Archiv / Bibliothek

Bibliothek

Zu den zentralen Aufgaben der Stiftung gehört die Forschung über Otto von Bismarck und seine Zeit. Diesem Zweck dient auch eine öffentlich zugängliche Bibliothek, die ca. 5.000 Bücher und seltene Originalbroschüren umfasst. Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften der Epoche sind auf Mikrofilm vorhanden und können in der Bibliothek gebührenfrei gelesen werden.

Die Benutzungszeiten der Bibliothek:
Montag bis Donnerstag: 9.00 bis 16.00 Uhr, Freitag: 9.00 bis 13.00 Uhr

Das Archiv und die Bibliothek können nur nach Anmeldung, zu den Öffnungszeiten der Stiftung, besucht werden.

Archiv und Sammlungen

Sammlung

Warum sammeln wir?

Am Anfang der Museumsarbeit steht die Sammlung. Sie sollte nach Möglichkeit das Museumsthema in all seinen Facetten exemplarisch abbilden. Dabei ist nicht nur zu fragen, was uns heute als sammlungswürdig im Sinne einer historisch-kritischen Auseinandersetzung erscheint, sondern vor allem auch, was künftigen Generationen Aufschluss über Vergangenes geben kann.

Seit wann sammeln wir?

Neben der Übernahme und Betreuung des vormaligen Fürstlich von Bismarck’schen Archivs als Dauerleihgabe war der Aufbau und die Pflege einer eigenen Sammlung zentrales Anliegen der Otto-von-Bismarck-Stiftung seit ihrer Gründung. Im Frühjahr 1996 legte die Stiftung den Grundstock mit dem Erwerb von Bismarckiana des Hamburger Sammlers Dr. Hans-Walter Hedinger. Fast 3.000 Dokumente und Objekte, die sich in unterschiedlichsten Facetten, Formen und Farben mit der von Bismarck maßgeblich geprägten Epoche, vor allem aber mit seinem Mythos auseinandersetzen, bildeten das Fundament der Stiftungssammlung. Sie dürfte mit heute rund 7.500 Exponaten zu den führenden ihrer Art in Deutschland zählen.

Was und wie sammeln wir?

Durch die Übernahme der Sammlung Hedinger und weiterer kleinerer Sammlungen in den Gründungsjahren der Stiftung weist unsere Sammlung vor dem Hintergrund des abzubildenden thematischen Rahmens bereits eine besondere Dichte und Qualität auf, die durch die Übernahme des etwa 30.000 Stücke umfassenden Bismarck-Nachlasses noch beeindruckend verstärkt wird. Wir sammeln daher für die Zukunft nicht ziellos, sondern exemplarisch. Idealtypische Objekte, die in die Sammlung aufgenommen werden, „erzählen eine Geschichte“, sind visuell ansprechend und im Rahmen von Ausstellungen thematisch aussagekräftig. Wir sehen in ihnen Medien der Veröffentlichung – ob als Abbildungen in Publikationen, im Rahmen einer Ausstellung oder als Leihgabe für Präsentationen anderer Institutionen der Geschichtskultur. Den begrenzten finanziellen Ressourcen unserer Einrichtung entsprechend, konzentrieren sich die Sammlungsaktivitäten auf vergleichsweise günstig zu erwerbende Exponate im Bereich der Ansichtskarten, Fotografie, Numismatik, Grafik und Publizistik.

Wir sammeln nicht nur…

…wir dokumentieren auch. Jedes Objekt wird, im Rahmen der zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen, möglichst bald nach Eingang mithilfe unserer Datenbank First Rumos nach festgelegten Kriterien wissenschaftlich inventarisiert und dokumentiert. Im Zuge dieser Dokumentation sollen mittelfristig auch die bislang nur kursorisch erfassten Bestände des Bismarck-Nachlasses systematisch erfasst und mittels Datenbank und Findbuch öffentlich zugänglich gemacht werden. Hier finden Sie eine erste Übersicht der Bestände aus Archiv und Sammlung der Otto-von-Bismarck-Stiftung.

Nachlass Bismarck

Seit 1996 betreut und bewahrt die Otto-von-Bismarck-Stiftung das historische Fürstlich von Bismarck’sche Familienarchiv. Die Geschichte dieses Archivs reicht bis in das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zurück. Unmittelbar nach seiner Entlassung 1890 hatte Otto von Bismarck vor dem Hintergrund der Niederschrift seiner Erinnerungen mit der Ordnung seiner am Wohnsitz Friedrichsruh verwahrten Briefe, Aufzeichnungen und sonstigen Dokumente begonnen.

Eine weitere Systematisierung erfolgte im Zuge der Recherchen zur ersten Edition der Werke Bismarcks, der so genannten „Friedrichsruher Ausgabe“ aus den 1920er und frühen 1930er Jahren. Nach 1945 wurden die Bestände um die aus den Kriegswirren geretteten Bestände aus Schönhausen und – lediglich in Splittern – Varzin ergänzt. Heute umfasst das Archiv grob geschätzte 30.000 Dokumente und Objekte und ergänzt die bedeutenden Bestände zur Politik Otto von Bismarcks im Bundesarchiv (Standort Berlin), dem Archiv des Auswärtigen Amtes sowie dem Geheimen Preußischen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem. Gleichzeitig wird die Geschichte der Familie von Bismarck-Schönhausen bis in die jüngste Vergangenheit dokumentiert. Der erste Teil des Online-Findbuches des Archivs ist als PDF-Datei hier abrufbar. Die Datei wird laufend um Neueintragungen ergänzt.

> Findbuch

Bestände

Folgende Bestandsgruppen können im Archiv im Original oder auf Mikrofiche eingesehen werden:

A Otto Fürst von Bismarck
B Korrespondenz (von und an) Otto und Herbert von Bismarck
C Johanna Fürstin von Bismarck
D Herbert Fürst von Bismarck
E Graf und Gräfin Wilhelm von Bismarck
F Graf und Gräfin Rantzau
G Fürstin Herbert von Bismarck
H Graf und Gräfin Hoyos
I Otto II. Fürst von Bismarck (Depositum)
J Ann-Mari Fürstin von Bismarck (Depositum)
K Graf Albrecht, Graf Gottfried, Gräfin Hannah von Bismarck
L Wirtschaftliches
M Erinnerung und Gedanke
N Familiengeschichte

Darüber hinaus besitzt das Archiv eine große Sammlung zeitgenössischer Zeitungen, Postkarten, Fotos und Objekte, soweit sie für Forschungen zu Bismarck und seiner Zeit relevant sind.