mit Meister Petz!

Zur Ausstellungseröffnung ließ der Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung, Prof. Dr. Ulrich Lappenküper in der Hauptkirche St. Petri in seinem Vortrag „Kaltgestellt? Otto von Bismarck in St. Petersburg“ die Jahre 1859 bis 1862 Revue passieren, in denen Otto von Bismarck als Gesandter des preußischen Königs am kaiserlich-russischen Hof in St. Petersburg diente.

 

 

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Darf die Familie von Bismarck eigentlich als „Dynastie“ bezeichnet werden? Diese und andere kritische Fragen wurden im Anschluss an die Vorstellung des neuen Buches des Historikers und Journalisten Dr. Jochen Thies in den Räumen der Otto-von-Bismarck-Stiftung gestellt. Die Stiftung hatte den Autor des Buches „Die Bismarcks. Eine deutsche Dynastie“ (erschienen im Piper-Verlag) nach Friedrichsruh eingeladen, um den Inhalt seines Werkes der Öffentlichkeit zu präsentieren. Als Gastredner konnte der amerikanische Historiker und Bismarck-Biograph, Prof. Dr. Jonathan Steinberg, gewonnen werden, der für seine Visite in den Sachsenwald extra aus Cambridge angereist war. In einem auf Deutsch gehaltenen Vortrag würdigte Prof. Dr. Steinberg das Buch von Jochen Thies als lehrreich. Es enthalte viel Neues über die Familie Bismarck, nicht zuletzt im Hinblick auf die Jugendzeit und die Nachkommen des Reichskanzlers – beispielhaft sei hier der älteste Sohn Otto von Bismarcks, Herbert, genannt. Dass gerade über den Familienverband derer von Bismarck so wenig bekannt ist, mit Ausnahme Otto von Bismarcks, war ein zentrales Motiv des Autors, sich näher mit der Geschichte dieser aus der Altmark stammenden Adelsfamilie zu befassen. Rund 70 Gäste lauschten den Vorträgen von Prof. Steinberg und des Autors und beteiligten sich rege an der anschließenden kontroversen Diskussion, insbesondere über die Rolle des Adels in Deutschland damals und heute. Die gelungene Buchpräsentation endete mit einem Empfang, wo die Gäste das Gehörte und Diskutierte noch einmal Revue passieren lassen und sich ein Buchexemplar vom Autor signieren lassen konnten.

 

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Mittwoch, den 12. Juni 2013 um 07:48 Uhr

Schönhausen steht unter Wasser!

Nach dem massiven Deichbruch bei Fischbeck hat sich seit Montag, dem 12. Juni, das eingedeichte Elbehochwasser in verheerender Weise nach Osten in Richtung Havelland in die Landschaft ergossen. Nach den Dörfern Fischbeck und Schönhausen hat das Wasser sogar das 9 Kilometer von der Elbe entfernt liegende Wust erreicht. Gegen die Wassermassen ist leider auch der Einsatz der Bundeswehrtruppen zur Deichsicherung machtlos gewesen, immerhin haben Soldaten nach dem Deichbruch durch unermüdliches Abwerfen großer, mit Sand und Steinen gefüllter Säcke das weitere Aufreißen der Bruchstelle verhindern und diese insgesamt auch entscheidend verringern können. Der junge Otto von Bismarck hätte als verantwortlicher Deichgraf "seinen" Bürgern nicht ansatzweise so sehr helfen können, wie es die technischen und logistischen Mittel unserer Tage möglich machen.

Eine Luftaufnahme von Schönhausen (Bild 4 der Galerie) vom Dienstagnachmittag zeigt weite Teile des Ortes von braunem Hochwasser überflutet. Der alte Siedlungskern um die Kirche und das Schloss, wo sich auch das Bismarck-Museum und die Räumlichkeiten der Otto-von-Bismarck-Stiftung befinden, ist auf dieser Aufnahme wegen seiner Höhenlage noch verschont. Momentan kommt man in das evakuierte Schönhausen nicht hinein, so dass wir nur das Beste hoffen können. Mehr als dem Museum und der Stiftung gilt unsere Sorge natürlich den Bürgern Schönhausens und der umliegenden Gemeinden! Aus der Ferne drücken wir die Daumen und hoffen, dass die beträchtlichen Schäden reguliert werden können und in absehbarer Zeit wieder ein normales Leben in dieser wunderschönen Kulturlandschaft möglich sein wird.

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