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Landauf, landab stehen in Deutschland Bismarck-Denkmäler. Dem verehrten Reichsgründer wurden schon zu Lebzeiten Denkmäler gesetzt wie sonst nur den Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Der gravierende Unterschied: Die Bismarck-Ehrungen im öffentlichen Raum waren keine staatlich-politischen Maßnahmen (die Verwaltungen der Kommunen begleiteten sie allenfalls wohlwollend), sondern sie entstanden aus "zivilgesellschaftlichem" Engagement heraus.

Unter den unterschiedlichen Anhängern des Kanzlers fanden sich in den Jahrzehnten bis zum Ersten Weltkrieg überall Enthusiasten, die Denkmalserrichtungen initiierten und begleiteten (ganz ähnlich war es auch im Falle der Bismarck-Türme und -Säulen).

Arte erinnerte im Januar in seinem deutsch-französischen Kulturmagazin Karamabolage an diese noch heute sichtbare Form der Politikerverehrung. Ob man aus der vielerorts nur noch recht oberflächlichen Fortexistenz der Denkmäler zu dem Schluss kommen muss, dass der Bismarck-Kult in Deutschland noch andauert, ist Geschmackssache. Aus französischer Sicht mag die schiere Tatsache der vielen Denkmäler so anmuten. Als "Inventar" deutscher Erinnerungslandschaften ist Bismarck aber schon längst profanisiert und entmythifiziert.

Wenn es den Kult also noch gibt, dann doch in deutlich gewandelter Form als Rest der einstigen Heldenerzählung. Zahlreiche Beispiele für diese Tendenz finden sich in unserem Online-Projekt BISMARCKIERUNG. Auch die bei Karambolage zusammengestellten Türme.

Vielen Dank jedenfalls an ARTE für das Aufgreifen dieses im deutsch-französischen Verhältnis lange nicht selbstverständlichen Themas!

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