Am morgigen Donnerstag, den 16. Februar 2012, um 19.30 Uhr, lädt die Stiftung herzlich zu einem Vortrag über die gerade in unserer Region nur wenig bekannte Geschichte der rheinpreußischen Grenzkreise Eupen und Malmedy ein. Unter dem Titel ""An den äußersten Westmarken der vaterländischen Sache dienen": Die rheinpreußischen Grenzkreise Eupen und Malmedy 1815-1914" referiert der am LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn tätige Volkskundler Dr. Sebastian Scharte, der über dieses Thema 2008 an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster promovierte. In seinem Vortrag gibt Scharte einen Einblick in die preußischen Jahre der über einen langen Zeitraum hinweg umstrittenen, heute zu Belgien gehörenden Kreise. Wie wurde das Grenzland von außen, durch Reisende und Gäste wahrgenommen? Deutsch? Belgisch? Preußisch? Aus den willkürlichen Grenzen des frühen 19. Jahrhunderts waren am Vorabend des Ersten Weltkrieges mentale Schranken geworden. Scharte geht dabei insbesondere der Frage nach, wie die Menschen, die 1815 zu Preußen, 105 Jahre später jedoch bereits zu Belgiern wurden, diesen Staatenwechsel empfunfen haben und wie bei ihnen der Prozess der Nationalisierung verlief, der die Grenzregion und ihre Bewohner bis heute prägt. Wie empfanden und beschrieben Besucher der heutigen deutschsprachigen Gemeinschaft vor mehr als einem Jahrhundert das Deutsch-Werden und Deutsch-Sein der Ostbelgier? Der Eintritt zu dieser - von Lichtbildern begleiteten - Veranstaltung in den Räumen der Stiftung, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh, ist wie immer frei!


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