Blog

Bismarck wird in die Luft gesprengt

Bernhard Schlink hat einen neuen, gewohnt geschichtsträchtigen Roman geschrieben. „Olga“ ist nach der Titelfigur benannt, deren Biographie entlang eines souveränen Durchgangs durch die deutsche Geschichte von der Bismarck-Zeit bis in die Ära Brandt erzählt wird. Was um 1880 in Breslau beginnt, endet in den Studentenunruhen der ausgehenden 1960er Jahre. Die betagte Protagonistin hat das Pech, bei der Sprengung eines Bismarck-Denkmals durch vandalierende Revoluzzer verletzt zu werden und an den Folgen zu sterben.

Ob dieser Spannungsbogen trägt und es sich lohnt, die 311 Seiten zu lesen, beurteilt die Kritik unterschiedlich. Wir meinen: Egal, die Geschmäcker sind wie immer verschieden und Schlink hat ein treues Lesepublikum, das sich von Mäkeleien der Feuilletons nicht beirren lässt. Und wenn sich genügend Käufer finden, verhandelt Schlinks Agent sicher bei den Filmrechten noch einmal nach. Spannend wird dann die szenische Umsetzung der Denkmalssprengung. Es wäre die erste seit den Nachkriegsjahren ….

Besucherrekord beim Neujahrsempfang 2018

Am 5. Januar lud die Otto-von-Bismarck-Stiftung zu ihrem zu ihrem ersten großen Termin im neuen Jahr. Rund 130 Gäste machten sich auf den Weg in den Sachsenwald und  besuchten den Neujahrsempfang. Wie in jedem Jahr zogen Vorstand, Geschäftsführung und Förderverein Bilanz und präsentierten die Vorhaben für die nächsten zwölf Monate. Musikalisch wurde Veranstaltung um rahmt von einem Streichkonzert des Sachsenwaldgymnasiums Reinbek; auch das eine schöne Tradition. Dass der eigentliche Redner des Abends, Weihbischof em. Dr. Hans-Jochen Jaschke krankheitsbedingt seinen Vortrag absagen musste, war der einzige Wermutstropfen des Abends. Der Stimmung bei den anregenden und wie immer ausgedehnten Gesprächen in der Dauerausstellung tat es jedoch keinen Abbruch. In diesem Sinne wünschen wir allen Freunden des Hauses ein gesundes neues Jahr!

Bismarck-Kalender 2018 ab sofort erhältlich

Endlich ist er da, der Bismarck-Kalender für das Jahr 2018. Dieses Mal haben wir uns für ein Jahresthema entschieden. 12 Mal kann man sich einen Monat lang mit „Bismarcks Frauen“ beschäftigen. Aber keine Angst, wir schwenken nicht auf Yellow-Press-Niveau und jagen echten oder vermeintlichen Geliebten Bismarcks nach. Zu den zwölf Damen zählen natürlich auch Bismarcks Mutter, seine Gattin Johanna, die Tochter Marie und andere Verwandte. Für allzu viele geheimnisvolle Damen ist also gar kein Platz. Oder doch?

Erhältlich ist der Kalender in den Friedrichsruher Räumlichkeiten der Otto-von-Bismarck-Stiftung für den Preis von 5 Euro.

Oder Sie lassen ihn sich zuschicken, dann kommen noch überschaubare Portokosten hinzu.

Melden Sie sich einfach telefonisch unter 04104/9771-110 oder per Mail bei info@bismarck-stiftung.de