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Mittwoch, den 27. April 2016 um 13:59 Uhr

Kurzschrift-Profi gesucht!

Bei der Übertragung von Bundestagsdebatten auf Phoenix sieht man sie gelegentlich bei Kameraschwenks: Die hochamtlichen Stenographen des Parlaments. Aber sonst? Wer schreibt noch Kurzschrift? Jüngere Bürokräfte haben mit Excel, Access und Outlook genug um die Ohren und der diktierende Chef spricht längst auf Band. Weil das Zeitalter des Stenographierens also vorbei zu sein scheint, fällt uns auch auf Anhieb niemand ein, der die Seite 52 der hier abgebildeten Zeitschrift "Die Fortbildung. Übungs-Blätter in Deutscher Kurzschrift" für uns lesen kann. Und dabei wäre es schon interessant zu wissen, was eine NS-Fachzeitschrift zu dem etwas unrunden Jubiläum von Bismarcks 41. Todestag über den Gründer des Zweiten Reiches zu berichten hatte.

Anzunehmen ist, dass die üblichen patriotischen Allgemeinplätze dominieren. Übergroß dürfte der erste Reichskanzler jedoch nicht dargestellt worden sein. Denn seit zwei eingängigen Studien Christoph Nübels [1] wissen wir recht genau, dass das Verhältnis der Nationalsozialisten zu Bismarck ambivalent war und sich bei aller oberflächlichen Verehrung im überbordenden Führerkult Hitler deutlich vor seinen Vorgänger schob. Die für die Urlaubstage beworbenen Titel des Darmstädter Verlages lassen da einiges befürchten: Schlageters Leben und Sterben, Unsere Kolonien, Unsere Feldgrauen im Weltkrieg, Reichsparteitag der Arbeit 1937 usw. Oh weh, was steht da bloß über Bismarck? Wer es lesen kann, ist klar im Vorteil und darf es uns gern mitteilen.

[1] Christoph Nübel, Der Bismarck-Mythos in den Reden und Schriften Hitlers. Vergangenheitsbilder und Zukunftsversprechen in der Auseinandersetzung von NSDAP und DNVP bis 1933, in: Historische Zeitschrift 298 (2014), S. 349-380, Ders. Bismarck und die Legitimität der Diktatur. Zur "Gleichschaltung" politischer Mythen im Nationalsozialismus, 1933-1939, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 63 (2015), S. 5-27

 

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Montag, den 11. April 2011 um 10:40 Uhr

Vortrag über Rettungsaktion aus dem KZ Neuengamme

Vortrag von Michael (Gedenkstätte KZ Neuengamme, Hamburg): "Die Aktion 'Weiße Busse'. Die Rettung der skandinavischen Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme im Frühjahr 1945". Am 14. April 2011, um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh.

Am 20. April 1945 brachten dänische und schwedische Busse über 4000 dänische und norwegische Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme über Dänemark nach Schweden in die Freiheit. Damit war ein jahreslanges Bemühen der skandinavischen Länder zur Befreiung "ihrer" Gefangenen abgeschlossen.

Ab März 1945 wurde das KZ Neuengamme zum Sammelpunkt der skaninavischen Häftlinge aus deutschen Konzentrationslagern, um die Rückführung in ihre Heimat einzuleiten.

Das Anwesen des Fürstenhauses Bismacrk in Friedrichsruh wurde zum Hauptquartier der Aktion der Weißen Busse. Hier wurden die Busse bereitgestellt und Lebensmittel und Kraftstoffe deponiert. In den Wäldern des Schlosses verlebten einige Häftlinge ihre erste Nacht in der neu gewonnenen Freiheit.

Nach der glücklichen Rückführung der Skandinavier sind durch die "Bernadotte-Aktion" noch einmal fast 20 000 Häftlinge anderer Nationen nach Schweden gebracht worden.

Diese Befreiungsaktion, die durch den Vizepräsidenten des Schwedischen Roten Kreuzes, Graf Folke Bernadotte maßgeblich befördert und organisiert wurde, war einzigartig und ost doch heute kaum bekannt.

Über dieses spannende regionalgeschichtliche Thema spricht am 14. April 2011, 19.30 Uhr, der Historiker Michael Grill, langjähriger Mitarbeiter der Gedenkstätte KZ Neuengamme, in der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung, die durch Bilder veranschaulicht wird, ist frei.

 

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